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Schnee Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

01.09.2007

Verlag

Fischer Taschenbuch Verlag

Seitenzahl

528

Maße (L/B/H)

19,1/12,6/3,2 cm

Gewicht

386 g

Farbe

Hellblau / Anthrazit

Auflage

9. Auflage

Originaltitel

Kar

Übersetzt von

Christoph K. Neumann

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-596-17456-0

Warnhinweis

nicht erforderlich.

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

01.09.2007

Verlag

Fischer Taschenbuch Verlag

Seitenzahl

528

Maße (L/B/H)

19,1/12,6/3,2 cm

Gewicht

386 g

Farbe

Hellblau / Anthrazit

Auflage

9. Auflage

Originaltitel

Kar

Übersetzt von

Christoph K. Neumann

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-596-17456-0

Herstelleradresse

FISCHER Taschenbuch
Hedderichstr. 114
60596 Frankfurt
DE

Email: produktsicherheit@fischerverlage.de

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  • Katharina Pfeiffer

    aus Wuppertal

    5/5

    13.06.2010

    Buch (Taschenbuch)

    Kafkaesk!

    Wie in Kafkas "Schloss" findet sich Ka plötzlich in einem kleinen muslimischen Dorf gefangen. Der Schnee fällt und läßt niemanden ein noch aus. Eigentlich angereist um einer Reihe von Selbstmorden unter muslimischen jungen Frauen auf den Grund zu gehen, sieht sich Ka plötzlich mit sich und seiner Vergangenheit konfrontiert, kann ihr nicht entfliehen, muss sich stellen. Ein beeindruckendes Buch von maximaler Aktualität. Immer wieder.

  • MonaMayfair

    aus karlsruhe

    1/5

    10.02.2008

    Buch (Taschenbuch)

    ermüdend und anstrengend

    war mir sehr gut gefallen hat, ist die schilderung und beschreibung des schnees und des schneefalls.. das konnte ich vor meinen augen richtig sehen.. das war unglaublich gut beschrieben in seiner intensität.. was mir jedoch nicht zugesagt hat, ist der rest des romans.. er war sehr anstregend und ermüdend geschrieben.. unendliche diskussionen zu immer wieder den selben themen.. aus den leuten selber wurde man nicht so schlau: sollte man sie nun lieben oder verabscheuen?? waren sie "gut" oder "böse"?

  • Bewertung

    aus Berlin

    5/5

    21.02.2019

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Sehr Empfehlenswert

    Der Dichter Ka kehrt nach Jahren aus dem deutschen Exil in die Türkei zurück und erhält den Auftrag, in der Stadt Kars eine Serie von Selbstmorden junger Frauen zu recherchieren. Dieser Roman erzählt zugleich die politische Darstellung der jüngsten Verhältnisse im Innern der Türkei.

  • Alfred Honegger

    aus Lamboing

    5/5

    18.05.2010

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Aufregung in Anatolien

    Auch wenn der türkische Schriftsteller Orhan Pamuk mit den Materien eines Politkrimis spielt, handelt es sich bei seinem Roman "Schnee" nicht um einen Thriller. "Schnee" ist auch mehr als ein Beitrag zu der Polemik, ob Frauen in den öffentlichen Einrichtungen des verweltlichten und doch vornehmlich von Moslems bevölkerten Staates Türkei ein Kopftuch tragen dürfen oder nicht. Orhan Pamuk schildert die türkische Gesellschaft, die im Spannungsfeld zwischen Islam und Verwestlichung, Tradition und Moderne eine neue Identität sucht. Unverhohlen frei prangert er die Intoleranz und Kompromisslosigkeit der Ideologen sowie die Rohheit des türkischen Polizeiapparates an. Die Abriegelung der Stadt Kars durch Schnee und Frostigkeit symbolisiert die Isolierung einer erstarrten Gesellschaft, und die ostanatolische Stadt steht dabei für die Totale der Türkei. Der Name des melancholischen Dichters Ka erinnert wohl nicht zufällig an den Protagonisten K. in einem Roman Franz Kafkas, der in einem verschneiten Dorf eintrifft und vergeblich versucht, Kontakt mit der Schlossverwaltung aufzunehmen ("Das Schloss"). Orhan Pamuk hat die Gestalten differenziert charakterisiert und ihnen authentisch wirkende Zwiegespräche in den Mund gelegt. "Schnee" ist ein atmosphärisch dichter, komplexer, mitreissender, scharfsinniger und zuweilen erfinderischer Roman von Orhan Pamuk, in dem ein Romancier namens Orhan als Verfasser des Buches auftritt. Diese Masche kennt man auch aus anderen Romanen, aber die beginnen und enden in der Gewohnheit mit einer Rahmenhandlung (z. B.: "Der Name der Rose"). Orhan Pamuk beginnt seinen Roman "Schnee" dagegen mit der Reise Kas nach Kars und führt den Icherzähler erst später schleichend ein. "Ich bin ein alter Freund von ihm und weis schon, was ihm in Kars begegnen wird, bevor ich überhaupt zu erzählen beginne. (Seite 15) " Einer der letzten Sätze in diesem Roman lautet: "Keiner kann uns aus der Ferne verstehen." [Orhan:] "Es glaubt sowieso keiner so einem Roman." "Doch, sie werden das glauben", sagte er erregt. "Um sich selbst klug, überlegen und human zu finden, werden sie glauben wollen, dass wir lächerlich und nett sind und dass sie uns so verstehen und sympathisch finden können. Aber wenn Sie das, was ich jetzt sage, schreiben, bleibt bei ihnen wenigstens ein Zweifel zurück." (Seiten 808-809)

  • raubkatzal

    aus Wien

    5/5

    26.02.2007

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Feinmaschig gestricktes Netz zwischen Orient und Okzident!

    Orhan Pamuk ist nicht ohne Grund der bedeutendste türkische Schriftsteller der Gegenwart: Er hat mit Schnee (das mein erstes Buch ist, was ich von ihm gelesen habe) einen politisch höchst brisanten, teilweise verwirrenden Roman geschaffen. Pamuk inszeniert an diesem gottverlassenen Ort einen Politkrimi, in dessen Verlauf lokale Machtkämpfe und Religion, Skandale, Gewalt und Verbitterung untrennbar verknotet werden. Es ist sehr schade, dass der Roman in seiner Heimatstadt so eine Resonanz gefunden hat, es wird somit sein einzige "richtig politischer" Roman bleiben. "Schnee" stellt eine alte Frage neu und äußerst radikal: die Frage nach der Identität des Einzelnen in einer abgrundtief gespaltenen Gesellschaft, man wankt immer zwischen Orient und Okzient, aber braucht niemals auf den roten Leitfaden verzichten, der sich zielsicher durch die Erzählung schlängelt. Wirklich empfehlenswert!

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