Produktbild: Gesammelte Schriften in deutscher Sprache: Abt. A Band 2: Sozialwissenschaftliche Denker. Aufsätze zur Ideengeschichte
Band 2

Gesammelte Schriften in deutscher Sprache: Abt. A Band 2: Sozialwissenschaftliche Denker. Aufsätze zur Ideengeschichte

1

104,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei

Lieferung nach Hause

Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

21026

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

27.03.2017

Herausgeber

Alfred Bosch + weitere

Verlag

Mohr Siebeck

Seitenzahl

321

Maße (L/B/H)

24,5/16,7/2,4 cm

Gewicht

641 g

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-16-149852-7

Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

21026

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

27.03.2017

Herausgeber

Verlag

Mohr Siebeck

Seitenzahl

321

Maße (L/B/H)

24,5/16,7/2,4 cm

Gewicht

641 g

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-16-149852-7

Herstelleradresse

Mohr Siebeck GmbH & Co. KG
Wilhelmstr. 18
72074 Tübingen
Deutschland
Email: sales@mohrsiebeck.com
Url: www.mohrsiebeck.com
Telephone: +49 7071 92317
Fax: +49 7071 51104

Kundinnen und Kunden meinen

1 Bewertungen

Informationen zu Bewertungen

Zur Abgabe einer Bewertung ist eine Anmeldung im Konto notwendig. Die Authentizität der Bewertungen wird von uns nicht überprüft. Wir behalten uns vor, Bewertungstexte, die unseren Richtlinien widersprechen, entsprechend zu kürzen oder zu löschen.

Die Bewertungen sind nach Format, Anzahl Sterne und Datum sortiert.

5 Sterne

(1)

4 Sterne

(0)

3 Sterne

(0)

2 Sterne

(0)

1 Sterne

(0)

Das Büchlein des Wirtschafts-N…

Bwurm aus Zeilarn am 29.10.2017

Bewertungsnummer: 2710874

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Das Büchlein des Wirtschafts-Nobelpreisträgers Friedrich von Hayek war sein letztes Werk und ist aus meiner Sicht außerordentlich empfehlenswert. Es ist sein Vermächtnis in Sachen ökonomischer Ordnung und kultureller Entwicklung der menschlichen Gesellschaft. Seine Kernbotschaft zur Gesellschaft ist die Bedeutung der „Erweiterte Ordnung des menschlichen Zusammenwirkens“, von der „... nicht nur die Entstehung, sondern auch der Fortbestand unserer Zivilisation ... abhängen.“ Er verbindet in der Erweiterte Ordnung den Pluralismus der spontanen selbstorganisierten Prozesse in der Gesellschaft mit ihrer gewachsenen Kultur. Eine wesentliche Voraussetzung für den Pluralismus ist die Freiheit der Menschen, aber auch ihre Verantwortung dafür, was sie tun. Im ersten Kapitel weist Hayek darauf hin, dass sich die komplexe Ordnung der menschlichen Gesellschaft lange dem menschlichen Verständnis entzogen hat. Aristoteles glaubte, die Ordnung könne sich nur so weit erstrecken, wie die Stimme eines Herolds reicht. (Er konnte natürlich noch nicht wissen, dass moderne Herolde weltumspannend gehört und gesehen werden können.) In den Horden der Jäger und Sammler wurden das Zusammenwirken noch von Instinkten gesteuert, von zwischenmenschlichen Gefühlen wie Solidarität und Altruismus, von der Fähigkeit zur Empathie sowie von persönlicher Autorität. Das alles aber nur innerhalb der eigenen Horde. Die heutige Ordnung der Gesellschaft in ihrer Größe und Komplexität sieht er als Ergebnis einer Evolution der Kultur der Gesellschaft (bei ihm oft "Tradition" genannt), und nicht als Ergebnis eines rational geplanten Moralsystems. Diese Evolution ist ein ontologischer Prozess, der nur empirisch untersucht werden kann. Die geistigen Fähigkeiten der Menschen entwickeln sich im Rahmen der kulturellen Evolution in einer Ko-Evolution von Kultur und Geist. Dabei entwickelten sich auch abstrakte Regeln menschlichen Verhaltens, die als Verbote oder Gebote das Zusammenleben von Großgesellschaften möglich machen. Dazu gehört Tausch und Handel, Risikobereitschaft, Vertragstreue, persönlicher Besitz uva. Also das, was wir inzwischen durch Gesetze, Ethik und Moral beschreiben. Die Wirkung der Gefühle stand und steht dazu oft im Wiederspruch. Sie beschränkte sich zunehmend auf Nahbereiche wie die Familie, wo sich Menschen dauerhaft persönlich kennen und vertrauen. In weiteren Kapiteln werden in hoher Dichte die Ursprünge von Freiheit, Eigentum und Gerechtigkeit beschrieben, die Evolution der Märkte, die „sozialistische Gegenbewegung“ als Aufstand von Instinkten und scheinbarer Vernunft mit dem Ergebnis der „verhängnisvollen Anmaßung“ zentral geplanter Staaten. Ich möchte noch ein paar Aussagen hervorheben, die aus meiner Sicht gegenwärtig besonders relevant sind: •Der fatale Irrtum der Sozialisten und anderer Ideologen besteht darin, die Evolution der Kultur aus ihrer eigenen theoretischen Denkweise heraus steuern zu wollen. •Die Instinkte der Kleingruppen kann man nicht ungestraft auf anonyme Großgesellschaften übertragen (vgl. „Willkommenskultur“). Die Menschen müssen also allmählich lernen, in beiden Umgebungen zu leben, und sie nicht zu vermischen. •Nur der freie, pluralistische Markt ist fähig, dezentral vorhandenes Wissen der Bürger wirksam zu machen und neues Wissen zu erzeugen. •Die von Hayek geforderte wissenschaftliche Untersuchung des Konflikts zwischen seiner Erweiterten Ordnung und den zentral gesteuerten sozialistischen Gesellschaftsordnungen (Buch S. 4) hat in Form eines empirischen Großversuchs über Jahrzehnte stattgefunden und ist 1989 zugunsten der freien Marktwirtschaft ausgegangen. Fazit: Ich finde das Buch uneingeschränkt lesenswert, vor allem in der heutigen, immer noch stark ideologisch geprägten Zeit. Auch wenn der Listenpreis mit 69 € für ein 195-Seiten-Buch ungewöhnlich hoch ist ...

