Rezension
»In den sieben dokumentarisch anmutenden Erzählungen führt Djebar das Porträt algerischer Frauen fort und beginnt etwas ganz Neues. Diese Frauen sind aus Fleisch und Blut. Ihre Augen haben sich aus dem Schleier befreit und ihre Stimmen sind hörbar. Deshalb hat Assia Djebar bei all dem Bluten und Sterben dennoch ein kraftvolles und versöhnliches Buch geschrieben.« ("Münchner Merkur")
»Assia Djebar zeigt in ›Oran – Algerische Nacht‹ das grausame Schicksal algerischer Frauen auf, die im Netz von Traditionen und patriarchalen Machtstrukturen die ewigen Verliererinnnen zu sein scheinen, sich aber mit viel Kraft einen eigenen Lebensraum bewahren und so ein bisschen Hoffnung in der Zwickmühle von Bürgerkrieg, drohender Vergewaltigung und Rechtlosigkeit schöpfen können und müssen.« ("Burghauser Anzeiger")
»Mit ihrem neuen Buch ›Oran – Algerische Nacht‹ weitet Djebar zwar den Blick auf das nordafrikanische Land, hinterlässt aber beim Leser nachhaltig den Eindruck, dass Blut, Tränen und Leid die Geschichte der ehemaligen französischen Kolonie begleiten.« ("Westfälische Rundschau")
»Keine leichte Lektüre, aber aufmerksamen und interessierten Lesern empfohlen.« ("Buchprofile 47")
»Die algerische Schriftstellerin versucht den Blick einer breiten Öffentlichkeit auf die unerträgliche Lage in Algerien zu lenken.« ("SR 2 KulturRadio")
»Die Geschichten sind dicht, zuweilen von einem ganz anderen, sehr erdigen, fast magischen Realismus geprägt. Ein Buch, das Mut macht.« ("Good Life")
»Keine arabische Schriftstellerin reißt die Barrieren zum Leser so vehement nieder, keine erzählt mit so schwebender Präzision und unwiderstehlicher Intensität. Ihre verletzliche Zartheit entlarvt die Täter. Ihre Erinnerung eröffnet den Dialog mit den Toten. Assia Djebar schreibt in Trauer, die trotz allem glaubt – an das Weiterleben der Gemordeten, an die Kraft der Schwachen.« ("Sächsische Zeitung")
»Den alltäglichen Terror und die Angst der Menschen vor Anschlägen vermittelt Djebar eindringlich, mit erschütternden Bildern.« ("Der Spiegel")
»Aus diesem Algerien, von Frauen, Bruchstücken ihres Lebens, vom Albtraum der Hizbullah, erzählt Assia Djebar.« ("Gegenwart")