Die Entwicklungspolitik der Europäischen Union Formen, Aspekte und Zielsetzung
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Sprache:Deutsch
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Beschreibung
Produktdetails
Einband
Taschenbuch
Erscheinungsdatum
30.11.2007
Verlag
GRINSeitenzahl
24
Maße (L/B/H)
21/14,8/0,3 cm
Gewicht
51 g
Auflage
2. Auflage
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-638-86650-7
[...]
" Regieren besteht im Festsetzen von Prioritäten", erkannte schon Mitte des vergangenen Jahrhunderts der britische Premier Sir Harald Wilson. Und so bestimmten wichtige Wirtschaftsinteressen, geopolitische Einflusskalküle , innerstaatliche Kontroversen und nicht zuletzt bürokratische Eigeninteressen die Entwicklungspolitik stärker als die Suche nach globalen Lösungen zur Armuts- oder Migrations-, Terror- oder Umweltproblematik.
Es bleibt abzuwarten, ob sich die bisherigen Prioritäten durch die besagten Ereignisse in jüngster Vergangenheit nachhaltig geändert haben.
Probleme werden jedenfalls nicht gelöst, indem man sie ignoriert oder nur instrumentalisiert; eine triviale Tatsache, die Bundesaußenminister Joschka Fischer wenige Wochen nach den Anschlägen zu der treffenden, jedoch nicht minder trivialen Aussage veranlasste : " Wenn wir nicht zu den Problemen gehen, gehen die Probleme zu uns "
Dem ist nichts hinzuzufügen.
Leitfrage dieser Arbeit soll folglich die Frage sein, inwieweit sich die auf globaler Bühne gerne als Zivilmacht präsentierende Europäische Union bisher bemüht " zu den Problemen zu gehen " - nicht nur im Eigeninteresse, sondern auch im Bewusstsein ihrer besonderen geschichtlichen Verantwortung gegenüber ihren ehemaligen Kolonien.
Nach einer ausführlichen Darstellung der aktuellen Volumen, Formen, Strukturen und Inhalte vergemeinschafteter europäischer Entwicklungszusammenarbeit, wird näher auf die Evolution ihrer entwicklungspolitischen Kernbeziehung eingegangen: die postkolonial bedingte AKP-Assoziierung. Einen besonderen Schwerpunkt soll in der Folge die Illustrierung und Bewertung des im Juni 2000 in Cotonou (Benin) abgeschlossenen Lomé- Folgeabkommens erfahren.
In einem abschließenden Kapitel wird die realpolitische Bilanz ihrer nunmehr 45 Jahre währenden Entwicklungspolitik diskutiert, im Vordergrund steht hierbei die entwicklungspolitische Bewertung der Gesamtauswirkungen der EU-Politiken auf die Entwicklungsländer dar.
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