Das Büchlein des Wirtschafts-N…

Bwurm aus Zeilarn am 29.10.2017
Bewertungsnummer: 2710874
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Das Büchlein des Wirtschafts-Nobelpreisträgers Friedrich von Hayek war sein letztes Werk und ist aus meiner Sicht außerordentlich empfehlenswert. Es ist sein Vermächtnis in Sachen ökonomischer Ordnung und kultureller Entwicklung der menschlichen Gesellschaft. Seine Kernbotschaft zur Gesellschaft ist die Bedeutung der „Erweiterte Ordnung des menschlichen Zusammenwirkens“, von der „... nicht nur die Entstehung, sondern auch der Fortbestand unserer Zivilisation ... abhängen.“ Er verbindet in der Erweiterte Ordnung den Pluralismus der spontanen selbstorganisierten Prozesse in der Gesellschaft mit ihrer gewachsenen Kultur. Eine wesentliche Voraussetzung für den Pluralismus ist die Freiheit der Menschen, aber auch ihre Verantwortung dafür, was sie tun. Im ersten Kapitel weist Hayek darauf hin, dass sich die komplexe Ordnung der menschlichen Gesellschaft lange dem menschlichen Verständnis entzogen hat. Aristoteles glaubte, die Ordnung könne sich nur so weit erstrecken, wie die Stimme eines Herolds reicht. (Er konnte natürlich noch nicht wissen, dass moderne Herolde weltumspannend gehört und gesehen werden können.) In den Horden der Jäger und Sammler wurden das Zusammenwirken noch von Instinkten gesteuert, von zwischenmenschlichen Gefühlen wie Solidarität und Altruismus, von der Fähigkeit zur Empathie sowie von persönlicher Autorität. Das alles aber nur innerhalb der eigenen Horde. Die heutige Ordnung der Gesellschaft in ihrer Größe und Komplexität sieht er als Ergebnis einer Evolution der Kultur der Gesellschaft (bei ihm oft "Tradition" genannt), und nicht als Ergebnis eines rational geplanten Moralsystems. Diese Evolution ist ein ontologischer Prozess, der nur empirisch untersucht werden kann. Die geistigen Fähigkeiten der Menschen entwickeln sich im Rahmen der kulturellen Evolution in einer Ko-Evolution von Kultur und Geist. Dabei entwickelten sich auch abstrakte Regeln menschlichen Verhaltens, die als Verbote oder Gebote das Zusammenleben von Großgesellschaften möglich machen. Dazu gehört Tausch und Handel, Risikobereitschaft, Vertragstreue, persönlicher Besitz uva. Also das, was wir inzwischen durch Gesetze, Ethik und Moral beschreiben. Die Wirkung der Gefühle stand und steht dazu oft im Wiederspruch. Sie beschränkte sich zunehmend auf Nahbereiche wie die Familie, wo sich Menschen dauerhaft persönlich kennen und vertrauen. In weiteren Kapiteln werden in hoher Dichte die Ursprünge von Freiheit, Eigentum und Gerechtigkeit beschrieben, die Evolution der Märkte, die „sozialistische Gegenbewegung“ als Aufstand von Instinkten und scheinbarer Vernunft mit dem Ergebnis der „verhängnisvollen Anmaßung“ zentral geplanter Staaten. Ich möchte noch ein paar Aussagen hervorheben, die aus meiner Sicht gegenwärtig besonders relevant sind: •Der fatale Irrtum der Sozialisten und anderer Ideologen besteht darin, die Evolution der Kultur aus ihrer eigenen theoretischen Denkweise heraus steuern zu wollen. •Die Instinkte der Kleingruppen kann man nicht ungestraft auf anonyme Großgesellschaften übertragen (vgl. „Willkommenskultur“). Die Menschen müssen also allmählich lernen, in beiden Umgebungen zu leben, und sie nicht zu vermischen. •Nur der freie, pluralistische Markt ist fähig, dezentral vorhandenes Wissen der Bürger wirksam zu machen und neues Wissen zu erzeugen. •Die von Hayek geforderte wissenschaftliche Untersuchung des Konflikts zwischen seiner Erweiterten Ordnung und den zentral gesteuerten sozialistischen Gesellschaftsordnungen (Buch S. 4) hat in Form eines empirischen Großversuchs über Jahrzehnte stattgefunden und ist 1989 zugunsten der freien Marktwirtschaft ausgegangen. Fazit: Ich finde das Buch uneingeschränkt lesenswert, vor allem in der heutigen, immer noch stark ideologisch geprägten Zeit. Auch wenn der Listenpreis mit 69 € für ein 195-Seiten-Buch ungewöhnlich hoch ist ...

