Warum geht er nicht? Will man diese so simple Frage ernsthaft angehen, so stößt man in unserer Gesellschaft auf Vorurteile, Tabus und Zuschreibungen, die es den Opfern häuslicher Gewalt zusätzlich erschweren zu gehen. Allein die Tatsache, dass ein Mann Opfer seines gewalttätigen Partners werden kann, wird von der Umwelt in das Reich der Mythen verwiesen. Nicht allein das Aufwachsen in einer heterosexuellen Welt, auch die schwule Community leistet ihren Beitrag zu diesem Phänomen. In der vorliegenden Arbeit wird versucht darzustellen, welche Umstände dazu führen, dass Männer ihren gewalttätigen Partner oft erst nach Jahren verlassen. Dabei werden sowohl die gesellschaftliche, die rechtliche wie auch die monetäre Situation von Homosexuellen inspiziert. Vier Erfahrungsberichte von Betroffenen veranschaulichen zudem welche formellen und informellen Hilfen Opfer häuslicher Gewalt benötigen, um den Partner schnellstmöglich zu verlassen.
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