Der Roman „Effi Briest“ wurde als Zweiteiler 1894/95 in der „Deutschen Rundschau“ veröffentlicht. Als Vorbild für die Handlung, griff Fontane eine Ehetragödie auf, die in den 1880er-Jahren für großes Aufsehen sorgte, und verwebt die realen Persönlichkeiten mit seinen fiktiven Charakteren. Am Anfang der Geschichte steht die Verlobung zwischen Baron von Innstetten, einem Freund der Familie von Briest, und deren Tochter Effi. Diese folgt dem mehr als zwanzig Jahre Älteren nach Kessin, obwohl sie Innstetten nicht liebt, und beginnt, von ihrem Mann oft allein gelassen, sich zu langweilen. Trotz eines gemeinsamen Kindes verfestigt sich die Beziehung zwischen den Eheleuten nicht und Effi beginnt eine Liebesbeziehung mit dem Bezirkskommandanten Crampas. Das Verhältnis bleibt ohne Leidenschaft und so kann Effi es leicht beenden, als sie mit ihrem Mann nach Berlin ziehen soll. Dort verlebt sie ruhige und harmonische Jahre, bis Innstetten Briefe findet, die das Verhältnis zwischen Effi und Crampas enthüllen. Nach einem Duell mit dem Nebenbuhler, aus dem Innstetten als Sieger hervorgeht, lässt er sich von Effi scheiden und behält das Kind bei sich. Als Effi die inzwischen Zehnjährige zufällig trifft und bemerkt, dass sie sich völlig entfremdet haben, erleidet sie einen Zusammenbruch und stirbt bei ihren Eltern. Der Roman wird von Thomas Mann als „modernstes Werk, das am deutlichsten über die bürgerlich realistische Epoche hinaus in die Zukunft weist“, beschrieben.
Kundinnen und Kunden meinen
3.0/5.0
Bewertung
aus Eisenhüttenstadt
5/5
03.12.2021
Buch (Taschenbuch)
Zu empfehlen
Gutes lesenswertes Buch. Dieses Buch stellt gesellschaftliche Verhältnisse zu Zeiten Bismarks dar, es zeigt ebenfalls die Träume der jungen Effi Briest
Intentions
2/5
28.04.2023
Buch (Taschenbuch)
"Effie Briest" war ein Buch,…
"Effie Briest" war ein Buch, welches ich aus irgendeinem Grund unbedingt lesen musste. Am Ende musste ich feststellen, dass es jetzt nicht großartig eine Enttäuschung war und doch konnte es mich auch nicht überzeugen. Im Gegenteil. Ich habe die Geschichte schon mehrfach unter anderen Titeln gelesen und eben die anderen Klassiker konnten mich mehr überzeugen. Ein Buch, das mir nicht lange im Kopf bleiben wird.
SKcharly
2/5
03.08.2014
Buch (Taschenbuch)
Dieser Roman wird nicht…
Dieser Roman wird nicht umsonst als Schrecken des Oberstufen-Deutschunterrichts angesehen! Das Werk mag seine literarischen Tiefen und bemerkenswerten Brücken haben, keine Frage, und dafür auch der eine Stern, aber es ist absolut kein Lesevergnügen. Es liegt nicht daran, dass es ein verhältnismäßig langes Werk ist, vielmehr fehlt es ihm an interessantem Inhalt. Elendig lang wird das langweilige und dramatisch-tragische Leben der Effi Briest geschildert. In diesem geschieht jedoch nichts von Interesse, und die kleinen Dramen die sich erreignen werden so lieblos und langegezogen dargestellt, dass man als Leser jegliches Interesse verliert. Als persönliches Fazit würde ich es also nur gebildeten Sprachwissenschftlern und Literaten empfehlen, die schon während dem Lesen tiefsinnige Analysen und Zusammenhänge erkennen wollen,aber gewiss keinem, der eine interessante und spannende Geschichte erwartet.
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