• Produktbild: Die Ästhetik des Wortes
  • Produktbild: Die Ästhetik des Wortes
Band 967

Die Ästhetik des Wortes

Aus der Reihe edition suhrkamp
1

18,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei

Lieferung nach Hause

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

04.12.1979

Herausgeber

Rainer Grübel

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

368

Maße (L/B/H)

17,7/10,8/2 cm

Gewicht

302 g

Farbe

Neon Pink

Auflage

10. Auflage

Originaltitel

Angabe fehlt

Übersetzt von

Sabine Reese + weitere

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-518-10967-0

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

04.12.1979

Herausgeber

Rainer Grübel

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

368

Maße (L/B/H)

17,7/10,8/2 cm

Gewicht

302 g

Farbe

Neon Pink

Auflage

10. Auflage

Originaltitel

Angabe fehlt

Übersetzt von

  • Sabine Reese
  • Rainer Grübel

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-518-10967-0

Herstelleradresse

Suhrkamp Verlag
Torstraße 44
10119 Berlin
DE

Email: info@suhrkamp.de

Kundinnen und Kunden meinen

Informationen zu Bewertungen

Zur Abgabe einer Bewertung ist eine Anmeldung im Konto notwendig. Die Authentizität der Bewertungen wird von uns nicht überprüft. Wir behalten uns vor, Bewertungstexte, die unseren Richtlinien widersprechen, entsprechend zu kürzen oder zu löschen.

Die Bewertungen sind nach Format, Anzahl Sterne und Datum sortiert.

  • Zitronenblau

    3/5

    08.07.2012

    Buch (Taschenbuch)

    Bachtins Kunst- und Literaturtheorie

    Bachtins literaturtheoretisches Schaffen ist zweifelsohne neben zu Klassikern gewordenen Größen wie Jakobson, Genette, Jauß, Barthes, Szondi, Benjamin, Kristeva oder de Man außerordentlich bedeutsam. Das vorliegende Buch "Die Ästhetik des Wortes", eingeführt von Grübel, stellt ein Kompendium dar, welches Bachtins Schriften "Das Problem von Inhalt, Material und Form im Wortkunstschaffen", "Das Wort im Roman", "Aus der Vorgeschichte des Romanwortes" etc. enthält. Zuerst kommen wir zu Grübels fast neunzigseitiger Einführung. Mir ist der Zugang zu Bachtin hier leider eher erschwert worden. Der Text ist zäh und voll der Bezüge, die ein Laie wie ich kaum zuzuordnen weiß. Der Text wirkt, diese Wertung sei mir gestattet, eher wie eine Selbstbeweihräucherung denn eine systematische Inauguration. Bachtin selbst schreibt ex aequo sehr unsystematisch, sprunghaft, leider kaum methodisch und so abstrakt und wenig am konkreten Beispiel (wenn ich da nur an Genette denke, der praktischer hätte nicht "theoretisieren" können). Der Text "Das Problem von Inhalt, Material und Form im Wortkunstschaffen" beschäftigt sich sehr stark mit der Frage vom ästhetischen Verhältnis Form und Inhalt. Ironischerweise schreibt Bachtin: "Eine systematisch bestimmte Poetik muß eine Ästhetik des Wortkunstschaffens sein." Tja, hätte er sich besser an sein eigenen Credo gehalten. Der Text weist den deterministischen Anspruch des Metrials als Kunst schaffend soweit zurück, dass der Inhalt mehr hervortritt (Zusammenspiel architektonische Formen der Thematik und kompositionelle Formen der Stilistik). Stil ist für Bachtin DAS ästhetische Moment, begriffen als Synthese aus Form udn Inhalt. Zu philosophisch und wenig wissenschaftlich ist er, wenn er meint: "die Poesie preßt gleichsam alle Säfte aus der Sprache heraus..." Material des Wortes ist das lautliche Moment, die gegenständliche Bedeutung des Wortes, das Moment der Wortkombination, das intonative Moment (Ausdruck axiologischer Beziehungen) sowie die Empfindung der verbalen Aktivität... Das Wort erhält so den zentralen Stellenwert, wird aber zugleich metaphorisiert: Synekdoche der "poetischen Sprache" (die nicht als solche allein "ist", wie wir noch sehen werden...). Schön zu lesen der Satz: "Als Schöpfer erlebt sich das einzigartige Subjekt Mensch nur in der Kunst." Weiter also zum nächsten Aufsatz: "Das Wort im Roman". Dieser ist analytischer und geht stärker in die "Materie Literatur", dennoch wirken Sätze wie "die Ausrichtung [Intention] auf den Gegenstand eines solchen Wortes in der Art eines Strahls [...], dann wird das lebendige und unwiederholbare Spiel der Farben und des Lichts in den Facetten des von ihm erbauten Bildes nicht durch die Brechung des Wort-Strahls im Gegenstand selbst erklärt, sondern als seine Brechung in jener Spähre fremder Wörter, Wertungen und Akzente, durch die der Strahl fällt..." ziemlich hanebüchen. Bachtin taucht tiefer in die vor allem russische Romanwelt (Tolstoi, Dostojewski), aber auch in jene des Rabelais ein und diskutiert Vielsprachigkeit (es gibt nicht die EINE Sprache im Roman, er ist künstlerisch organisiertes System von Sprachen), den Dialog sowie Romangattungen (leider nicht sehr tief und anschaulich), z.B. Entwicklungs-, Erziehungs-, Prüfungs-, Barock- und Schelmen-, Ritterroman etc. Hier hätte ich mir wirklich noch mehr Systematik und Taxonomie gewünscht, ähnlich wie bei Genette (Transtextualität). Das Buch ist somit für Literaturwissenschaftler wichtig, die ihrer eigenen wissenschaftlichen Historie nachgehen, ansonsten etwas veraltet...

Kundinnen und Kunden meinen

5

0

4

0

3

1

2

0

1

0

Bewertungen (1)

Die Leseprobe wird geladen.
  • Produktbild: Die Ästhetik des Wortes
  • Produktbild: Die Ästhetik des Wortes
  • Grübel, Rainer: Zur Ästhetik des Wortes bei Michail M. Bachtin. *: Kunst und Verantwortung. (1919). *: Das Problem von Inhalt, Material und Form im Wortkunstschaffen. *: Das Wort im Roman. (1934/1935). *: Aus der Vorgeschichte des Romanwortes. (1940). *: Rabelais und Gogol'. Die Wortkunst und Lachkultur des Volkes (1940/1970). *: Zur Methodologie der Literaturwissenschaft. (1940/1974).