Beschreibung
Produktdetails
Einband
Taschenbuch
Erscheinungsdatum
30.05.1996
Herausgeber
Karl-Otto Apel + weitereVerlag
SuhrkampSeitenzahl
469
Maße (L/B/H)
17,7/10,8/2,6 cm
Gewicht
384 g
Auflage
2
Übersetzt von
Iris Junker + weitere
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-518-28807-8
Die Debatte über Inhalt, Begründung und Tragfähigkeit eines universalistischen Begriffs von Vernunft wird zunehmend zur zentralen Debatte der Philosophie. Hat die Tradition des »okzidentalen Rationalismus« (Max Weber) den Vernunftbegriff lediglich intern differenziert – in »theoretische« und »praktische« Vernunft (Kant), in »Verstand« und »Vernunft« (Hegel), in »Zweckrationalität« und »Wertrationalität« (Weber) –, so wurde im Lichte der Erfahrung zweier Weltkriege in diesem Jahrhundert mit der Kritik an der Irrationalität einer verselbständigten »instrumentellen« Vernunft (Horkheimer/Adorno) eine Dialektik skeptisch reflektiert die heute im Zeichen einer »radikalen Vernunftkritik« diese Tradition als ganze in Frage gestellt hat: statt der
zwanglosen Geltung von Vernunft
nur Macht (Foucault), statt der
einen
Vernunft ein Plural von nicht mehr vermittelbaren Rationalitäten (MacIntyre, Lyotard), statt der
Selbstbegründung
nur kontingente Konventionen (Rorty), statt der
Handlungsrationalität
von Menschen die Rationalität sozialer Systeme (Luhmann), statt
idealtypischer Rationalitätsstandards
nur kontextrelative und fallspezifische Handlungsgründe (Toulmin).
Der vorliegende Band, zu dem sechzehn angelsächsische und deutsche Philosophen beigetragen haben, widmet sich dieser Diskussion mit dem Ziel einer vertieften Bestandsaufnahme der Problemstellung. Darüber hinaus wird die Integrationskraft eines typologisch differenzierten, diskurstheoretischen Vernunftkonzepts erprobt.
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