Anwendungen der Informations- und Kommunikationstechnologie zur Beteiligung von Bürgern am politischen Meinungsbildungs- und Entscheidungsprozess sowie am Wahlprozess stellen eine Möglichkeit zur Erhöhung der politischen Legitimität und Responsivität dar. Die analysierten neun Partizipationsformen werden derzeit zur Unterstützung unterschiedlicher Prozessschritte in verschiedenen Ländern eingesetzt. Dabei ist ein Trend zur aktiven bürgerinitiierten Beteiligung erkennbar. Die im Rahmen einer empirischen Studie ermittelte Akzeptanz von elektronischen Partizipationsformen fällt unter Studenten positiv aus. Knapp zwei Drittel würden an elektronischen Wahlen über das Internet teilnehmen. Auch das 2005 eingeführte internetbasierte Petitionsverfahren des deutschen Bundestages ist einer Mehrheit bekannt. Dabei hat das Alter Einfluss auf den Akzeptanzgrad des E- Petitionsverfahrens, während sich gesellschaftliches Engagement auf die Wahlbeteiligung auswirkt. Auch ist ein geschlechterspezifischer Einfluss auf das politische Engagement, die Wahlbeteilung und die Akzeptanz von politischen Chats nachweisbar.
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