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Produktbild: Repräsentation und Realität
Band 1394

Repräsentation und Realität

1

10,00 €

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

23.12.1998

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

218

Maße (L/B/H)

1,3/10,8/17,7 cm

Gewicht

138 g

Farbe

Dunkellila

Auflage

2

Originaltitel

Representation and Reality

Übersetzt von

Joachim Schulte

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-518-28994-5

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

23.12.1998

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

218

Maße (L/B/H)

1,3/10,8/17,7 cm

Gewicht

138 g

Farbe

Dunkellila

Auflage

2

Originaltitel

Representation and Reality

Übersetzt von

Joachim Schulte

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-518-28994-5

Herstelleradresse

Suhrkamp Verlag GmbH
Torstr. 44
10119 Berlin
DE
info@suhrkamp.de

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  • Zitronenblau

    3/5

    12.01.2021

    Buch (Taschenbuch)

    Putnam vs. Putnam

    Hilary Putnam gehört zu den bedeutendsten Philosophen unserer Zeit hinsichtlich der Philosophie des Geistes. Als Begründer oder besser Erneuerer des Funktionalismus (der einen materialistischen Beigeschmack hat, durchaus aber auch idealistisch, besser mentalistisch wirksam positioniert werden kann) erreicht mit seiner Theorie eine Art Reduktion mentaler auf die funktionalen Zustände. Das große Contra ist die Qualia (also Beschreibung des 1. Person-Erlebens). Putnam gehört heute zu den größten Kritikern des Funktionalismus und das vorliegende Buch, welches eine "lose Stringenz" innehat, aber sehr stark in medias res geht, sodass der Laie Schwierigkeiten hat, der teils sehr rekursiven und sprunghaften Argumentation zu folgen, geht u. a. auf die "Selbstkritik" ein. Was Putnam bewegt, ist sein Externalismus (und das ist das für mich eigentlich Spannende): "Gedanken sind nicht im Kopf." M.a.W. (und das ist auch der Grund für die Abkehr eines internalistischen Funktionalismus), Gedanken seien keine inneren Zustände, sondern von Umwelt sowie den Mitmenschen konstituiert (s. Kapital 2, Ulmen und Buchen). Das hat Folgen auch für die Referenzproblematik: "Kurzum, der Bezug wird nicht durch die Bedingungen oder Gegenstände in individuellen Gehirnen/Geistern bestimmt, sondern er wird sozial festgelegt." Wir müssen uns also vorstellen, dass Gedanken trotz gleichen funktionalen Zustandes mental unterschiedlich (Nichtidentität mit dem funktionalen Zustand) sein können. Aber ist dieser Unterschied Grund, die Gedanken dann "draußen" zu verorten? Auch das Zwillingserde-Experiment, in der eine Welt, die keine mögliche Welt (im Sinne einer kontrafaktischen Situation) ist, vorgestellt wird, ist an sich wohl richtig, aber problematisch dergestalt, dass vermutlich keine Zwillingserde mit XYZ statt Wasser (H2O) existiert. Für mich klingt das alles nach Reaktivierung eines Universalienstreits. Wenn a zum Quadrat mal b zum Quadrat gleich c zum Quadrat ist, dann ist dieser "Gedanke" unabhängig von Hans und Frieda und wenn er "im Kopf" wäre, so wäre er eben der Satz des Hans und der Satz der Frieda. Putnam kommt zum Schluss über die Bedeutung, sie seien interaktionsabhängig, nicht an sich wesenhaft, sondern identitätshabend in der Zeit. (Er bespricht natürlich auch die Bedeutungsähnlichkeit z.B. von Block). Nun ist der Satz des Pythagoras aber ein analytischer. Er ist a priori. D.h. Hans ist in einem mentalen Zustand der identisch ist mir dem funktionalen Zustand, vor allem dann, wenn Hans der einzige Mensch auf der Welt ist, also kein anderer Mensch mit Geist/Gehirn dies mitkonstituiert. Ich brauche theoretisch auch keine Umwelt für den Satz des Hans (Pythagoras). Mir kommt der Externalismus sehr metaphysisch vor. Die Aussage (Proposition) das a-Quadrat mal b-Quadat gleich c-Quadrat ist, lässt sich (eben als Aussage) sprachlich (also begrifflich) ausdrücken, ohne dass ich eine Gemeinschaft brauche! Das Problem der Qualia bespricht Putnam nicht, aber der Einwand ist berechtigt: Schmerz hat gewisse funktionale Zustände (oder ist solche). Aber reichen die hin, um die Empfindung des Schmerzes (Qualia-Erleben) im mentalen Zustand zu beschreiben? Oder anders, wenn wir eine Maschine diese funktionalen Zustände berechnen lassen, "erlebt" sie diese als Schmerz (vorausgesetzt Mentalismus lässt sich auf Funktionalismus reduzieren)? Putnam bespricht dieses Problem nicht, obschon es seine Position stärken würde. Eine Theorie wird in diesem Buch wenn überhaupt nur in Ansätzen geboren...

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