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  • Format: ePub


Wie sieht die Welt in den nächsten zwanzig Jahren aus? Von allen Konflikten, die uns bedrohen, ist der zwischen den USA und der islamischen Welt sicher der gefährlichste. Aber Europa muss auch auf die anderen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts eine Antwort finden. Helmut Schmidts Buch bietet eine Anleitung zum politischen Handeln - jetzt.…mehr

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Produktbeschreibung
Wie sieht die Welt in den nächsten zwanzig Jahren aus? Von allen Konflikten, die uns bedrohen, ist der zwischen den USA und der islamischen Welt sicher der gefährlichste. Aber Europa muss auch auf die anderen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts eine Antwort finden. Helmut Schmidts Buch bietet eine Anleitung zum politischen Handeln - jetzt.

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  • Produktdetails
  • Verlag: Random House ebook
  • Seitenzahl: 240
  • Erscheinungstermin: 26.04.2010
  • Deutsch
  • ISBN-13: 9783641043940
  • Artikelnr.: 37177532
Autorenporträt
Helmut Schmidt, geboren 1918 in Hamburg, war von 1974 bis 1982 Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland und seit 1983 Mitherausgeber der ZEIT. Er gehörte zu den bekanntesten und beliebtesten Politikern und Publizisten in Deutschland, seine Bücher wurden allesamt zu Bestsellern, u.a. »Menschen und Mächte« (1987), »Kindheit und Jugend unter Hitler« (1992), »Die Mächte der Zukunft« (2004), »Außer Dienst« (2008), »Vertiefungen. Neue Beiträge zum Verständnis unserer Welt« (2010) sowie »Ein letzter Besuch. Begegnungen mit der Weltmacht China« (2013). Er starb im November 2015 im Alter von 96 Jahren.
Rezensionen
Besprechung von 06.10.2004
Offene Rechnung
Helmut Schmidts weltpolitische Betrachtungen / Von Gregor Schöllgen

Amerika provoziert - sich selbst, seine Freunde, seine Gegner ohnehin. Das liegt vordergründig an George W. Bush, der das Land und den Rest der Welt polarisiert wie kein zweiter Präsident seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges, auch Ronald Reagan nicht. Genaugenommen lassen die Attitüden des amtierenden Präsidenten aber nur die Charaktereigenschaften der Vereinigten Staaten klarer hervortreten als zu anderen Zeiten. Das gilt für ihren "Imperialismus", und es gilt für ihren "Raubtierkapitalismus". Zu diesem Schluß kommt jedenfalls Helmut Schmidt, Altbundeskanzler mit vielfältiger politischer Erfahrung und ausgeprägtem schriftstellerischen Profil. Sein Buch ist eine konzentrierte, wenn auch nicht immer stringente Analyse der gegebenen weltpolitischen Lage mit mehr oder weniger stark ausgeprägten autobiographischen Zügen. Vor allem aber ist Schmidts Essay eine willkommene Handreichung für eine fundierte Auseinandersetzung mit der Weltmacht Vereinigte Staaten. Darin unterscheidet sich das geistreiche Stück von den dumpfen antiamerikanischen Reflexen der Zeit, wenn man auch spürt, daß Schmidt mehr als zwanzig Jahre nach seinem Sturz als Bundeskanzler immer noch eine Rechnung offen hat. Daß er seine Amerika-Kritik nun ausgerechnet an den Republikanern festmachen muß, denen er im Unterschied zu Carter oder Clinton bislang stets eine Außenpolitik mit Augenmaß attestierte, gibt dem Ganzen eine pikante Note.

Weil sich das globale Gewicht Amerikas nur im Vergleich ermessen läßt, nimmt Schmidt seinen Leser an die Hand, führt ihn durch die Kontinente und Regionen der Erde und erforscht dabei die Chancen und Risiken der Welt von morgen. Unter den "globalen Gefährdungen" spielen die Bevölkerungsexplosion, der internationale Waffenhandel, die Folgen der technischen und ökonomischen Globalisierung sowie die Anfälligkeiten der internationalen Finanzmärkte eine besondere Rolle. Zu den Gewinnern zählt auch für den Altkanzler zunächst und vor allem China. Schon deshalb empfiehlt er gegenüber diesem "riesigen Entwicklungsland" Respekt. Die Volksrepublik, so seine Prognose, werde "eine Bedeutung erlangen, die derjenigen der Vereinigten Staaten gleichkommt". Jedenfalls in einigen Jahrzehnten. Auf "absehbare Zeit" - und wenn man will: bis China soweit ist - werden hingegen die Vereinigten Staaten auf der Weltbühne der "einzige" Akteur sein, "dessen Macht und Einfluß militärisch, politisch, technologisch und ökonomisch jeden Winkel der Erde erreichen kann". Und weil das auch den Amerikanern bewußt ist, legen sie zusehends jenes Verhalten an den Tag, das immer mehr Zeitgenossen irritiert und entfremdet.