Kundinnen und Kunden meinen

Gesammelte Schriften in deutscher Sprache: Abt. B Band 7: Die verhängnisvolle Anmaßung. Die Irrtümer des Sozialismus

von Friedrich A. Hayek

0 Bewertungen filtern

Weitere Artikel findest du in

  • Produktbild: Gesammelte Schriften in deutscher Sprache: Abt. A Band 2: Sozialwissenschaftliche Denker. Aufsätze zur Ideengeschichte
  • I. Schottisch-englische Denker
    Henry Thornton (1760-1815) (1939) - Die Webbs und ihre Arbeit: Beatrice Webb (1858-1943) und Sidney Webb (1859-1947) (1948) - Harrods Biographie von John Maynard Keynes (1883-1946) (1952) - Lord Acton (1834-1902) (1953) - Francis Bacon (1561-1626): Ahnherr des Szientismus (1960) - John Stuart Mill (1806-1873) (1962) - Die Rechts- und Staatsphilosophie von David Hume (1711-1776) (1963) - Persönliche Erinnerungen an Keynes (1883-1946) und die 'Keynessche Revolution' (1966) - Dr. Bernard Mandeville (1670-1733) (1966) -Adam Smith (1723-1790): Seine Botschaft in der Sprache unserer Zeit (1976)
    II. Österreichische Schule
    Friedrich Freiherr von Wieser (1851-1926) (1926) - Carl Menger (1840-1921) (1934) - Richard von Strigl (1891-1942) (1944) - Wiener Schule (1965) - Joseph A. Schumpeter (1883-1950) zur Geschichte der Ökonomie (1967) - Diskussionsbemerkungen über Ernst Mach (1838-1916) und das sozialwissenschaftliche Denken in Wien (1967) - Die Stellung von Mengers Grundsätzen in der Geschichte der Volkswirtschaftslehre (1972) - Ludwig von Mises (1881-1973) (1978) - Ewald Schams (1899-1955) (1980)
    III. Andere sozialwissenschaftliche Denker
    Hermann Heinrich Gossen (1810-1858) (1927) - Richard Cantillon (ca. 1680-1734) (1931) - Jules Dupuit (1804-1866) (1934) - Die Tragödie organisierter Menschheit: Bertrand de Jouvenel (1903-1987) über die Macht (1948) - Wilhelm Röpke (1899-1966) (1959) - Frédéric Bastiat (1801-1850) (1964) - Bruno Leoni, der Gelehrte (1913-1967) (1968) - Leonard Read (1898-1983) (1968) - Die Wiederentdeckung der Freiheit - Persönliche Erinnerungen (1983)