Requiem für Ernst Jandl, 1 Audio-CD - Mayröcker, Friederike; Schmidt, Lesch

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"Du mein Blutkörperchen, du mein armes wildes Blutkörperchen ..."
Ihre Totenklage um den verstorbenen Gefährten Ernst Jandl hat Friederike Mayröcker für die Komposition von Lesch Schmidt ins Mikrofon gesprochen. Entstanden ist eine metrische Hymne mit Musik für Klavier, Geige, Kontrabass, Tuba, Flöte, Saxophon, Schlagzeug und die Stimme von Dagmar Manzel, ein Lamento von berückender Intensität.…mehr

Produktbeschreibung
"Du mein Blutkörperchen, du mein armes wildes Blutkörperchen ..."

Ihre Totenklage um den verstorbenen Gefährten Ernst Jandl hat Friederike Mayröcker für die Komposition von Lesch Schmidt ins Mikrofon gesprochen. Entstanden ist eine metrische Hymne mit Musik für Klavier, Geige, Kontrabass, Tuba, Flöte, Saxophon, Schlagzeug und die Stimme von Dagmar Manzel, ein Lamento von berückender Intensität.
  • Produktdetails
  • Verlag: Speak Low
  • Gesamtlaufzeit: 60 Min.
  • Erscheinungstermin: 26. September 2016
  • ISBN-13: 9783940018229
  • Artikelnr.: 45471694
Autorenporträt
Mayröcker, Friederike
Friederike Mayröcker wurde am 20. Dezember 1924 in Wien geboren. Friederike Mayröcker schreibt Lyrik und Prosa, Erzählungen und Hörspiele, Kinderbücher und Bühnentexte. Im Jahre 1954 lernte sie Ernst Jandl kennen, mit dem sie zunächst eine enge Freundschaft verbindet, später wird sie zu seiner Lebensgefährtin. Unmittelbar nach dem Tod des Gefährten im Frühsommer des Jahres 2000 hat Friederike Mayröcker den Schmerz des Verlustes in einer stillen und zugleich leidenschaftlichen Todesklage zu bewältigen versucht, die zu einem Gesang von berückender Intensität wird. In diesem Dokument von tapferster Zartheit ruft sie Erinnerungen an Erlebnisse der gemeinsamen Jahre auf, macht sich Offengebliebenes jäh bewußt, liest Jandls Texte neu.

Schmidt, Lesch
Der Komponist Lesch Schmidt wurde in Gießen geboren. Er studierte Musik, Medizin und Biologie. Seit den Achtzigerjahren komponierte er zahlreiche Bühnenmusiken, unter anderem für das Residenztheater München und das Deutsche Schauspielhaus Hamburg. 2014 vertonte er das Requiem für Ernst Jandl von Friederike Mayröcker, das 2014 am Burgtheater Wien uraufgeführt und im Sommer 2016 im Rahmen der Salzburger Festspiele gezeigt wurde. Die Studioaufnahmen für die CD entstanden im August 2015 und im Mai 2016 in Berlin als Produktion von speak low.

Manzel, Dagmar
Dagmar Manzel zählt zu den erfolgreichsten und facettenreichsten deutschen Schauspielerinnen. Für ihre Arbeit erhielt sie zahlreiche Auszeichnungen den Adolf-Grimme-Preis, den Deutschen Fernsehpreis, den Deutschen Filmpreis, den Deutschen Schauspielpreis sowie den Deutschen Hörbuchpreis. Für ihre bei speak low erschienene CD »Irgendwo« mit Erzählungen von Agota Kristof wurde sie als Beste Interpretin für den Deutschen Hörbuchpreis 2016 nominiert.
Rezensionen

Perlentaucher-Notiz zur Süddeutsche Zeitung-Rezension

Mit großer Empathie, mit viel Sympathie auch für die beiden Autoren widmet sich Jörg Drews Jandls "Letzten Gedichten" und Friederike Mayröckers "Requiem für Ernst Jandl".
1) Ernst Jandl: "Letzte Gedichte"
Den Autor beschreibt Drews als intellektuellen Melancholiker. So "total", wie der Rezensent die Desillusioniertheit Jandls sehen will, scheint sie indessen nicht zu sein. Zu einer "unbeugsamen Intention auf Wahrheit" und zu "hemmungslosem Spott", wenn auch gegen sich selbst, reicht es auch in den nun vorliegenden, von Drews empfohlenen "Letzten Gedichten" noch allemal. Ebenso ist Jandls Formen-Anarchismus, den Drews so gutheißt, ganz genau - eine "wütende Zerplitterung", mitnichten also Ausdruck von Resignation. Bleibt noch ein Wort an den Herausgeber. Von dem hätte sich der Rezensent doch mehr erwartet: über Lesarten, Textgrundlagen und Auswahlprinzipien.
2) Friederike Mayröcker: "Requiem für Ernst Jandl"
Die beiden hier versammelten Prosastücke, schreibt Drews, ergeben sich ganz dem Ungetröstetsein nach dem Verlust des geliebten Menschen. Und obwohl sich der Rezensent bisweilen geniert hat, sich für das Leben und die Liebe zweier Menschen zu interessieren und es lesend mitzuvollziehen - als zur Kunstform erhobene grüblerische Gedankenflucht, der die "Rituale und Selbstbetrügereien, mit denen man den Schmerz dämpft", eingeschrieben sind, erscheint ihm das Buch kostbar.

© Perlentaucher Medien GmbH
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