Tom Ripley ist ein sympathisch-unmoralischer Exil-Amerikaner, der südlich von Paris ein luxuriöses Leben führen will – um jeden Preis. Immer wieder gelingt es dem erfolgreichen Serienhelden, sich vor der Polizei und seinen Verfolgern hakenschlagend aus dem Staub zu machen und dem erwartbaren Verbrecherschicksal eine Nase zu drehen.
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4.0/5.0
Simply Another Bookaholic
Thalia Book Circle Community
3/5
23.02.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Die dunkle Kunst der Verführung zum Bösen
Tom Ripley lebt zurückgezogen, kultiviert und scheinbar ruhig in einem kleinen französischen Dorf. Doch hinter der eleganten Fassade verbirgt sich ein manipulativer, skrupelloser Geist. Als ihn eine gekränkte Eitelkeit zu einem grausamen Spiel treibt, zieht er den todkranken Jonathan Trevanny in einen Mordauftrag hinein, wohlwissend, dass dieser nichts mehr zu verlieren hat.
Was als perfide Manipulation beginnt, entwickelt sich zu einem psychologischen Katz-und-Maus-Spiel, in dem Schuld, Angst, Verzweiflung und Moral immer weiter verschwimmen. Jonathan, ein Mann mit Gewissen, wird langsam in eine Welt gezogen, die ihm völlig fremd ist. Er erkennt, wie dünn die Grenze zwischen Opfer und Täter sein kann.
“Ripley’s Game” ist ein düsterer Thriller, der weniger auf Action als auf psychologische Spannung setzt. Ein Roman, der zeigt, wie leicht ein Mensch unter Druck zu etwas fähig wird, das er sich selbst niemals zugetraut hätte. Ich fand “Ripley’s Game” extrem spannend, beklemmend und psychologisch unglaublich stark. Die Geschichte lebt nicht von schnellen Wendungen, sondern von der stillen, stetig wachsenden Bedrohung.
Autorin Patricia Highsmith schafft es hier in dem im Jahre 1974 erschienenen Roman eine Atmosphäre zu schaffen die düster, ruhig und fast schon bedrückend ist. Die moralischen Grauzonen, die inneren Konflikte und die psychologische Tiefe haben mich direkt mitgerissen. Was mich auch an diesem bereits vor über 50 Jahren schienenen Buch interessiert hat, ist wie alles ohne Internet funktioniert hat. Rein Verbrechenstechnisch könnte man (leider) sagen es war schon fast zu einfach so einen Fall zu kreieren. Sehr spannend!
Polar
aus Aachen
5/5
01.10.2007
Buch (Taschenbuch)
Vom Anlegen
Wenn man sich daran erinnert, mit welcher Nachsicht, Zuneigung Patricia Highsmith über ihren Ripley gesprochen hat, sieht, daß sie ihm allein vier Roman gewidmet hat, wird man nicht abstreiten wollen, daß es sich bei ihm um eine zentrale Figur im Werk der Highsmith handelt. Ripleys Game ist dabei der beste von den vier Romanen. In ihm beschreibt die Highsmith, wie er in seine Rolle hineinwächst, wie ihn die Sehnsucht nach einem anderen Leben dazu verführt, sich dieses Leben einzuverleiben. Er wird zu einem Meister der Verstellung, bereit sich selbst zu verleugnen, wird zum Mörder, wie Betrüger und maßt sich alles an, was seiner ehemaligen Existenz zu fehlen scheint. Highsmith Suspense ist viel gerühmt worden. In manchen ihrer Romane schleicht er eher daher. So offen, so rücksichtslos schreibt sie selten. Sie verdankt diesen Stil Ripley, der die Skrupellosigkeit einfordert, ständig auf der Flucht vor der Entdeckung ist. Nur eines bleibt ihm versagt: Die Liebe. Und da steht er nicht allein im großen Kosmos, unter dem Patricia Highsmith die Welt morden läßt.
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