Produktbild: Als ich im Sterben lag
Band 20077

Als ich im Sterben lag Roman

Aus der Reihe detebe
1

11,00 €

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Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

31448

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

26.06.2012

Verlag

Diogenes Verlag AG

Seitenzahl

176

Maße (L/B/H)

18,1/11,4/1,2 cm

Gewicht

154 g

Farbe

Elfenbein / Graublau

Auflage

6. Auflage

Originaltitel

As I Lay Dying

Übersetzt von

Albert Hess + weitere

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-257-20077-5

Beschreibung

Rezension

"60 Miniaturkapitel, von den Beteiligten her gesehen, knapp, lakonisch: Aussparung und Andeutungen, Raffinement und Zartheit und gröblicher Humor. Und die Unfaßlichkeit: Leben, Sterben, Berauschtsein und Gewesensein, und die vermeintliche Sinnlosigkeit - weil wir den Sinn nie durchschauen. Das ist Faulkner, scharfäugig gesehene Realität in ihrer Unfaßlichkeit." (Radio Bremen)

"Einer der wichtigsten Romane Faulkners - voll groteskem Humor und absurdem Witz, aber auch voll Mitgefühl." (NorddeutscherRundfunk)

"Faulkner hatte, wie jeder Künstler, eine Welt sich aus dem Himmel reißen wollen, die es nicht gab, einen Ort zu leben, den nur er sich zu schaffen vermochte: Paris am Mississippi." (Zeit Magazin)"

Alle Personen werden von der toten Addie Bundren beherrscht. Der Bericht über ihre beängstigende, manchmal wie eine Farce anmutende Reise wird zu einer Aussage über die Fähigkeit des Menschen zu leiden, zu erdulden und zu leben, wie sie ähnlich überzeugend in der modernen Romanlite rat ur selten zu finden ist.
Dieses Buch gehört nicht zuletzt auf Grund seines lyrisch gestimmten Stils in der klassischen amerikanischen Tradition des Huckleberry Finn zu den besten Werken Faulkners und wird mit Recht zu den klassischen Romanen des 20. Jahrhunderts gezählt." (Kindlers Literatur Lexikon)

Produktdetails

Verkaufsrang

31448

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

26.06.2012

Verlag

Diogenes Verlag AG

Seitenzahl

176

Maße (L/B/H)

18,1/11,4/1,2 cm

Gewicht

154 g

Farbe

Elfenbein / Graublau

Auflage

6. Auflage

Originaltitel

As I Lay Dying

Übersetzt von

  • Albert Hess
  • Peter Schünemann

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-257-20077-5

EU-Ansprechpartner

truepages UG (haftungsbeschränkt)
Westermühlstrasse 29
80469 München
DE
[email protected]

Herstelleradresse

Diogenes Verlag AG
Sprecherstrasse 8
8032 Zürich
CH
[email protected]

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„Als ich im Sterben lag“ ist…

MaWiOr aus Halle am 13.07.2012

Bewertungsnummer: 2702805

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

„Als ich im Sterben lag“ ist der wohl ungewöhnlichste, aber auch einer der wichtigsten Romane William Faulkners (1897-1962). Der Nobelpreisträger selbst bezeichnete diesen 1930 erschienenen Roman als seinen besten. Und wahrlich, diese nicht einmal 200 Seiten stecken voller Lebensweisheiten und psychologischer Studien, dass man nicht an das literarische Werk eines 33jährigen glauben möchte. Erzählt wird der ereignisreiche und wochenlange Leichenzug einer armen weißen Farmersfamilie, jedoch nicht in einem fortlaufenden Prosatext, sondern in ca. sechzig kurzen Abschnitten, meist inneren Monologen der Beteiligten oder der zufällig diesem merkwürdigen Zug begegneten Personen. Addie Bundren, die Matriarchin der Farmersfamilie, liegt im Sterben. Noch auf dem Totenbett nimmt sie ihrem Mann Anse das Versprechen ab, sie in ihrem Heimatort Jefferson beizusetzen, wo ihre Sippe heute immer noch lebt. Erst vier Tage nach Addies Tod bricht die Familie mit dem Sarg auf, dabei hegt jedes Mitglied eigene Interessen. Der zahnlose Familienvater Anse will die Reise z.B. dazu nutzen, um ein neues Gebiss zu bekommen; während seine Tochter Geld für eine Abtreibung auftreiben will. Vom Sargbau über den Verkauf einer Fuhre Holz und den beginnenden Regen, der die Flüsse über die Ufer treten lässt, berichten die Familienmitglieder. Im Mittelpunkt steht natürlich der Leichenzug ins nur vierzig Meilen entfernte Jefferson, der aber zu einer beschwerlichen Reise mit einem Mauleselgespann wird. Da berichten die drei Söhne Cash, Darl und Jewel sowie die schwangere Tochter Dewey Dell von ihren Erlebnissen in der Vergangenheit und während des bizarren Unternehmens. Hindernisse und Unglücksfälle beherrschen den makabren Leichenzug durch das fiktive Yoknapatawpha: im Mississippi-Hochwasser stürzt eine Brücke ein - dabei gehen fast Fuhrwerk und Sarg verloren -, außerdem bricht sich Cash sein bereits verkrüppeltes Bein, das man notdürftig mit Zement schient. Dennoch muss es immer weitergehen, denn irgendwie scheint der Geist der toten Addie wie ein Befehl über ihnen zu schweben. Und so lässt Faulkner selbst die Verstorbene einmal zu Wort kommen. Der Leichenzug und die Geschichten der Bundrens bilden zwar den Hauptstrang der Romanhandlung, aber immer wieder berichten auch Personen außerhalb der Familie von ihren Begegnungen mit den Bundrens, so der Arzt, Nachbarn, Drugstore-Inhaber oder der Pastor, der wahrscheinlich früher mit Addie ein Verhältnis hatte. Nachdem Addie begraben wurde, geht das Leben der Familie mit allem Unglück oder Glück weiter: Darl kommt ins Irrenhaus, Cash verliert vielleicht sein Bein, Anse nimmt das Geld seiner Tochter, das sie heimlich für eine Abtreibung beiseite gelegt hat. Er verschwindet damit und kommt nicht nur mit einem Gebiss sondern auch mit einer neuen Frau zurück. Fazit: „Als ich im Sterben lag“ ist ein Höhepunkt im Schaffen William Faulkners, der sich hier als ein hervorragender Kenner des menschlichen Lebens zeigt. Manfred Orlick

