Ein wunderbar unterhaltsamer und dabei kluger Campus-Roman: An der Uni von Gloucester treffen die Schriftstellerin Helen Reed, die für ein Semester einen Kurs in Creative Writing gibt, und Ralph Messenger, Professor für Bewusstseinsforschung und Medienstar, aufeinander. Ralph ist trotz glücklicher Ehe ein forscher Schürzenjäger und hinter jeder attraktiven Frau her, die ihm über den Weg läuft, so bald auch hinter der frisch verwitweten Helen ... Der Roman lebt v.a. von seinen ungewöhnlichen Erzählperspektiven: Ralph nimmt für ein wissenschaftliches Experiment – er träumt vom selbst denkenden Computer – alle seine Gedankengänge auf Tonband auf. Natürlich landet er ständig beim Sex. Diesem unverfälschten stream of consciousness stehen Helens formvollendete Tagebuch-Einträge entgegen, die stilistisch eher bei Jane Austen angesiedelt sind. Der amüsante Wechsel der Erzählstimmen und die wirklich herrlichen Dialoge machen das Buch zu einer Lektüre voller Witz und Ironie.
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