Wenn wir etwas von Politikern erfahren, dann geschieht das meist über die Medien. Ganz gleich ob Zeitungen, Fernsehen, Hörfunk oder das Internet, sie alle berichten über Politik und deren Akteure und nehmen so Wertungen vor, mit denen wir konfrontiert werden. Stellt sich die Frage, ob es diese Politiker-Images sind, die einen Politiker in unseren Augen sympathisch oder unsympathisch, kompetent oder inkompetent, wählbar oder unwählbar erscheinen lassen. Im Falle von George W. Bush muss man kein Wissenschaftler sein, um festzuhalten, dass der noch amtierende US-Präsident hierzulande zu den unbeliebtesten US-Präsidenten aller Zeiten zählt. Glaubt man den Umfragen, wurde seine Wiederwahl im November 2004 von den wenigsten goutiert. Fragt sich nur: Warum eigentlich? Warum hätten die meisten Deutschen Bushs Kontrahenten John Kerry gewählt? Liegt es möglicherweise daran, dass das Bild, das von George W. Bush in den Medien gezeichnet wurde, derart verheerend war? Dieser Frage geht der Autor dieses Buches nach, indem er die Berichterstattung deutscher Tageszeitungen vor der Präsidentenwahl mithilfe von Methoden der Publizistikwissenschaft analysiert.
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