„Als ich im Sterben lag“ ist…

MaWiOr aus Halle am 13.07.2012
Bewertungsnummer: 2702805
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

„Als ich im Sterben lag“ ist der wohl ungewöhnlichste, aber auch einer der wichtigsten Romane William Faulkners (1897-1962). Der Nobelpreisträger selbst bezeichnete diesen 1930 erschienenen Roman als seinen besten. Und wahrlich, diese nicht einmal 200 Seiten stecken voller Lebensweisheiten und psychologischer Studien, dass man nicht an das literarische Werk eines 33jährigen glauben möchte. Erzählt wird der ereignisreiche und wochenlange Leichenzug einer armen weißen Farmersfamilie, jedoch nicht in einem fortlaufenden Prosatext, sondern in ca. sechzig kurzen Abschnitten, meist inneren Monologen der Beteiligten oder der zufällig diesem merkwürdigen Zug begegneten Personen. Addie Bundren, die Matriarchin der Farmersfamilie, liegt im Sterben. Noch auf dem Totenbett nimmt sie ihrem Mann Anse das Versprechen ab, sie in ihrem Heimatort Jefferson beizusetzen, wo ihre Sippe heute immer noch lebt. Erst vier Tage nach Addies Tod bricht die Familie mit dem Sarg auf, dabei hegt jedes Mitglied eigene Interessen. Der zahnlose Familienvater Anse will die Reise z.B. dazu nutzen, um ein neues Gebiss zu bekommen; während seine Tochter Geld für eine Abtreibung auftreiben will. Vom Sargbau über den Verkauf einer Fuhre Holz und den beginnenden Regen, der die Flüsse über die Ufer treten lässt, berichten die Familienmitglieder. Im Mittelpunkt steht natürlich der Leichenzug ins nur vierzig Meilen entfernte Jefferson, der aber zu einer beschwerlichen Reise mit einem Mauleselgespann wird. Da berichten die drei Söhne Cash, Darl und Jewel sowie die schwangere Tochter Dewey Dell von ihren Erlebnissen in der Vergangenheit und während des bizarren Unternehmens. Hindernisse und Unglücksfälle beherrschen den makabren Leichenzug durch das fiktive Yoknapatawpha: im Mississippi-Hochwasser stürzt eine Brücke ein - dabei gehen fast Fuhrwerk und Sarg verloren -, außerdem bricht sich Cash sein bereits verkrüppeltes Bein, das man notdürftig mit Zement schient. Dennoch muss es immer weitergehen, denn irgendwie scheint der Geist der toten Addie wie ein Befehl über ihnen zu schweben. Und so lässt Faulkner selbst die Verstorbene einmal zu Wort kommen. Der Leichenzug und die Geschichten der Bundrens bilden zwar den Hauptstrang der Romanhandlung, aber immer wieder berichten auch Personen außerhalb der Familie von ihren Begegnungen mit den Bundrens, so der Arzt, Nachbarn, Drugstore-Inhaber oder der Pastor, der wahrscheinlich früher mit Addie ein Verhältnis hatte. Nachdem Addie begraben wurde, geht das Leben der Familie mit allem Unglück oder Glück weiter: Darl kommt ins Irrenhaus, Cash verliert vielleicht sein Bein, Anse nimmt das Geld seiner Tochter, das sie heimlich für eine Abtreibung beiseite gelegt hat. Er verschwindet damit und kommt nicht nur mit einem Gebiss sondern auch mit einer neuen Frau zurück. Fazit: „Als ich im Sterben lag“ ist ein Höhepunkt im Schaffen William Faulkners, der sich hier als ein hervorragender Kenner des menschlichen Lebens zeigt. Manfred Orlick

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