Stereotypen und Massenmedien Zum Deutschlandbild in französischen Tageszeitungen
-
- Taschenbuch ausgewählt
- eBook
-
Sprache:Deutsch
54,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.,
Lieferung nach Hause
Beschreibung
Produktdetails
Einband
Taschenbuch
Erscheinungsdatum
01.01.1990
Verlag
Deutscher UniversitätsverlagSeitenzahl
250
Maße (L/B/H)
23,5/15,5/1,5 cm
Gewicht
342 g
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-8244-4049-8
Der Auslandsberichterstattung ist nicht nur eine Informationsaufgabe zugedacht. Sie soll darüber hinaus zum Abbau nationaler Selbstbezogen heit beitragen und realistische Weltvorstellungen fördern (vgl. KOSCH WITZ 1979, 466). Leider erfüllt sie dieseAufgabe meist nicht und wartet häufig mit Stereotypisierungen auf, wo sie sachkundig erklären sollte. Dieser Umstand ist besonders problematisch angesichts der Tatsache, daß Verstimmungen im internationalen Bereich mitunter nicht auf der Grundlage nationaler Interessengegensätze entstehen, sondern sich an verzerrten Images entzünden (vgl. MALLINCKRODT 1980,44). Ein Beispiel dafür ist die polemische deutsch-französische Ausein andersetzung im September/Oktober 1977, in deren Mittelpunkt mas sive Kritik an der Deutschlandberichterstattung der französischen Presse stand. Angesichts der deutsch-französischen Beziehungen nimmt die vorlie gende Arbeit daher diese Situation zum Anlaß, das Deutschlandbild in französischen Zeitungen zu analysieren und dabei Stereotypisierungen exemplarisch zu untersuchen. Zuvor soll das große Gebiet der Stereotypenforschung vorgestellt und der geschichtliche Hintergrund der französischen Deutschland-Stereoty pen erhellt werden. 1. Nationale Stereotypisierungen in Massenmedien Noch im vorigen Jahrhundert waren die Möglichkeiten eines Bürgers der sich industrialisierenden Welt, etwas über das Geschehen außerhalb der Grenzen seines Nationalstaats zu erfahren, äußerst beschränkt. Das Sammeln von Primärerfahrungen, etwa durch Reisen, war Minderhei ten vorbehalten, auch der Erwerb von Sekundärerfahrungen, etwa durch Bücher oder Zeitschriften, war nicht allen Bevölkerungsschichten ver gönnt. Erst die Entwicklung der Telegraphie (vgl. DESMOND 1978, 131 ff. ) und in ihrem Zuge die Entstehung der Massenpresse gestatteten dem Bürger einen vergleichsweise preiswerten und mühelosen Zugang zu Informationen aus anderen Ländern.
Noch keine Bewertungen vorhanden
Verfassen Sie die erste Bewertung zu diesem Artikel
Helfen Sie anderen Kundinnen und Kunden durch Ihre Meinung.
Kurze Frage zu unserer Seite
Vielen Dank für dein Feedback
Wir nutzen dein Feedback, um unsere Produktseiten zu verbessern. Bitte habe Verständnis, dass wir dir keine Rückmeldung geben können. Falls du Kontakt mit uns aufnehmen möchtest, kannst du dich aber gerne an unseren Kund*innenservice wenden.
zum Kundenservice