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THE INTERNATIONAL BESTSELLER Coming November 2020 as a major motion picture from Netflix starring Amy Adams and Glenn Close
'The political book of the year' Sunday Times
'A frank, unsentimental, harrowing memoir ... A superb book' New York Post

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Produktbeschreibung
THE INTERNATIONAL BESTSELLER Coming November 2020 as a major motion picture from Netflix starring Amy Adams and Glenn Close

'The political book of the year' Sunday Times

'A frank, unsentimental, harrowing memoir ... A superb book' New York Post


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  • Produktdetails
  • Verlag: HarperCollins Publishers
  • Seitenzahl: 272
  • Erscheinungstermin: 6. August 2016
  • Englisch
  • ISBN-13: 9780008219758
  • Artikelnr.: 45681452
Autorenporträt
J.D. Vance grew up in the Rust Belt city of Middletown, Ohio, and the Appalachian town of Jackson, Kentucky. He enlisted in the Marine Corps after high school and served in Iraq. A graduate of the Ohio State University and Yale Law School, he has contributed to the National Review and is a principal at a leading Silicon Valley investment firm. Vance lives in San Francisco with his wife and two dogs.

Author mail for J.D. Vance can be sent to the below:

P.O. Box 1040
West Chester, OH 45071
Rezensionen

Frankfurter Allgemeine Zeitung - Rezension
Frankfurter Allgemeine Zeitung | Besprechung von 03.09.2016

Trump will ihre Stimme sein
Ein Hillbilly erzählt, wie seine Leute den Anschluss an Amerika verloren haben

Mamaw war zwölf, als sie einen Kuhdieb anschoss. Einige Zeit später baggerte ein Fremder das Mädchen an: "Ich will dein Höschen vernaschen." Da holte der Bruder einen Schlüpfer und sorgte mit vorgehaltenem Messer dafür, dass sich der Mann den Wunsch bis auf den letzten Bissen erfüllte. Mit vierzehn wurde Mamaw schwanger. Sie stürzte sich mit ihrem Freund in den Migrationsstrom, der in den vierziger Jahren Abertausende Arme aus den Appalachen in die neuen Industriezentren des Nordens spülte. Mamaws erstes Baby überlebte nur wenige Tage. Ihr Mann fand in Ohio aber gute Arbeit in einem Stahlwerk. Insofern erfüllte sich das Paar den amerikanischen Traum.

Im Innern jedoch blieben sie Hillbillys aus Kentucky. Als Mamaws Ehemann einmal betrunken heimkam und auf dem Sofa einschlief, übergoss sie ihn mit Benzin und warf ein brennendes Streichholz hinterher. Sie hatte ihn gewarnt, und nun gebot es die Ehre, Wort zu halten. Teilnahmslos schaute Mamaw zu, wie ihre elfjährige Tochter die Flammen erstickte. Jahrzehnte später sollte ein Enkel bei ihr wohnen. Brachte der Teenager den Müll nicht heraus, schalt sie ihn als "faules Stück Scheiße".

Dieser Junge ist J.D. Vance, der es zum Investmentbanker gebracht und jetzt mit 31 Jahren seine Memoiren vorgelegt hat. Und "Mamaw", also Oma, war der eine gute Mensch in seinem Leben. Bei ihr gab es Mutterliebe, einen waffenbewehrten Zufluchtsort und eine echte Hillbilly-Heimat. Vance erzählt von der oft nur oberflächlich geglückten Integration der Amerikaner mit irisch-schottischen Wurzeln, die massenhaft aus den Appalachen fortzogen. "Innerhalb von zwei Generationen hatten die verpflanzten Hillbillys bei den Einkommen ... mit den Einheimischen gleichgezogen. Doch hinter dem finanziellen Erfolg verbarg sich kulturelle Fremdheit."

Das Buch "Hillbilly Elegy" ist zugleich die dramatische Geschichte einer Kindheit, in der die Mutter J.D. erst allein und dann gar nicht mehr erzog. Zig Ehen und Partnerschaften der Krankenschwester endeten in bürgerkriegsähnlichen Schlachten. Die Mutter wurde erst tabletten-, dann heroinsüchtig. Einmal tauchte sie nach langer Abwesenheit bei Mamaw auf, wo J.D. inzwischen wohnte, und befahl ihrem erschrockenen Sohn, in einen Becher zu pinkeln. Sie musste eine Urinprobe abgeben, war aber wieder high geworden.

