"Es war im Jahr 1924. Wo heute unser Kollege liegt, war damals ein kleiner Ail von sesshaften armen Bauern. Ich war vierzehn Jahre alt. Im Herbst erschien im Ail ein fremder Bursche, der einen Soldatenmantel trug. Zuerst hieß es, der Fremde sei der Armee-Kommandeur gewesen, dann stellte sich heraus, dass es Düischen war." So beginnt "Der erste Lehrer", die Geschichte von Düischen, der selbst kaum lesen und schreiben kann, dessen einzige Ausbildung die Liebe zu seinen Schülern ist. Eine Geschichte, "die zeigt: so kann, so soll, so muss Schule sein." (Die Zeit)
Kundinnen und Kunden meinen
5.0/5.0
Bewertung
5/5
27.06.2024
Buch (Gebundene Ausgabe)
Eine einfache Empfehlung
Mir wurde das Buch von einem Deutschlehrer meiner Schule empfohlen und mehr durch Zufall merkte ich mir den Namen und kaufte sogar. Die ersten paar Seiten waren gut, aber nicht überragend (in meiner Empfindung eine von vielen Geschichten in der ein Autor von der Rückkehr in ein kleines Dorf, seine Heimat, die er vor langer Zeit zurückgelassen hat, berichtet), doch als die Geschichte von Altynai begann, konnte ich das Buch nicht mehr aus den Händen legen und war enttäuscht als es schon fertig war. Ich bin sehr beeindruckt, schon lange hat mich kein Buch mehr so in seinen Bann gezogen (spannend, bedeutend, schlicht und tiefgreifend zugleich) und im Nachhinein sind auch diese ersten paar Seiten gut und wichtig für den gesamten Zusammenhang der Geschichte.
Leseratte
aus Hohenwestedt
5/5
09.08.2020
Buch (Gebundene Ausgabe)
Tschingis Aitmatow
Tschingis Aitmatow ist ein Autor, der es versteht, seine Leser in den Bann zu ziehen. Seine Erzählungen sind kurz, aber knackig. "Der erste Lehrer" erzählt die Geschichte von Düischen, einem Soldaten, der in seinem Heimatort den Kindern Lesen und Schreiben beibringen soll. Zum Anfang sind die Leute skeptisch, aber die Kinder lieben Düischen. Bildung gegen Tradition. Es ist das zweite Buch von Tschingis Aitmatow, das ich gelesen habe. "Djamilja" hat mir schon sehr gut gefallen. Die Erzählung "Der erste Lehrer" finde ich noch besser. Aitmatows Schreibstil ist gefühlvoll, natürlich, aber nicht kitschig.
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