Die Literaturgeschichte, über die sich ganz Deutschland ereiferte!
Scharfzüngig und humorvoll führt Volker Weidermann, Feuilletonchef der FAS, durch 60 Jahre Literaturgeschichte – von den Exilanten der Kriegszeit wie Thomas Mann oder Lion Feuchtwanger bis zur Gegenwartsliteratur der jungen Pop-Fraktion mit Vertretern wie Benjamin von Stuckrad-Barre oder Christian Kracht. Hochbelesen und gleichzeitig herrlich provokant hat Weidermann mit „Lichtjahre“ eher einen Enthüllungsbericht über die deutsche Literaturszene vorgelegt als eine konventionelle Literaturgeschichte.
Kundinnen und Kunden meinen
4.0/5.0
Christopher Bahn
Book Circle Community
5/5
20.10.2025
Buch (Taschenbuch)
Deutsche Literaturgeschichte
Ein großartiges Buch über die deutsche Literaturgeschichte von 1945 bis heute. Die Kapitel sind nach Themen geordnet, die als charakteristisch jeweils mehreren Autoren zugeordnet werden. Kurze und doch prägnante Formulierungen bleiben bei der Lektüre hängen und geben einen kompakten Überblick über das Thema. Für Literaturinteressierte ein Muss, für alle anderen eine interessante Lektüre. Sehr empfehlenswert.
Sandra von Siebenthal
aus Romanshorn
5/5
02.05.2021
Buch (Taschenbuch)
Eine grossartige Reise durch die neuere deutsche Literatur
«Es ist das subjektive Begeisterungsbuch eines echten Lesers, der Zusammenhänge entdeckt, dringend empfiehlt, einteilt, urteilt und verurteilt, wie es ihm gefällt. Keinen Professoren verpflichtet, keiner Schule und keiner Wissenschaft. Nur sich selbst.»
Das schreibt Volker Weidermann über Das Buch „Deutsche Literaturgeschichte in einer Stunde“ des Dichters Klabund. Nach dem Lesen dieses Buches hat er sich gefragt, wieso es so etwas nicht auch für die Zeit nach 1945 gibt, eine Zeit, die politische wie literarisch so interessant war. Eine Literaturgeschichte, die sich von den sonst üblichen germanistisch-trockenen Ausführungen abhebt, die Literatur wieder mit Leidenschaft und Freude behandelt statt mit ausufernden Analysen im Fachjargon.
«…es umfasst auch eine besonders interessante und aufregende Epoche, eine besonders vielfältige Zeit, in der in Deutschland, im Wesen wie im Osten, in Österreich und in der Schweiz so viele disparate Schreibstile, so viele interessante Lebens- und Schreibentwürfe nebeneinander existieren wie kaum in einer Epoche zuvor. Schreiben gegen die Zensur und auf dem Bitterfelder Weg. Schreiben als Neuerfindung, als politischer Akt, als Selbstbefreiung und Kampf und Wahn und Glück. Und Leben.»
In vielen kleinen Kapiteln, von welchen jedes zwischen zwei und fünf Schriftstellern behandelt führt uns Volker Weidermann auf eine humorvolle, pointiert geschriebene und neben dem sehr hohen Unterhaltungsfaktor auch sehr fundierte, aus grossem Wissen schöpfende Reise durch die Literaturgeschichte nach 1945.
«Das Leben und das Schreiben. Wo kommt einer her? Wie entstehen die guten und also notwendigen Bücher? In welchen persönlichen, politischen, gesellschaftlichen Zusammenhängen. Was ging das für ein Kampf voraus? Was ist das für ein Mensch, der dieses Buch geschrieben hat?»
Nicht nur die Auswahl der behandelten Schriftsteller ist sehr persönlich, auch die Bewertung ihres Schaffens ist es. Eingebettet in eine kurze Beschreibung der Lebensumstände der einzelnen Autoren behandelt er deren Werke, lobt die einen, findet andere langweilig. Er gibt Anekdoten aus dem Leben zum Besten, urteilt in einer prägnanten und immer begründenden Weise, ist bei negativen Aussagen nie abwertend, aber ehrlich.
