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Orientalismus

Aus der Reihe Fischer Wissenschaft
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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

09.09.2009

Verlag

S. Fischer Verlag

Seitenzahl

464

Maße (L/B/H)

14,9/22,1/4,6 cm

Gewicht

590 g

Farbe

Schwarz / Weiß

Auflage

8. Auflage

Originaltitel

Orientalism

Übersetzt von

Hans Günter Holl

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-10-071008-6

Beschreibung

Rezension

Said bringt einen zum Nachdenken über verinnerlichte, oft unbewusste Stereotype und den eigenen Umgang mit anderen Kulturen. Karin A. Wenger NZZ am Sonntag - Bücher am Sonntag 20260329

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

09.09.2009

Verlag

S. Fischer Verlag

Seitenzahl

464

Maße (L/B/H)

14,9/22,1/4,6 cm

Gewicht

590 g

Farbe

Schwarz / Weiß

Auflage

8. Auflage

Originaltitel

Orientalism

Übersetzt von

Hans Günter Holl

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-10-071008-6

Herstelleradresse

FISCHER, S.
Hedderichstraße 114
60596 Frankfurt
DE

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  • Bewertung

    5/5

    24.06.2019

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    ein (komplexes) Meisterwerk

    An die teilweise sehr akademischen Ausführungen des Autors muss man sich anfangs zwar gewöhnen, doch es ist die Mühe wert. „Orientalismus“ war zur Zeit seines Erscheinens eine literarische Bombe, die mitten in einem bereits angeheizten sozialen Klima einschlug. Bedauerlicherweise haben Edward W. Saids Thesen bis heute nichts an Aktualität eingebüßt, im Gegenteil. Der „Orient“ – oder heutzutage der Nahe Osten – war schon seit jeher für den Westen das Sinnbild für das Andere, das Fremde. Durch das ständige Abgrenzen von sich selbst erschuf sich der Westen dadurch eine fiktive Traumvorstellung eines Ostens, den es so nie gegeben hat und der nur in Beziehung zu seinen (westlichen) Betrachtern, den sogenannten Orientalisten, existieren kann. Der Orient wird betrachtet, analysiert, definiert, und kommt dabei niemals selbst zu Wort. Dieses Prozedere hat eine lange Tradition, die der Autor in diesem Werk detailliert zerlegt und damit offenlegt, wie abschätzend, scheinheilig und selbstherrlich diese selbstbezeichnenden Experten mit ihrem Sujet umgingen (und es bis heute tun). Das Buch ist für absolute Laien eher weniger geeignet, doch bin ich nicht der Meinung, dass man sich mit allem im Buch Besprochenem oder mit den aufgelisteten Forschern und Autoren bereits auskennen muss, um zu verstehen worum es geht. Seine Argumentationen sind sowohl elegant wie brillant ausformuliert, und ich kam durch kaum eine Seite, ohne nicht irgendeinen Satz anzustreichen. Ein Aspekt, für den Said öfters kritisiert wurde, den ich aber durchaus charmant finde, ist das Durchscheinen seiner Persönlichkeit in seinem Werk. Obwohl die akademische, fachliche Ausdrucksweise überwiegt, driftet er bei bestimmten Themen in einen emotionalen, fast lyrischen Stil ab, und lässt es sich auch nicht nehmen, den einen oder anderen sarkastischen Kommentar hinzuzufügen oder eine bestimmte Persönlichkeit direkt zu kritisieren. Gerade in einer Zeit, in der das „Wir – Die Anderen“-Denken wieder überhandnimmt, ist „Orientalismus“ ein wichtiges und trotz seines Alters immer noch brandaktuelles Werk.

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