Vance beschreibt in seinem Buch den Niedergang jener Industriestädte, die einst nicht nur Hillbillys anlockten. Immer mehr Firmen setzten auf Roboter oder fanden billige Arbeiter in fernen Ländern. Und doch erzählt Vance eine kaum zu fassende Erfolgsgeschichte: Nachdem die Marineinfanterie den Autor nicht nur für den Krieg, sondern auch fürs Leben ertüchtigt hatte, schaffte er es bis auf die Yale Law School. Dort wurde ihm nicht zuletzt klar, was er über die Welt bis dahin alles nicht wusste. Beim Rekrutierungsdinner einer Anwaltskanzlei fand er mit Ende zwanzig heraus, dass es sprudelndes Wasser gibt. Er spuckte es erschrocken aus. "Reiche und Arme, Gebildete und Ungebildete, Oberklasse und Arbeiterklasse - ihre Angehörigen leben zunehmend in zwei verschiedenen Welten. Als kultureller Auswanderer von der einen Gruppe in die andere ist mir das sehr bewusst." Gegenüber den Zurückgebliebenen habe er sich manchmal wie ein Verräter gefühlt, bekennt Vance.

Im Wahljahr 2016 kommt sein Buch wie gerufen. Es leuchtet eine Kluft aus, deren Existenz viele Amerikaner verdrängen wollten - wohlgemerkt eine Kluft in der weißen Mehrheitsbevölkerung. Donald Trump hat den "vergessenen Männern und Frauen" versprochen: "Ich bin eure Stimme." Vance erklärt dem Leser eine Parallelgesellschaft, in der Trump damit Gehör findet. Der Autor zitiert dabei Studien, die das Los der Hillbillys seiner Meinung nach treffend beschreiben - nur dass es in den besagten Büchern um Afroamerikaner ging, die aus den Südstaaten in den Norden kamen.

Dass ein Präsident wie Barack Obama unter Hillbillys als eine Art Außerirdischer gelte, habe denn auch wenig mit seiner Hautfarbe zu tun. "Nichts an ihm hat Ähnlichkeit mit den Menschen, die ich als Heranwachsender bewundert habe", erklärt Vance. "Sein Akzent - sauber, perfekt, neutral - ist fremd; sein Werdegang so eindrucksvoll, dass er einem Angst einjagt; ... er strahlt das Selbstvertrauen eines Mannes aus, der weiß, dass die moderne amerikanische Meritokratie für ihn aufgebaut wurde" - und eben nicht für die Arbeiter, die vor lauter Schwärmen über ihr Ethos der "harten Arbeit" oft übersähen, wie faul sie seien. Obama, fügt Vance an, "trifft uns im Herzen unserer tiefsten Verunsicherung. Er ist der gute Vater, der viele von uns nicht sind. ... Seine Frau erklärt uns, dass bestimmtes Essen nicht gut für unsere Kinder ist, und wir hassen sie dafür - weil wir wissen, dass sie recht hat." Unter Hillbillys sei es bis heute gängig, schon den Jüngsten Brausegetränke ins Fläschchen zu füllen.

Von außen auf das Milieu zu gucken, dem er entstammt, hat J.D. Vance fast das Herz gebrochen. In ihrer zum Teil durch eigene Schuld perpetuierten Armut hätten sich die Hillbillys immer durch ihre Vaterlandsliebe definiert. Doch es gebe keine Helden mehr, zu denen ganz Amerika aufblicke. "Wir liebten das Militär, aber es gab keinen George Patten in der modernen Armee." Auch das Raumfahrtprogramm bringe keine wahren Helden mehr hervor. Fast nichts verbinde seine Leute noch mit dem Gewebe, das Amerika im Kern zusammenhalte. Jetzt gibt es Trump und sein Versprechen, Amerika "wieder großartig zu machen". Wenn der weißen Arbeiterklasse eins fehle, schreibt J.D. Vance, dann "das Gefühl, dass es auf unsere eigenen Entscheidungen ankommt".

ANDREAS ROSS

J.D. Vance: Hillbilly Elegy. A Memoir of a Family and Culture in Crisis. Verlag Harper Collins, New York 2016. 264 Seiten.

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"[A] compassionate, discerning sociological analysis...Combining thoughtful inquiry with firsthand experience, Mr. Vance has inadvertently provided a civilized reference guide for an uncivilized election, and he's done so in a vocabulary intelligible to both Democrats and Republicans. Imagine that." Jennifer Senior, New York Times
"A beautifully and powerfully written memoir about the author's journey from a troubled, addiction-torn Appalachian family to Yale Law School, Hillbilly Elegy is shocking, heartbreaking, gut-wrenching, and hysterically funny. It's also a profoundly important book, one that opens a window on a part of America usually hidden from view and offers genuine hope in the form of hard-hitting honesty. Hillbilly Elegy announces the arrival of a gifted and utterly original new writer and should be required reading for everyone who cares about what's really happening in America." Amy Chua, New York Times bestselling author of The Battle Hymn of the Tiger Mother