Volker Weidermann ist hier ein Buch gelungen, das bei einem an Literatur interessierten Leser keine Wünsche offen lässt. Die Leidenschaft dieses kompetenten Literaturliebhabers dringt aus allen Seiten, die Freude am Lesen, das Interesse an den Menschen hinter dem Schreiben ist ansteckend und inspiriert. Die einzige Gefahr, die von diesem Buch ausgeht, ist wohl die, dass die Wunschliste der Bücher, die man unbedingt lesen will, ins Unermessliche steigt.
Fazit:
Ein grossartiges Buch über die Geschichte der deutschen Literatur nach 1945, humorvoll, unterhaltsam, kurzweilig, informativ, fundiert und inspirierend geschrieben. Ganz grosse Leseempfehlung!
Benjamin Haase
aus Bremen, Weserpark
5/5
13.12.2009
Buch (Taschenbuch)
Lichtjahrelang zu lesen!
Wenn Sie über die deutsche Literatur der Nachkriegszeit streichen wollen oder nicht wissen, was Sie die nächsten Monate, Jahre lesen sollen, nehmen Sie die Lichtjahre zur Hand! Durch eine Mischung aus Fakten und Anekdoten werden hier in kurzen Kapiteln sehr unterhaltsam bekannteste und bekanntheitswürdigste Schriftsteller und Werke präsentiert, die in ihren Verwandtschaften und Besonderheiten nahbar werden und nicht nur dadurch Leselust entfachen. Ich selbst hatte danach (und habe immer noch) eine opulente To-read-Liste im Hinterkopf, die beinahe unerschöpflich scheint, aber auf jeden Fall bereichernd wirkt!
Circlestones Books Blog
3/5
09.06.2021
Buch (Taschenbuch)
Ein interessanter Querschnitt
„So ist ein Buch entstanden, das die Geschichte der letzten sechzig Jahre der deutschsprachigen Literatur in vielen einzelnen Porträts beschreibt, in Lebens- und in Werkporträts, die hoffentlich am Ende ein zusammenhängendes Bild ergeben.“ (Zitat Seite 10)
Thema und Inhalt
Der Untertitel dieses Sachbuches beschreibt bereits Thema und Inhalt: „Eine kurze Geschichte der deutschen Literatur von 1945 bis heute“ und beginnt, ergänzt durch entsprechende Rückblicke, im Mai 1945 und endet 2005. Die Auswahl der über 140 Schriftstellerinnen und Schriftsteller (teilweise nur mit einem kurzen Absatz erwähnt) hat der Autor selbst getroffen. Die Werke selbst nehmen einen eher kleinen Teil der jeweiligen Kapitel ein, den Hauptteil bilden geschichtliche Rückblicke und vor allem Anekdoten aus dem Leben der Autoren und Autorinnen.
Umsetzung
Mentor und großes Vorbild von Volker Weidermann war Marcel Reich-Ranicki und ähnlich wie dieser bekannte Literaturkritiker wertet auch Volker Weidermann in diesem Buch teilweise sehr subjektiv und ordnet auch gleich das literarische Schaffen der besprochenen Autoren und Autorinnen je nach politischer Gesinnung in gut und schlecht ein. Das erste Kapitel dieses Sachbuches beginnt mit der Frage „Wo waren sie am 8. Mai?“, nämlich im Mai 1945, und stellt sofort das Werk von Schriftstellern wie Thomas Mann, Hermann Hesse, Heinrich Böll und natürlich Heimito von Doderer ins künstlerische Abseits, lästert über Erich Fried, während er Seite um Seite mit Maxim Biller verbringt. Dass auch er Peter Handke ausschließlich nach „Eine winterliche Reise zu den Flüssen Donau, Save, Morava und Drina“ be- und verurteilt, hat mich in diesem Wertungskontext nicht überrascht. Von „Scharfzüngig und humorvoll“ spricht der Verlag im Zusammenhang mit diesem Querschnitt durch 60 Jahre Literaturgeschichte, für mich lesen sich manche Abschnitte eher als abwertend, denn als scharfzüngig, kombiniert mit Volker Weidermanns leicht überheblichem, belehrenden Schreibstil. Abgesehen davon jedoch ist dieser Ausflug in die deutsche Literatur ein gelungener, anregender Querschnitt, der neugierig macht, bisher Unbekanntes zu entdecken und zu erlesen.
