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Ein Normopath ist stets normal und angepasst, sein Verhalten überkorrekt und überkonform. Die Zwanghaftigkeit, mit der er den Erwartungen entspricht, verrät indes, dass er ein falsches, ein unechtes Leben führt. Krank ist nicht nur er, sondern vor allem die Gesellschaft, in der er lebt und deren Anpassungsdruck er sich unterwirft - bis er die Gelegenheit gekommen sieht, seine aufgestaute Wut an noch Schwächeren oder am "System" abzureagieren. Der Hallener Psychoanalytiker und Psychiater Hans-Joachim Maaz ist bekannt für seine brillanten, zukunftsweisenden Analysen kollektiver Befindlichkeiten…mehr

Produktbeschreibung
Ein Normopath ist stets normal und angepasst, sein Verhalten überkorrekt und überkonform. Die Zwanghaftigkeit, mit der er den Erwartungen entspricht, verrät indes, dass er ein falsches, ein unechtes Leben führt. Krank ist nicht nur er, sondern vor allem die Gesellschaft, in der er lebt und deren Anpassungsdruck er sich unterwirft - bis er die Gelegenheit gekommen sieht, seine aufgestaute Wut an noch Schwächeren oder am "System" abzureagieren.
Der Hallener Psychoanalytiker und Psychiater Hans-Joachim Maaz ist bekannt für seine brillanten, zukunftsweisenden Analysen kollektiver Befindlichkeiten und gesellschaftlicher Zustände - vom Gefühlsstau, einem Psychogramm der DDR, bis zur narzisstischen Gesellschaft, einer Psycho-Analyse unserer Promi- und Leistungsgesellschaft. In seinem neuen Buch nimmt er Phänomene wie Pegida und AfD, den zunehmenden Hass auf Ausländer, aber auch die Selbstgerechtigkeit der politischen Elite zum Anlass, ein konturenscharfes Bild unseres falschen Lebens zu zeichnen, in dem wir uns lange eingerichtet haben und aus dem uns nun die zunehmende Polarisierung und Barbarisierung unserer sozialen und politischen Verhältnisse herausreißt. Das falsche Leben ist das Buch zur Stunde - Augen öffnend und alles andere als Mainstream.
Autorenporträt
Hans-Joachim Maaz, Bestsellerautor und seit 40 Jahren praktizierender Psychiater und Psychoanalytiker, war Chefarzt der Klinik für Psychotherapie und Psychosomatik des Diakoniekrankenhauses Halle.
Rezensionen

Süddeutsche Zeitung - Rezension
Süddeutsche Zeitung | Besprechung von 19.04.2017

NEUE TASCHENBÜCHER
Normopathen auf
dem Vormarsch
Es ist längst wohlfeile Routine, die Wählerschaft der AfD und anderer anrüchiger Gruppierungen mittels kampfpolitischem, moralischem und psychoanalytischem Vokabular zu beschreiben. Der Neurologe, Psychiater und Psychotherapeut Hans-Joachim Maaz, ehemals Chefarzt einer psychosomatischen Klinik, beschränkt sich nicht auf die Beschreibung gesellschaftlicher Untergruppen. Er hat das Ganze im Visier, dreht zur besseren Einsicht die Sache erst einmal um und findet eine Mehrheit von Normopathen, deren zwanghafter Anpassungswille nicht nur zur Übererfüllung der Normen führt, sondern auch zur Selbstentfremdung. Die Folgen: „Entfremdete Seelen brauchen Halt, Kontrolle und Führung.“ Deshalb seien Ideologien, die dies erfüllten, auf dem Vormarsch. Auch die Politiker der etablierten Parteien, inklusive der Bundeskanzlerin, profitierten davon, dass entfremdete Seelen nurmehr nach Sympathie entscheiden und ihre politischen Entscheidungen an Menschen delegieren, die irgendwie vertrauenswürdig erscheinen. Das kann zum Problem der Demokratie werden: Wenn sie nur von Projektionen der Normopathen, von falschen „Selbst“ lebt. HELMUT MAURÓ
Hans-Joachim Maaz: Das falsche Leben. C. H. Beck Verlag. München, 2017. 256 Seiten, 16,95 Euro.
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