Zwischen Projektion und Massaker. Koloniale Begegnungen bei Alexander von Humboldt, Alejo Carpentier und Ruggero Deodato Zu "Ansichten der Natur", "Los pasos perdidos" und "Cannibal Holocaust"
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Sprache:Deutsch
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Beschreibung
Produktdetails
Einband
Taschenbuch
Erscheinungsdatum
19.06.2009
Verlag
GRINSeitenzahl
36
Maße (L/B/H)
21/14,8/0,4 cm
Gewicht
68 g
Auflage
3. Auflage
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-640-35008-7
In Deodatos berühmt-berüchtigtem b-movie schließlich ist, wie für Humboldt der Fortschritt immer schon ein koloniales Projekt, bei dem "[h]inter dem Voranschreiten der Forscher [...] die Schritte der Soldaten hörbar" werden . Und dies in einem Maße, dass es scheint als könne etwa von der durch den Fortschritt möglich gewordenen Erforschung des Weltraums gar nicht anders gesprochen werden als in Termini der Eroberung. Wobei nicht die imperialen Ansprüche an sich, sondern nur deren spezielles timing verwerflich zu sein scheinen, greift man doch nach den Sternen, ehe noch der eigene Hinterhof gründlich gekehrt ist, in dem es immer noch Gegenden gibt, die von wilden Menschenfressern beherrscht werden. Wie der 'Zivilisierte' sich den 'Wilden' vielmehr schafft als entdeckt und warum, sind die Fragen, die in der Auseinandersetzung mit Cannibal Holocaust geklärt werden sollen.
Diese Arbeit beschäftigt sich ausdrücklich nicht mit den Ureinwohnern des amerikanischen Kontinents, es geht nicht darum, die (kolonialen) Visionen Humboldt's oder Kolumbus', Carpentier's oder Deodatos's zu korrigieren, sondern eben die Blicke der Autoren auf diese Menschen zu untersuchen und die Konsequenzen, die sich aus dieser Art des Blickes ergeben
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