Undeutsch - Tayeb, Fatima El-
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Nach Jahrzehnten scheinbarer Stabilität stolpert Europa in jüngster Zeit von Krise zu Krise. Hier zeigen sich die Folgen einer einseitigen Geschichtsaufarbeitung, die nach dem Mauerfall postfaschistische und postsozialistische Narrative zu einer westlich-kapitalistischen Erfolgsgeschichte verband, während die koloniale Vergangenheit unbeachtet blieb. Fatima El-Tayeb zeigt die Auswirkungen dieses Prozesses anhand des Beispiels deutscher Identität: Immer wieder werden rassifizierte Gruppen - insbesondere Schwarze, Roma und Muslime - als "undeutsch" produziert, als Gruppen, die nicht nur nicht…mehr

Produktbeschreibung
Nach Jahrzehnten scheinbarer Stabilität stolpert Europa in jüngster Zeit von Krise zu Krise. Hier zeigen sich die Folgen einer einseitigen Geschichtsaufarbeitung, die nach dem Mauerfall postfaschistische und postsozialistische Narrative zu einer westlich-kapitalistischen Erfolgsgeschichte verband, während die koloniale Vergangenheit unbeachtet blieb.
Fatima El-Tayeb zeigt die Auswirkungen dieses Prozesses anhand des Beispiels deutscher Identität: Immer wieder werden rassifizierte Gruppen - insbesondere Schwarze, Roma und Muslime - als "undeutsch" produziert, als Gruppen, die nicht nur nicht zur nationalen Gemeinschaft gehören, sondern diese durch ihre Anwesenheit gefährden. Ein postmigrantisches Deutschland braucht daher nicht nur neue Zukunftsvisionen, sondern auch neue Vergangenheitsnarrative.
  • Produktdetails
  • X-Texte zu Kultur und Gesellschaft
  • Verlag: Transcript
  • 1. Aufl.
  • Seitenzahl: 252
  • Erscheinungstermin: September 2016
  • Deutsch
  • Abmessung: 225mm x 149mm x 25mm
  • Gewicht: 424g
  • ISBN-13: 9783837630749
  • ISBN-10: 3837630749
  • Artikelnr.: 42729720
Autorenporträt
Fatima El-Tayeb (Dr. phil.), geb. 1966, ist Professorin für Literatur und Ethnic Studies und Direktorin des Programms »Critical Gender Studies« (CGS) an der University of California, San Diego. Sie ist Vorstandsmitglied der »Critical Ethnic Studies Association« und war Ko-Kuratorin des Projekts »The Black Atlantic« (2004, Berlin) und Ko-Organisatorin des Netzwerks »Black European Studies« (2005, Mainz). Ihre Forschungsschwerpunkte sind Rassismus in Europa, Queer Theory, Populärkultur und Widerstand. Zu ihren Veröffentlichungen zählen »European Others. Queering Ethnicity in Postnational Europe« (2011, 2015 auf Deutsch erschienen) und »Schwarze Deutsche. Der Diskurs um 'Rasse' und nationale Identität 1890-1933« (2001).
Rezensionen
"Ein Buch größter Relevanz und extrem lesenswert!" Esther van Lück/Eddi Steinfeldt-Mehrtens, www.kritisch-lesen.de, 10.10.2017 "Sehr lesenswert." Ansgar Drücker, Außerschulische Bildung, 2 (2017) "Die Arbeit leistet einen immens wichtigen Beitrag dazu, Ausgrenzung und Rassismus als Phänomen der deutschen und europäischen Gesellschaft zu begreifen und analysiert auf beeindruckende Weise die strukturellen Probleme und die Muster, nach denen diese erfolgt." Verena Becker, BDS-Newsletter, 1 (2017) In einer Zeit, in der Pegida und AfD mit rassistischen Ressentiments Massen mobilisieren und massiven Einfluss auf den politischen Diskurs bis hin zur Verschärfung von Asylgesetzen ausüben, ist El-Tayebs Analyse richtig und wichtig." Patrick Helber, iz3w, 1/2 (2017) "Ein überaus wichtiges Buch." Matthias Lemke, Portal für Politikwissenschaft, 08.12.2016 "Weiße Wissenschaft und gesellschaftlicher Rassismus gehen Hand in Hand, und Rassismus-Forschung ist in Deutschland nach wie vor verpönt. Warum sie aber notwendig ist, zeigt Fatima El-Tayeb in ihrem Buch - nicht einfach zu lesen, aber wichtig." Thomas Feltes, Polizei-Newsletter, 05.10.2015 Besprochen in: 05.10.2016 Deutschlandfunk - Andruck, 28.11.2016, Norbert Seitz www.socialnet.de, 02.12.2016, Wolfgang Berg Der Tagesspiegel, 04.12.2016