Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

20.09.2006

Verlag

Insel

Seitenzahl

364

Maße (L/B/H)

17,6/10,9/2,2 cm

Gewicht

220 g

Farbe

Silbergrau

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-458-35204-4

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

20.09.2006

Verlag

Insel

Seitenzahl

364

Maße (L/B/H)

17,6/10,9/2,2 cm

Gewicht

220 g

Farbe

Silbergrau

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-458-35204-4

Herstelleradresse

Insel Verlag Anton Kippenberg GmbH & Co. KG
Torstr. 44
10119 Berlin
DE
info@insel-verlag.de

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  • LongGoneBy

    aus Wien

    4/5

    10.03.2007

    Buch (Taschenbuch)

    deutscher Klassiker des Realismus

    Dieser Roman ist eine echter Klassiker der deutschen Literatur, den jeder gelesen haben sollte. Als hervorragend ist hier besonders die Doppeldeutigkeit der Sprache Fontanes zu nennen. So spiegeln z.B. Naturbeschreibungen oder die Häusersymbolik die Situation der Charaktere wieder. Diese sind sehr gut gezeichnet und durchweg interessant, allen voran die Hauptfigur Effi, die sich vom fröhlichen Mädchen zu einer einsamen und unglücklichen Frau wandelt. Zwar ist "Effi Briest" von der Handlung her nicht spannend, aber dennoch ein interessantes und mitreißendes Portrait einer Frau, die an Einsamkeit und Verachtung zugrunde geht.

  • Tamara von full-bookshelves

    aus Wien

    3/5

    11.03.2021

    Buch (Taschenbuch)

    Gutes Buch aber leider nicht umwerfend

    Meinung: Mit Effi Briest kann ich einen weiteren Klassiker von meiner Leseliste streichen. Ich bin sehr froh, dass ich das Buch in einem Buddyread gelesen habe, denn ansonsten hätte ich es vermutlich abgebrochen. Auch wenn mir die Geschichte insgesamt ganz gut gefallen hat, vor allem die Sprache (speziell in den Dialogen) hat es mir angetan, hatte ich so meine Schwierigkeiten beim Lesen. Vor allem mit den wirklich endlos langen Beschreibungen und verschachtelten Sätzen. Wenn ein einziger Satz eine halbe Seite einnimmt, ist es mir dann doch etwas zu viel. Effi ist eine junge Frau, eigentlich noch ein Mädchen, als sie den fast doppelt so alten Geert von Innstetten heiratet. Sie ziehen in eine Kleinstadt und langsam aber sicher macht sich bemerkbar, dass die Ehe nicht so ideal läuft. Was sicher zum Teil daran liegt, dass Effi in vielerlei Hinsicht noch sehr kindlich ist aber auch an Innstetten, der sich auf seine Karriere konzentriert und seine Frau dabei relativ links liegen lässt. Mit dem Apotheker Gieshübler bekommt Effi einen wirklich netten Freund und Vertrauten, ich habe die Passagen mit ihm sehr genossen. Als sie Major Crampas, einen von Innstettens Freunden, kennen lernt, bemerkt man auch eine Veränderung an Effi. Sie flirten miteinander und während dieser Zeit merkt man, wie sie vom Mädchen zur Frau wird. Die Affäre zwischen den beiden wäre nie jemandem aufgefallen, vor allem auch weil Effi und Innstetten bald nach Berlin umziehen und sie damit auch beendet ist. Doch nachdem sechs Jahre vergangen sind, findet Innstetten mehr durch Zufall einige Briefe - von Crampas an Effi. Auch wenn es keine aktuellen Briefe sind, besteht er auf ein Duell mit Crampas. Angetrieben wird er dabei definitiv nicht von Liebe oder Eifersucht, sondern von seiner „es gehört sich einfach so“-Einstellung. Effi muss er natürlich auch verstoßen und ab dem Moment geht es mit ihr ziemlich bergab. Fontane konnte eindeutig mit Worten umgehen. Scheinbare Kleinigkeiten werden irgendwann zu wichtigen Teilen der Geschichte. Man merkt allerdings deutlich, dass Fontane das Buch zu einer Zeit schrieb, als Frauen noch eine sehr niedrige gesellschaftliche Stellung hatten. Das Frauenbild in dem Buch ist, einfach ausgedrückt, eine Katastrophe. Fazit: Ein gesellschaftskritischer Roman, der die Moral- und Ehrauffassungen der oberen Gesellschaftsschichten Ende des 19. Jahrhunderts gut eingefangen hat. Mit vielen Dialogen lernt man die Charaktere sehr gut kennen und bekommt tiefe Einblicke in ihr Denken und Handeln. Es wird keiner meiner liebsten Klassiker, aber dennoch habe ich das Buch gerne gelesen.

