Erstmals in der Geschichte der Bundesrepublik proklamierte eine Partei eine Prozentzahl als Wahlkampftitel. Die FDP stellte sich im Bundestagswahlkampf 2002 mit ihrer "Strategie 18%" als "Partei für das ganze Volk" dar. In diesem Buch wird untersucht, inwieweit es sich dabei ausschließlich um eine Wahlkampagne, eine "selbsterfüllende Prophezeiung" oder eine politische Strategie handelte. Die Arbeit basiert dabei auf einem sozialkonstruktivistischen Ansatz. Sie stellt verschiedene Theorien des Konstruktivismus vor und verbindet sie mit sprachwissenschaftlichen sowie systemtheoretischen Erkenntnissen. Denn die "Mittel des gesprochenen oder geschriebenen Wortes" sind es, die nicht nur als konstituierendes, sondern vor allem als konstruierendes Element der Politik verstanden werden müssen. Eine umfassende Analyse stellt schließlich die sprachlichen Konstruktionen der Partei denen ausgewählter Medien gegenüber und zeigt auf, woran die "Strategie 18%" scheiterte.
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