Er verbrachte seine Tage in Armut, war aber kein Asket. Er legte sich wie ein Rebell mit der Obrigkeit an, beanspruchte aber selbst keine weltliche Macht. Er besaß Wunderkräfte und schien doch am Ende nicht einmal in der Lage, der Folter zu entgehen. Was fasziniert die Menschen bis heute an Jesus Christus? Mit dieser Frage begibt sich Bestsellerautor Peter Seewald auf Spurensuche in Israel und Palästina. Er spricht mit den Menschen vor Ort, befragt die antiken Quellen, prüft die biblischen Berichte auf ihren Wahrheitsgehalt und erzählt eine mitreißend moderne Geschichte über jenen Mann, von dem ein Drittel der heutigen Weltbevölkerung glaubt, er sei Mensch und Gott zugleich.
„Ein großes Buch über Jesus Christus.“ Papst Benedikt XVI.
Kundinnen und Kunden meinen
5.0/5.0
Bewertung
aus Zürich
5/5
05.05.2018
Buch (Taschenbuch)
Bewertung
Buch ist interessant, jedoch gebraucht. Bin nicht ganz zufrieden. Hoffe in Zukunft auf Neuware.
Bewertung
5/5
06.04.2013
Buch (Taschenbuch)
Jesus Christus
Was hat uns Jesus heute noch zu sagen? Mit dieser Frage im Gepäck begibt sich Peter Seewald auf eine Reise ins Heilige Land, folgt den Spuren Jesu von seiner Geburt in Bethlehem bis zur Kreuzigung und Auferstehung in Jerusalem. Ohne ideologische Hindernisse ermöglicht dieses Buch einen unverstellten Blick auf Jesus, zeigt Verbindungen zum Alten Testament und den Propheten. Verständlich und mitreißend erzählt, absolut lesenswert.
Werner Jaroschek
aus Duisburg
5/5
20.02.2012
Buch (Taschenbuch)
Mehr als eine Biographie
Seewald: Jesus von Nazareth
Weit mehr als eine Biographie Jesu
Unser Leben wird vom wissenschaftlichen Denken geprägt; nur das wissenschaftlich nachprüfbare kann Anspruch auf Wahrheit erheben, meinen wir. C.F. von Weizsäcker äußerte sich in dem Sinne, als er sagte, es sei heute schwierig, über Gott zu reden, und weiterhin als Wissenschaftler ernst genommen zu werden. Das trifft heute auf alle Menschen zu. Erfreut hatte man gelernt, dass die Berichte des Alten Testamentes über die Erschaffung der Welt in sieben Tagen, die Sintflut und vieles andere mehr nicht wörtlich zu nehmen seien.
Schwierig wurde es für Christen mit den Berichten über Jesus im Neuen Testament, stehen doch auch merkwürdige Dinge: Jungfrauengeburt, die vielen Wunder Jesu wie das Laufen über den See, die Erweckung der Toten. So war man letztlich dankbar über die Entmythologisierung der Bibel, die als Ergebnis wissenschaftlicher Arbeiten verkündet wurde. Nun konnte man erleichtert als moderner Mensch wieder zur Bibel greifen. Wusste man doch, die Evangelien sind keine Biographie Jesu, sondern gleichsam die Verkündigung der Botschaft Jesu als Predigten an die urchristlichen Gemeinden. Die wurden dann redaktionell gestaltet und zusammengefasst, so entstand irrtümlich der Eindruck, hier handle es sich um die Biographie Jesu.
Und da kommt nun Seewald, wirft gleichsam all diese Theologen-Erkenntnisse über den Haufen, nimmt die Berichte der Evangelisten wieder wörtlich als Grundlage für seine Jesus-Biographie. Es gibt viele Bücher, die durchaus überzeugend abenteuerliche Dinge behaupten. Da wird von Yallop beschrieben, wie Papst Johann Paul I Albino Luciani-ermordet wurde, dass es auch eine Päpstin Johanna gegeben habe und eine da Vinci Code. Wer tiefer in die jeweilige Materie eindringt, erfährt, er sei beinah absolutem, aber raffiniert geschriebenem Blödsinn aufgesessen,
So kann man über Seewalds Buch nicht urteilen. Seewald ist Journalist, kein Theologie-Professor. Jeder dieser Professoren erfasst Detailgebiete in ihrer ganzen Tiefe, Seewald geht in umfassender Breite auf alle Fragen ein, die sich aus dem Leben Jesu und den Evangelien ergeben. Der Autor ist durchaus ernst zu nehmen, hat sieh unglaublich breit kundig gemacht. Seine absolute Seriosität zeigte sich schon in den Dialog-Büchern mit dem damalige Kardinal Ratzinger. Der bestätigt dem Autor, er habe ein großartiges Buch über Jesus Christus geschrieben. Überraschend ist für den Leser das Eingehen auf die Zahlensymbolik, die er in vieler Beziehung im Neuen Testament erkennt. Was die Wunder anbelangt, zitiert er u. a. Augustinus: Wunder widersprechen nicht der Natur, sondern der uns bekannten Natur.
Seewalds Buch ist mit 700 Seiten sehr umfassend, aber es ist leicht lesbar und vielfach überra-schend wie in Krimi. Um das Buch nicht zu umfangreich zu machen, verzichtet Seewald auf präzise Quellenangaben, erklärt aber immer, auf welche Quelle er sich jeweils bezieht. Sein Buch führt zu bewussterem Lesen der Evangelien, dabei auch stärker auf Beziehungen zum Alten Testament zu achten. Ob man dann Jesus als Gottes Sohn oder als Menschen mit hohem moralischem Anspruch sieht, ist eine Frage des Glaubens, hier gilt das Wort Werfels: Für diejenigen, die an Gott glauben, ist keine Erklärung nötig, für diejenigen, die nicht an Gott glauben, ist keine Erklärung möglich.
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