Helmut Schmidt weiß, daß diese Entwicklung nicht mit dem Zusammenbruch der Sowjetunion begonnen hat. "Egoismus und Rücksichtslosigkeit" amerikanischer Machtpolitik treten jetzt lediglich klarer zutage als zuvor. Hatten schon in der Clinton-Ära manche "kein Geheimnis aus ihrem Supermacht-Bewußtsein" gemacht, so instrumentalisieren die Nachfolger das "Kolossalverbrechen" des 11. September 2001, halten sich in vielen Fällen nicht einmal mehr an die Regeln und Verträge, die Amerika "selbst ins Leben gerufen und ratifiziert hatte, vor allem an die Charta der Vereinten Nationen".

Kein Wunder, daß selbst die den Vereinigten Staaten über Jahrzehnte verbündeten Europäer auf Gegenkurs gehen, daß sich in ihren Reihen der Antiamerikanismus breitmacht wie nie zuvor. Und wie stets in der mehr als fünfzigjährigen Geschichte der europäischen Integration entfaltet dieser seine Wirkung nicht nur nach außen, sondern auch nach innen. Denn die amerikanische Brachialdiplomatie hat doch während der Irak-Krise einiges zum Schulterschluß der Europäer beigetragen. Aber reicht das, um sicherzustellen, daß Europa auch in Zukunft dort steht, wo es seit dem Zweiten Weltkrieg ohne Zweifel gestanden hat, auf der Seite der Gewinner? Schmidt hat da seine Zweifel. Natürlich ist er überzeugter Europäer, jemand, mit dessen Namen sich Fortschritte vor allem auf den Gebieten der gemeinsamen Wirtschafts- und Währungspolitik verbinden. Aber er gehört seit Jahren auch zu den Kritikern und Skeptikern, sieht die Europäische Union in einer "tiefgreifenden Krise" nicht nur ihrer ökonomischen und sozialen Strukturen, sondern auch ihrer "außenpolitischen Handlungsfähigkeit". Das gilt in besonderem Maße für die Sicherheits- und Verteidigungspolitik. Schmidt registriert die jüngsten Bemühungen der Europäer, hier handlungsfähig und womöglich dereinst eigenständig zu werden, quittiert sie allerdings mit schmallippiger Verachtung - eine Haltung, die letztlich ebensowenig überzeugt wie die unangemessen empfindliche Reaktion der Amerikaner. Dabei gibt es zu einem konsequenten Ausbau einer europäischen Sicherheits- und Verteidigungsunion keine Alternative. Für Europa nicht - und für Amerika auch nicht.

Wenn man es nicht Terroristen oder gefährlichen Irrläufern der internationalen Politik überlassen will, einer scheinbar global unbeschränkt handlungsfähigen, tatsächlich aber sehr verwundbaren Supermacht ihre Grenzen aufzuzeigen, braucht Washington einen selbstbewußten europäischen Partner, der grundsätzlich zu eigenständigem Handeln in der Lage ist. Dies setzt nicht ein militärisches Gleichgewicht voraus, das die Europäer weder erreichen können noch erreichen müssen, wohl aber politische Gleichrangigkeit. Die fordert auch Schmidt. Die Europäer, so sein eindringlicher Appell, "dürfen nicht zu willfährigen Jasagern" der amerikanischen Hegemonialmacht "degenerieren". Das verlangt "ihre Würde". In einer Zeit, für die Würde vielerorts zu einem Fremdwort geworden ist, klingt das wie der Ruf aus einer fernen Vergangenheit. Aber wenn die Welt von morgen nicht nur aus Verlierern bestehen soll, müssen sich wohl auch die Gewinner der Gegenwart darauf besinnen.

Helmut Schmidt: "Die Mächte der Zukunft". Gewinner und Verlierer in der Welt von morgen. Siedler Verlag, München 2004. 237 S., 19,90 [Euro].

Alle Rechte vorbehalten. © F.A.Z. GmbH, Frankfurt am Main
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Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

"Die USA des George W. Bush sind, so die These von Helmut Schmidt, das zur Kenntlichkeit entstellte Amerika: die "Charaktereigenschaften" des Landes treten nur mit größerer Deutlichkeit zu Tage. Was der Ex-Kanzler mit diesem Buch bieten will, ist, mit den Worten des Rezensenten Gregor Schöllgen, "eine Handreichung für eine fundiertere Auseinandersetzung" mit den Vereinigten Staaten. Der Band sei dabei zwar "konzentriert", aber "nicht immer stringent". Neben den USA steht - als Macht von morgen - China im Zentrum, weniger Europa, das Schmidt in einer "tiefgreifenden Krise" sieht, weil es seine "politische Gleichrangigkeit" zu verlieren droht. Besonders erfreut zeigt sich der Rezensent, dass der Autor sich nicht scheut, in diesem Zusammenhang den Begriff der "Würde" ins Spiel zu bringen.

© Perlentaucher Medien GmbH"
"Für Außenpolitiker ein Vademekum, für Realpolitiker ein Stimulans, für Idealisten eine Ernüchterung". Die Zeit