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Nirgendwo kam der Zynismus der Nationalsozialisten deutlicher zum Ausdruck als in Theresienstadt. Die Weltöffentlichkeit und die zur Deportation bestimmten Juden wurden planmäßig über den Zweck der Einrichtung getäuscht. Bis heute hält sich das Bild des privilegierten «Altersghettos», in dem vor allem musiziert und gemalt wurde. Wolfgang Benz zeichnet in diesem Buch erstmals ein Bild von Theresienstadt, das der Realität zwischen Hoffnung und Vernichtung, zwischen Illusion und Untergang nahe kommt. Die Nationalsozialisten sind mit ihren Lügen über Theresienstadt nicht erfolglos geblieben: In…mehr

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  • Größe: 7.39MB
Produktbeschreibung
Nirgendwo kam der Zynismus der Nationalsozialisten deutlicher zum Ausdruck als in Theresienstadt. Die Weltöffentlichkeit und die zur Deportation bestimmten Juden wurden planmäßig über den Zweck der Einrichtung getäuscht. Bis heute hält sich das Bild des privilegierten «Altersghettos», in dem vor allem musiziert und gemalt wurde. Wolfgang Benz zeichnet in diesem Buch erstmals ein Bild von Theresienstadt, das der Realität zwischen Hoffnung und Vernichtung, zwischen Illusion und Untergang nahe kommt. Die Nationalsozialisten sind mit ihren Lügen über Theresienstadt nicht erfolglos geblieben: In der Literatur findet man immer wieder Hinweise darauf, dass hier die Lebensbedingungen besser waren als in anderen Lagern, dass die Kinder und Jugendlichen in den Genuss von Schulbildung gekommen seien, nirgendwo fehlt der Verweis auf das kulturelle Leben im Ghetto. Dies alles gab es, doch wird dabei ein entscheidender Teil der Wirklichkeit ausgeblendet. Denn Theresienstadt war in das Programm der «Endlösung» eingebunden und von Hunger, Elend und einer hohen Sterblichkeit geprägt. Das Ghetto war hoffnungslos überfüllt und immer wieder gingen Transporte in die Vernichtungslager im Osten. Insgesamt wurden 141.000 Juden, vor allem aus der Tschechoslowakei, Deutschland und Österreich, nach Theresienstadt deportiert, nur 23.000 von ihnen überlebten den Holocaust.

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  • Produktdetails
  • Verlag: Beck C. H.
  • Seitenzahl: 281
  • Erscheinungstermin: 14.03.2013
  • Deutsch
  • ISBN-13: 9783406645501
  • Artikelnr.: 37759854
Autorenporträt
Wolfgang Benz ist Prof. em. der Technischen Universität Berlin; er leitete bis März 2011 das Zentrum für Antisemitismusforschung in Berlin.
Inhaltsangabe
Der schwierige Ort Theresienstadt - einleitende Bemerkungen

1. Barocke Idealstadt im Zenit europäischer Festungsbaukunst

2. Die kleine Festung: "Polizeigefängnis Theresienstadt"

3. Anfänge: Transitlager für böhmische Juden

4. Vom Ghetto für Privilegierte zum "Jüdischen Siedlungsgebiet"
Der schwäbische Viehhändler im Privilegierten-Ghetto: Adolf
Haarburger

5. Kommandanten und Judenälteste
Fünf Zigaretten in zweieinhalb Jahren: Die Wienerin Jo Singer

6. Alltag im Ghetto
Ein Blinder in Theresienstadt: Dr. Norbert Stern

7. Zwangsarbeit in den Außenlagern

8. Station auf dem Weg zur Vernichtung
Unaufhaltbarer Niedergang: Das Honoratioren-Ehepaar Sigmund und Else
Dormitzer

9. Klagend an Babylons Flüssen? Kultur im Ghetto
Komponist von Rang: Viktor Ullmann

10. Religiöses Leben
Der Rabbiner: Leo Baeck

11. Kinder in Theresienstadt
Die Angst einer Siebenjährigen: Edith Bär

12. "Verschönerung" und Besuch vom Roten Kreuz

13. Der "Dokumentarfilm aus dem jüdischen Siedlungsgebiet"

14. Das Ende
"Erlebnisse einer deutschen Jüdin": Beate Jacoby

15. Nachnutzung: Das Internierungslager für Deutsche in der Kleinen Festung
1945-1948
Ein düsteres Jahr in der Kleinen Festung: Sigrid Johns Erfahrungen 1945/46

