-80%
EUR 0,99
Bisher EUR 4,99**
EUR 0,99
Alle Preise inkl. MwSt.
**Preis der gedruckten Ausgabe (Broschiertes Buch)
Sofort per Download lieferbar
Bisher EUR 4,99**
EUR 0,99
Alle Preise inkl. MwSt.
**Preis der gedruckten Ausgabe (Broschiertes Buch)
Sofort per Download lieferbar

Alle Infos zum eBook verschenken
Als Download kaufen
Bisher EUR 4,99**
-80%
EUR 0,99
Alle Preise inkl. MwSt.
**Preis der gedruckten Ausgabe (Broschiertes Buch)
Sofort per Download lieferbar
Abo Download
9,90 EUR / Monat*
*Abopreis beinhaltet vier eBooks, die aus der tolino select Titelauswahl im Abo geladen werden können.

Alle Preise inkl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Einmalig pro Kunde einen Monat kostenlos testen (danach 9,90 EUR pro Monat), jeden Monat 4 aus 40 Titeln wählen, monatlich kündbar.

Mehr zum tolino select eBook-Abo
Jetzt verschenken
Bisher EUR 4,99**
-80%
EUR 0,99
Alle Preise inkl. MwSt.
**Preis der gedruckten Ausgabe (Broschiertes Buch)
Sofort per Download lieferbar

Alle Infos zum eBook verschenken
0 °P sammeln

  • Format: ePub

2 Kundenbewertungen


Noch vor der Buchausgabe (im Frühjahr 2012) erscheint der Essay „Das hier ist Wasser“ als eBook: David Foster Wallace wurde 2005 darum gebeten, vor Absolventen des Kenyon College eine Abschlussrede zu halten. Diese berühmt gewordene Rede gilt in den USA mittlerweile als Klassiker und ist Pflichtlektüre für alle Abschlussklassen. David Foster Wallace zeigt in dieser kurzen Rede mit einfachen Worten, was es heißt, Denken zu lernen und erwachsen zu sein: eine Anstiftung zum Denken und kleine Anleitung für das Leben, die man jedem Hochschulabsolventen und jedem Jugendlichen mit auf den Weg geben möchte.…mehr

  • Geräte: eReader
  • ohne Kopierschutz
  • eBook Hilfe
  • Größe: 0.86MB
Produktbeschreibung
Noch vor der Buchausgabe (im Frühjahr 2012) erscheint der Essay „Das hier ist Wasser“ als eBook: David Foster Wallace wurde 2005 darum gebeten, vor Absolventen des Kenyon College eine Abschlussrede zu halten. Diese berühmt gewordene Rede gilt in den USA mittlerweile als Klassiker und ist Pflichtlektüre für alle Abschlussklassen. David Foster Wallace zeigt in dieser kurzen Rede mit einfachen Worten, was es heißt, Denken zu lernen und erwachsen zu sein: eine Anstiftung zum Denken und kleine Anleitung für das Leben, die man jedem Hochschulabsolventen und jedem Jugendlichen mit auf den Weg geben möchte.

Dieser Download kann aus rechtlichen Gründen nur mit Rechnungsadresse in A, B, BG, CY, CZ, D, DK, EW, R, E, FIN, F, GR, H, IRL, I, HR, LR, LT, L, M, NL, PL, P, SK, SLO, S, GB ausgeliefert werden.

