Der Erzähler des Buches entstammt dem gutsituierten und streng konservativen Milieu von Paris. Sein Vater ist Untersuchungsrichter, seine Mutter eine ehrgeizige Dame der Gesellschaft, die Atmosphäre nüchtern. Unter seinen Schulkameraden befindet sich ein besonderer Junge, der nicht sehr anziehend wirkt, aber durch seine ausgezeichnete Bildung beeindruckt: Silbermann. Weil Silbermann Jude ist, wird er mehr und mehr zum Opfer von Ausgrenzung und Angriffen. Dass er Stolz dagegenzusetzen versucht, verschlimmert die Lage nur. Und als der Erzähler sich auf seine Seite schlägt, steht auch ihm plötzlich eine gesamte Gesellschaft feindlich gegenüber. Aber durch Silbermann gewinnt er auch Einblick in eine neue Welt der Kultiviertheit, des Luxus und der Liebe zur französischen Literatur. Dann kommt Silbermanns Vater vor Gericht, und der Vater des Erzählers wird über ihn das Urteil zu sprechen haben … "Silbermann" ist ein großer kleiner Roman, der zeitlos schön und eindringlich in ein bitteres Problem einführt.
Kundinnen und Kunden meinen
5.0/5.0
Jens Paller
aus Neuss
5/5
18.01.2021
Buch (Gebundene Ausgabe)
unbekannte Klassiker
Gestossen bin ich auf das kleine, feine Büchlein aus dem Lilienfeld Verlag über das schoene Cover in der immer schoenen Gestaltung. Ein Bild von Simone Lucas das perfekt zum Inhalt des Buches passt. Ein neuer Mitschüler kommt zu Beginn des neuen Schuljahres in die Klasse. Im Gegensatz zu Seinen Freunden und Mitschülern freundet sich der Erzähler mit dem jüdischen Jungen Silbermann an. Doch die Freundschaft wird auf harte Proben gestellt, trotz aller Talente und Fähigkeiten Silbermanns. Als der Vater Silbermanns vor Gericht kommt und ausgerechnet der Vater seines Freundes richten soll, spitzt sich auch die familiäre Lage zu.
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