  • Lea

    5/5

    02.08.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Starke Novelle

    Dieses Buch behandelt Themen wie Isolation, psychische Folter und die Schrecken des Nationalsozialismus. "Schachnovelle" ist Stefan Zweigs letzte und vielleicht tiefgründigste Novelle, die er kurz vor seinem Tod 1942 im brasilianischen Exil vollendete. Auf einer Schiffsreise von New York nach Buenos Aires begegnen die Passagiere dem arroganten Schachweltmeister Mirko Czentovic. Trotz ihrer Bemühungen sind sie ihm auf dem Schachbrett klar unterlegen. Erst als ein geheimnisvoller Passagier, Dr. B., eingreift, beginnt sich das Blatt zu wenden. Dr. B. offenbart seine erschütternde Geschichte von Isolation und Wahnsinn, die ihn zu einem außergewöhnlichen Schachspieler gemacht hat. Stefan Zweigs Schreibstil ist meisterhaft und präzise. Er schafft es, in nur wenigen Seiten eine intensive und fesselnde Atmosphäre zu erzeugen. Die Sprache ist reich an psychologischen und philosophischen Reflexionen, die den:die Leser:in tief in die Gedankenwelt der Charaktere eintauchen lassen. Die Erzählweise ist flüssig und elegant, was das Lesen zu einem wahren Genuss macht. ✒️ Die Charaktere sind eindrucksvoll und tiefgründig gezeichnet. Mirko Czentovic verkörpert den kalten, berechnenden Geist, während Dr. B. den kreativen, leidenden Intellektuellen darstellt. Czentovic, der ungebildete Schachgenie, ist ein eindrucksvoller Antagonist, dessen Arroganz und soziale Unbeholfenheit ihn zu einer unvergesslichen Figur machen. Dr. B., dessen schmerzhafte Vergangenheit und psychische Qualen ihn zu einem zerrissenen Genie gemacht haben, ist ein tragischer Held, dessen Geschichte unter die Haut geht. Der Plot der "Schachnovelle" ist einfach, aber tiefgründig. Die Begegnung der Passagiere mit Czentovic und die darauf folgende Schachpartie bilden den Rahmen, in dem die eigentliche Geschichte von Dr. B. entfaltet wird. Seine Erzählung von der Gefangenschaft durch die Gestapo und der daraus resultierenden psychischen Zermürbung ist erschütternd und faszinierend zugleich. Die Schachpartien dienen als Metapher für den inneren Kampf und die geistige Stärke, die Dr. B. entwickelt hat, um der totalen Verzweiflung zu entkommen. Zweig illustriert eindrucksvoll, wie Isolation und geistige Anstrengung sowohl Rettung als auch Verderben bedeuten können. ♟️ Fazit: "Schachnovelle" ist ein kleines literarisches Meisterwerk, das tief in die menschliche Psyche und die Schrecken des Totalitarismus eintaucht. Zweig gelingt es, eine packende und bewegende Geschichte zu erzählen, die mich noch lange nach dem Lesen beschäftigt. Die brillanten Charakterstudien und die dichte Atmosphäre machen dieses Buch zu einem unvergesslichen Leseerlebnis. Es ist ein Muss für jede:n, der:die sich für Psychologie, Geschichte und die dunklen Facetten der menschlichen Natur interessiert.

  • Bewertung

    5/5

    01.07.2024

    Buch (Taschenbuch)

    Ein Romanklassiker, der es verdient hat

    Zu aller erst sollte man sich im klaren sein, dass dieses Buch im Jahr 1895 schrieben wurde. Dementsprechend ist die Schreibweise etwas gealtert, nichts desto trotz kann es sehr gut gelesen werden. Fontane schreibt sehr Detailreich, bildlich und legt wert auf eine ausführliche Charakterbeschreibung. Er beschreibt auch gerne die Politik, Wissenschaft und Gesellschaftsnorm der damaligen Zeit. Es könnte also für manche Leser an manchen Stellen etwas langatmig werden. Ich persönlich fand das Buch wirklich ziemliche gut und interessant. Besonders mochte Ich die Charaktere, die Geschichte rund um Effi bezüglich ihrer Ehe, sowie Ehrfahrungen oder Freundschaften und die Bildgewandheit. Meiner Meinung nach ein Buch, welches gelesen werden sollte.

  • Klaus Effing

    aus Köln

    5/5

    01.05.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Die tiefen Folgen einer Folter durch Nichtbeschäftigung

    In dem Buch "Schachnovelle" von Stefan Zweig wird eindrucksvoll die Folter durch Nichtbeschäftigung thematisiert, die zu einer Zermürbung der Psyche führen kann. Die beiden Protagonisten, Dr. B. und Czentovic, stehen dabei im Mittelpunkt der Handlung. Dr. B. ist ein intelligenter und gebildeter Mann, der durch seine Leidenschaft für Schach eine Flucht vor der Realität findet. Er wurde von den Nazis inhaftiert und nicht klassisch gefoltert oder zur Zwangsarbeit verurteilt. Ihm wurde keinerlei Beschäftigung gegeben, keine Unterhaltung, kein Buch, nichts. Seine hieraus folgende tiefe Verzweiflung und sein Kampf gegen die Isolation machen ihn zu einem faszinierenden Charakter. Durch einen Zufall kann er ein Buch mit Schachpartien stehlen und dies ist seine einzige Ablenkung. Auf der anderen Seite haben wir Czentovic, einen einfachen Mann mit begrenztem Horizont, der durch sein Talent im Schachspiel zu Ruhm gelangt ist. Seine Arroganz und Unnahbarkeit stehen im starken Kontrast zu Dr. B. und verdeutlichen die unterschiedlichen Bewältigungsstrategien in einer Extremsituation. "Schachnovelle" ist ein Meisterwerk der psychologischen Literatur, das eindringlich die Auswirkungen von Isolation und Folter auf die menschliche Psyche beleuchtet. Stefan Zweig gelingt es, die Spannung bis zum Schluss aufrechtzuerhalten und den Leser mit den tiefgründigen Charakteren zu fesseln. Ein Buch, das zum Nachdenken anregt und lange nachhallt.

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