Derek Franklin, Steeplechase-Jockey, hat genug eigene Probleme. Mit vierunddreißig nähert er sich allmählich dem Ende seiner Karriere, und einem Zusammenstoß mit dem letzten Hindernis in Cheltenham hat er es zu ›verdanken‹, daß er jetzt mit einem gebrochenen Knöchel an Krücken herumhumpelt. Der Tod seines geliebten Bruders Greville stürzt ihn jedoch in noch größere Schwierigkeiten.
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Polar
aus Aachen
4/5
25.02.2021
Buch (Taschenbuch)
Abseits der Rennbahn
Derek Franklins Familie hat sich in alle Winde zerstreut. Die Schwestern erscheinen nicht einmal zur Beerdigung des Bruders Greville, der unter einem Baugerüst zu Tode kam. Nun hinterlässt der Bruder ihm seine Firma, die wertvolle Steine bis hin zu Diamenten verkauft. Wie bei Dick Francis üblich spielt die Handlung teilweise im Pferdesportmilieu und so ist Derek Francis ein Jockey, der sich plötzlich ibn das bürgerliche, äußerst erfolgreiche Leben seines Bruder versetzt sieht und als Testamentvollstrecker und zukünftiger Erbe über die Geschicke der Firma entscheidet. Gleichzeitig ist es die Geschichte einer Bruderliebe, die sich spät entwickelt hat. Der Plot dreht sich um gedopte Pferde, Lizenzen für Spielcasinos, heimliche Lieben, Unterschlagung und Mord. Ausgerechnet Derek gerät, obwohl er nach einem Reitunfall an Krücken geht, ins Kreuzfeuer der verschiedenen Interessen, während er gleichzeitig hinter das verborgene Leben seines Bruders zu kommen versucht. Ein solider, kenntnisreicher, spannender, sehr britischer Kriminalroman, der zu unterhalten versteht und weniger durch abrupte Spannungssteigerung als durch die subtile Beschreibung von Charkateren und Zusammenhängen besticht, die gewollt oder ungewollt miteinander verstrickt sind.
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