16. Mythos Theresienstadt: Das kulturelle Gedächtnis der Nachwelt

17. Theresienstadt heute

Anhang

Anmerkungen

Chronik von Theresienstadt/Terezin

Literatur

Bildnachweis

Personenregister
Rezensionen

Süddeutsche Zeitung - Rezension
Süddeutsche Zeitung | Besprechung von 23.05.2013

Ende der Märchenstunde
Wolfgang Benz korrigiert das Bild des KZ Theresienstadt
München – Theresienstadt war die Vorhölle. Die Festung war, anders als es die Nazis ihren Volksgenossen und unbequemen Fragern weis machen wollten, die letzte, alles andere als komfortable Station auf dem Weg zur Endlösung. Der propagandistische Zynismus gipfelte in dem Film „Der Führer baut den Juden eine Stadt“, der vom Juni 1944 bis zum März 1945 gedreht wurde, ein ultimatives Beschwichtigungsmanöver vor der Kapitulation, gerichtet an die dänische Regierung, die nach dem Verbleib von 450 dänischen Juden geforscht hatte. Kurt Gerrons Film – der jüdische Regisseur wurde wie alle seine Darsteller, Kinder miteingeschlossen, nach Abschluss der Dreharbeiten nach Auschwitz deportiert – nährte die Mär vom komfortablen (Alters-)Wohnsitz der Juden.
  Bis heute hält sich hartnäckig die zur Leidensromantik verklärte Vorstellung, das Durchgangslager sei, den widrigen Lebensumständen auf engstem Raum zum Trotz vor allem ein Hort künstlerischer Kreativität gewesen, wo nicht nur Zeitenüberdauerndes geschrieben und komponiert wurde, sondern auch Aufführungen bedeutender Musiker und Schauspieler den harten Alltag verschönten; wo in Selbstverwaltung eine Schule für die Kinder eingerichtet wurde und wo schon die Kleinsten, allerdings reichlich erschütternde Alltagsszenen in herzergreifenden Zeichnungen festhielten. Das alles gab es. Aber hauptsächlich wurde in Theresienstadt unter den denkbar unwürdigsten Umständen dahinvegetiert und gestorben.
  Bevor die Deutschen die Kleine Festung 1940 als Gestapo-Gefängnis requirierten und ein Jahr später den großen Rest als Ghetto für Juden aus Deutschland, Österreich und der Tschechoslowakei vereinnahmten, diente Terezin, wie die barocke Stadt auch heute wieder heißt, als Garnison, die für maximal 7000 Einwohner ausgelegt war. Das KZ Theresienstadt bedeutete für das Gros der 143 000 Juden, die dort durchgeschleust wurden, die dort schufteten, elend krepierten oder nach Auschwitz verladen wurden, das Ritardando vor der Vernichtung. Zweimal, 1941 und nach der Befreiung 1945 wurde die Bevölkerung Theresienstadts zügig ausgetauscht. Heute herrscht dort Kleine-Leute-Alltag. Die Zellen, der Galgen auf der Kleinen Festung, Herzstück der Gedenkstätte unter spärlichen Zeugnissen eines weitgehend ausgelöschten KZ-Alltags, können bequem ausgeblendet werden.
  Der unermüdliche Antisemitismusforscher Wolfgang Benz legt nun in der Reihe der Dachauer Hefte ein wie gewohnt akribisch recherchiertes Buch mit dem Titel „Theresienstadt. Eine Geschichte von Täuschung und Vernichtung“ vor (C.H. Beck Verlag, 24,95 Euro). Es ist die bisher letzte einer Fülle bisheriger Publikationen zum Thema. Seinen Ausführungen geht eine Illustration dessen voran, was in den Straßen von Terezin bereits nach dem Krieg nicht mehr sichtbar war. Das Geschriebene füllt Seite für Seite die Skizze vor dem inneren Auge des Lesers aus. Benz korrigiert darin samt und sämtlich – und wiederum nicht als Erster und Einziger – alle falschen Bilder.
EVA-ELISABETH FISCHER
Wolfgang Benz stellt an diesem Donnerstag, 19 Uhr, im Bibliothekssaal des Gasteigs sein Buch „Theresienstadt“ mit einem Vortrag vor .
Helga Wissová zeichnete die Kinder auf dem Weg zum Unterricht.
FOTO: C.H. BECK
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