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Geld und Magie Eine ökonomische Deutung von Goethes Faust

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

11.03.2005

Verlag

Murmann Publishers

Seitenzahl

168

Maße (L/B/H)

21/14/1,2 cm

Gewicht

239 g

Farbe

Elfenbein / Anthrazit

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-938017-25-8

Beschreibung

Rezension

Von Alchemie redet heute niemand mehr. Niemand braucht heute mehr Gold künstlich herzustellen, behauptet Hans Christoph Binswanger, weil sich die moderne Geldwirtschaft als so erfolgreich erwiesen hat, dass es des mühsamen Zusammenbrauens in dunklen Küchen nicht mehr bedarf. …Binswanger zieht in "Geld und Magie" Querverbindungen zwischen der Experimentierfreudigkeit der Alchemisten und den zart anlaufenden Geldmärkten zu Goethes Zeit. In beiden Fällen wird etwas Neues kreiert, aus Ingredienzien wird ein neuer Stoff, im besten Fall Gold, aus Papier wird Papiergeld und noch mehr Geld. Süffisant weist Binswanger darauf hin, dass die Alchemisten die Suche nach dem Stein der Weisen, der Gold, Gesundheit und ewiges Leben versprechen soll, seit einiges Zeit den Ökonomen überlassen haben. In diesem 1985 erstmals veröffentlichten Buch gelingt es Binswanger, die Weitsicht und Skepsis Goethes bezüglich der modernen Ökonomie hervorzuheben. Die wundersame Geldvermehrung entpuppt sich als mephistophelische Blendung und die Wirtschaft als Nullsummenspiel. (Financial Times Deutschland, 15. März 2005)Den "Faust" und namentlich dessen zweiten Teil als Abhandlung über das Wirtschaftswachstum - die Ultima Ratio der modernen Gesellschaft - zu lesen, ist ein kühnes, aber keineswegs abwegiges Unterfangen. Das große Menschheitsdrama ist eben auch die Geschichte eines Investors, dessen Bemühung auf die tendenziell unendliche Vermehrung seines Kapitals zielt. Der Nationalökonom Hans Christoph Binswanger deckt in seiner Abhandlung "Geld und Magie" eine Fülle von Motiven auf, die zeigen, wie wichtig für Goethe die Alchemie ist und was diese wiederum für die moderne Wirtschaft bedeutet. Die ursprüngliche alchemistische Verwandlung ist die "Transmutation" von Blei zu Gold. … Denkt man an die durchaus irrationalen Sensibilitäten der heutigen Börse, dann erkennt man, wie modern "Faust" gerade in dem ist, was sich nicht der bloßen Rationalität verdankt - zum Beispiel im Blick auf die Magie des Geldes. (Neue Züricher Zeitung, 11./12. Juni 2005)"Nostra res agitur - Goethes Faust ist von einer kaum fassbaren Aktualität", so Hans Christoph Binswangers Urteil über das epochale Drama des Weimarer Dichterfürsten. Während der Faust üblicherweise als Liebesdrama und Wissenschaftsparabel rezipiert werde (1. Teil), offenbart Goethe insbesondere im weithin unterschätzten und schwer zugänglichen 2. Teil seine analytische Kraft als genialer Interpret der modernen Wirtschaft. Goethe, so der renommierte und querdenkende Schweizer Ökonom, fasse die Wirtschaft als einen alchemistischen Prozess auf: "…als die Suche nach dem künstlichen Gold, eine Suche, die sich für denjenigen, der sich ihr einmal verschrieben hat, schnell in eine Sucht verwandelt." Wer die Alchemie der Wirtschaft nicht versteht, so lautet die Botschaft von Goethes Faust, kann die ungeheuerliche Dimension der modernen Wirtschaft nicht erfassen. …(Zeitschrift für Sozialökonomie, 147/2005)

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Taschenbuch

Erscheinungsdatum

11.03.2005

Verlag

Murmann Publishers

Seitenzahl

168

Maße (L/B/H)

21/14/1,2 cm

Gewicht

239 g

Farbe

Elfenbein / Anthrazit

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-938017-25-8

Herstelleradresse

Murmann Publishers GmbH
Schopenstehl 15
20095 Hamburg
Deutschland
Email: vertrieb@murmann-publishers.de
Url: www.murmann-verlag.de
Telephone: +49 40 3980830
Fax: +49 40 39808310

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  • Produktbild: Geld und Magie
  • TEIL I
    Die moderne Wirtschaft als alchemistischer Prozess
    Der historische Faust als Alchemist
    Alchemie: Die Herstellung des künstlichen Goldes und die Überwindung der Vergänglichkeit
    "Faust ist ein alchemistisches Drama von Anfang bis Ende"
    Die "Chymische Hochzeit" von Quecksilber und Schwefel
    Vom Gold zum Geld
    Das philosophische Mercurium:
    Die erste Stufe des alchemistischen Prozesses
    Das philosophische Sulphur:
    Die zweite Stufe des alchemistischen Prozesses
    Das philosophische Sal:
    Die dritte Stufe des alchemistischen Prozesses
    Das große Werk
    Die moderne Wirtschaft:
    Fortsetzung der Alchemie mit anderen Mitteln
    Die Wirtschaft als Schöpfungs-Tat
    Tat und Untat
    Die zwei Wetten im Faust-Drama
    Das Scheitern Fausts
    Die Zeit wird Herr
    Plus ultra
    TEIL II
    Der Mensch als Herr der Zeit?
    Wissenschaft, Kunst und Wirtschaft als faustischer
    Versuch zur Überwindung der Vergänglichkeit
    Auf der Suche nach dem Weg zum Baum des Lebens
    Der Weg der Wissenschaft
    Der Weg der Kunst
    Wissenschaft, Kunst und Wirtschaft im Wettstreit mit der Zeit
    Die Wirtschaft als Herrschaft über die Zeit
    TEIL III
    Goethe und die Ökonomie
    Die ökonomische Praxis:
    Wirtschaftliche Aufgaben am Weimarer Hof
    Justus Möser als Vorbild: Der gemäßigte Liberale
    Johann Georg Schlosser und die Physiokratie:
    Die Idee der "imaginären Bedürfnisse"
    Georg Satorius und die Lehre Adam Smiths:
    Zustimmung und Kritik
    Eine ethische Grundlage des Wirtschaftens?
    Der technische Fortschritt und die "großen Projekte"
    Der Saint- Simonistische Irrtum
    Die Kritik am Maschinenwesen und
    der Zauberlehrling von Simonde de Sismondi
    Das Geld als Schlüsselgröße
    Anmerkungen
    Autorenverzeichnis