Fazit
Ein Querschnitt durch die deutsche Literaturszene zwischen 1945 bis 2005, wobei der Schwerpunkt weniger auf den Werken der besprochenen Autoren und Autorinnen liegt, sondern auf Gschichterln und Anekdoten aus dem Leben derselben.
Circlestonesbooks.blog
3/5
02.05.2021
Buch (Taschenbuch)
Ein interessanter Querschnitt…
Ein interessanter Querschnitt „So ist ein Buch entstanden, das die Geschichte der letzten sechzig Jahre der deutschsprachigen Literatur in vielen einzelnen Porträts beschreibt, in Lebens- und in Werkporträts, die hoffentlich am Ende ein zusammenhängendes Bild ergeben.“ (Zitat Seite 10) Thema und Inhalt Der Untertitel dieses Sachbuches beschreibt bereits Thema und Inhalt: „Eine kurze Geschichte der deutschen Literatur von 1945 bis heute“ und beginnt, ergänzt durch entsprechende Rückblicke, im Mai 1945 und endet 2005. Die Auswahl der über 140 Schriftstellerinnen und Schriftsteller (teilweise nur mit einem kurzen Absatz erwähnt) hat der Autor selbst getroffen. Die Werke selbst nehmen einen eher kleinen Teil der jeweiligen Kapitel ein, den Hauptteil bilden geschichtliche Rückblicke und vor allem Anekdoten aus dem Leben der Autoren und Autorinnen. Umsetzung Mentor und großes Vorbild von Volker Weidermann war Marcel Reich-Ranicki und ähnlich wie dieser bekannte Literaturkritiker wertet auch Volker Weidermann in diesem Buch teilweise sehr subjektiv und ordnet auch gleich das literarische Schaffen der besprochenen Autoren und Autorinnen je nach politischer Gesinnung in gut und schlecht ein. Das erste Kapitel dieses Sachbuches beginnt mit der Frage „Wo waren sie am 8. Mai?“, nämlich im Mai 1945, und stellt sofort das Werk von Schriftstellern wie Thomas Mann, Hermann Hesse, Heinrich Böll und natürlich Heimito von Doderer ins künstlerische Abseits, lästert über Erich Fried, während er Seite um Seite mit Maxim Biller verbringt. Dass auch er Peter Handke ausschließlich nach „Eine winterliche Reise zu den Flüssen Donau, Save, Morava und Drina“ be- und verurteilt, hat mich in diesem Wertungskontext nicht überrascht. Von „Scharfzüngig und humorvoll“ spricht der Verlag im Zusammenhang mit diesem Querschnitt durch 60 Jahre Literaturgeschichte, für mich lesen sich manche Abschnitte eher als abwertend, denn als scharfzüngig, kombiniert mit Volker Weidermanns leicht überheblichem, belehrenden Schreibstil. Abgesehen davon jedoch ist dieser Ausflug in die deutsche Literatur ein gelungener, anregender Querschnitt, der neugierig macht, bisher Unbekanntes zu entdecken und zu erlesen. Fazit Ein Querschnitt durch die deutsche Literaturszene zwischen 1945 bis 2005, wobei der Schwerpunkt weniger auf den Werken der besprochenen Autoren und Autorinnen liegt, sondern auf Gschichterln und Anekdoten aus dem Leben derselben.
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