Angesichts eines neuen griffigen Feindbilds, des “rechtsradikalen Deutschland”, ist es doppelt angebracht, die Instrumente der Selbstkritik zu schärfen, damit die Kritik nicht zu einer “unsauberen” Technik, die gesellschaftlichen Auseinandersetzungen teils nachzuäffen, teils anzuheizen, verkommt. Die Theorie muß den gesellschaftlichen Zusammenhang erarbeiten und die manifesten Gegensätze “gedanklich” zum Verschwinden bringen. Auch die politische Praxis darf sich nicht in der “Abschaffung” der Neonazis erschöpfen, sondern muß eine – als praktische durchaus spalterische – Methode zur Erforschung des Zusammenhangs sein.
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