Geschichte der Staatsgewalt Eine vergleichende Verfassungsgeschichte Europas von den Anfängen bis zur Gegenwart
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Beschreibung
Produktdetails
Einband
Gebundene Ausgabe
Erscheinungsdatum
19.04.2002
Abbildungen
mit 13 Abbildungen
Verlag
C.H. BeckSeitenzahl
631
Maße (L/B/H)
23/15/3,7 cm
Gewicht
908 g
Farbe
Messing
Auflage
3. durchgesehene Auflage
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-406-45310-6
3-406-45310-4Inhalt
Obwohl die Europäer die Erfinder des modernen Staates waren, gab es bisher keine gründliche Untersuchung von dessen europaweiten historischen Grundlagen, keine vergleichende Verfassungsgeschichte der Länder Europas. Deshalb verläßt dieses Buch die übliche nationalstaatliche Perspektive und versucht, die politischen Strukturen der europäischen Länder als Varianten gemeinsamer Grundmuster darzustellen. Der statische, institutionengeschichtliche Verfassungsbegriff wird zu diesem Zweck durch den dynamischen Prozeßbegriff eines Wachstums der Staatsgewalt vom Mittelalter bis ins 20. Jahrhundert ersetzt. Das läuft auf eine Historische Anthropologie eruopäischer Politik hinaus, die den Zusammenhang der Institutionengeschichte mit zahlreichen Feldern der Wirtschafts-, Sozial- und Kulturgeschichte herausarbeitet und auch das politische Denken im Kontext der politischen Wirklichkeit behandelt.Im Mittelpunkt steht die europäische Monarchie des Mittelalters und der Neuzeit, ihre Durchdringung des Landes mit Aneignung seiner Ressourcen, ihre Unterwerfung politischer Konkurrenten wie des Adels, der autonomen Gemeinden und der Kirchen, schließlich die Durchsetzung ihres äußeren und inneren Gewaltmonopols mit mancherlei Mitteln. Um 1800 ist der moderne Staat zwar fertig ausgebildet, aber die Staatsgewalt hat dank Demokratisierung und Nationalismus noch eine weitere Steigerung bis zum totalen Staat erlebt. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts allerdings begannen weltweit ihr Zerfall und ihre Ersetzung durch überstaatliche Einrichtungen. So muß man die Geschichte der Staatsgewalt kennen, um ihre Zukunft im 21. Jahrhundert einschätzen zu können.Das Buch ist deshalb wichtig für ein großes Publikum, das Historiker, Politikwissenschaftler, Juristen und historisch-politisch interessierte Leser umfaßt.
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