  • Produktdetails
  • Verlag: Kiepenheuer & Witsch eBook
  • Seitenzahl: 20
  • 2011
  • Deutsch
  • ISBN-13: 9783462305197
  • ISBN-10: 3462305190
  • Best.Nr.: 37471236
Autorenporträt
David Foster Wallace wurde am 21. Februar 1962 in Ithaca, New York geboren. Er wuchs in Philo, Illinois, in einer Akademikerfamilie auf. Von frühester Kindheit an war er begeisterter Leser, sah aber auch gern fern und interessierte sich insbesondere für amerikanische Serien. An der Highschool spielte er erfolgreich Tennis und erklärte diesen Erfolg mit seinem überdurchschnittlichen mathematischen Verständnis. Schon als Kind und Teenager zeichnete sich Wallace durch hohe intellektuelle Begebung aus, die noch offensichtlicher wurde, als er im Herbst 1980 sein Studium der Logik, Philosophie und Mathematik am Amherst College in Massachusetts begann. Wegen einer schweren depressiven Phase musste Wallace Ende des dritten Semesters sein Studium unterbrechen, kehrte im Herbst 1982 aber auf den Campus zurück. Etwa ein Jahr später, Wallace hatte sich als Folge einer weiteren Depressionsphase vom Studium zurückgezogen, schrieb er eine seiner ersten Kurzgeschichten – Der Planet Trillaphon in seinem Verhältnis zur Üblen Sache. Diese wurde später in der Amherst Review, dem Literaturmagazin von Amherst, veröffentlicht. Zum Ende seines Studiums belegte Wallace überwiegend Literaturkurse und Seminare zum Kreativen Schreiben, u.a. bei dem Schriftsteller Alan Lelchuk. 1985 schloss er das Bachelorstudium mit der Auszeichnung summa cum laude ab. 1987 beendete er auch das Masterstudium in Kreativem Schreiben an der University of Arizona. Seit 2002 war Wallace Professor für englische Literatur und Kreatives Schreiben am Pomona College in Claremont in Kalifornien. Der Schriftsteller war seit 2004 mit der Malerin Karen L. Green verheiratet. Am 12. September 2008 nahm sich David Foster Wallace in seinem Haus in Kalifornien das Leben. WerkWallaces Arbeit als Schriftsteller wurde laut D.T. Max, der 2014 Wallaces Biografie veröffentlicht hat, insbesondere von den Schriftstellern der amerikanischen Postmoderne Donald Barthelme und Thomas Pynchon beeinflusst. Sein erster Roman, Der Besen im System, wurde in den USA von den Literaturkritikern mehrheitlich gelobt, doch erst mit dem Nachfolger Unendlicher Spaß wurde Wallace einer breiteren Leserschaft bekannt. Ins Deutsche wurde das Werk von Ulrich Blumenbach übersetzt, der etwa sechs Jahre (mit Unterbrechungen) an dem Roman arbeitete und dafür 2010 mit dem Leipziger Buchpreis für Übersetzung ausgezeichnet wurde. In seinen Romanen, Kurzgeschichten und Essays befasst sich David Foster Wallace mit dem modernen Alltag, mit all seinen Ablenkungs- und Freizeitmöglichkeiten auf der einen und der Monotonie und Langeweile auf der anderen Seite. Das Individuum ist bei Wallace nicht selten eine kleine Schraube im großen Getriebe – dem Staat, der Gemeinde oder einer Verwaltungsbehörde…David Foster Wallace gilt als einer der wichtigsten Vertreter der zeitgenössischen US-amerikanischen Literatur. Seine Arbeit wurde mehrfach ausgezeichnet; 2012 war er für den Pulitzer-Preis nominiert. Auszeichnungen2000 Lannan Foundation Residency Fellow 1997–2002 John D. and Catherine T. MacArthur Foundation Fellowship 1997 Aga Khan Prize for Fiction für Brief Interviews With Hideous Men #61996 Time magazine’s Best Books of the Year (Fiction)1996 Salon Book Award (Fiction)1996 Lannan Literary Award (Fiction)1987 Whiting Writers' Award 1985 Gail Kennedy Memorial Prize für seine Bachelorarbeit über Modallogik Publikationen Romane und Kurzgeschichtensammlungen• Der Planet Trillaphon in seinem Verhältnis zur Üblen Sache, zweisprachige Ausgabe Deutsch-Englisch, aus dem Amerikanischen von Ulrich Blumenbach, Kiepenheuer & Witsch 2015. (OT: The Planet Trillaphon As It Stands In Relation To The Bad Thing, Amherst Review 1984) • Der Besen im System, aus dem Amerikanischen von Marcus Ingendaay, Kiepenheuer & Witsch 2004. (OT: The Broom of the System, Viking Penguin 1987)• Alles ist grün. Storys, aus dem Amerikanischen von Ulrich Blumenbach, Kiepenheuer & Witsch 2011. (OT: Girl With Curious Hair, W. W. Norton & Company, 1989)• Kleines Mädchen mit komischen Haaren, aus dem Amerikanischen von Marcus Ingendaay, Kiepenheuer & Witsch 2002. (OT: Girl with Curious Hair (Stories), Norton 1989) • Unendlicher Spaß, aus dem Amerikanischen von Ulrich Blumenbach, Kiepenheuer & Witsch 2009. (OT: Infinite Jest, Little, Brown and Company 1996) • Kurze Interviews mit fiesen Männern. Storys, aus dem Amerikanischen von Marcus Ingendaay, Kiepenheuer & Witsch 2002. (OT: Brief Interviews with Hideous Men (Stories), Little, Brown and Company 1999) • Vergessenheit. Storys, aus dem Amerikanischen von Ulrich Blumenbach und Marcus Ingendaay, Kiepenheuer & Witsch 2008. (OT: Oblivion (Stories),Little, Brown and Company 2004)• In alter Vertrautheit. Storys, aus dem Amerikanischen von Ulrich Blumenbach und Marcus Ingendaay, Kiepenheuer & Witsch 2006. (OT: Oblivion (Stories),Little, Brown and Company 2004)• Der bleiche König, aus dem Amerikanischen von Ulrich Blumenbach, Kiepenheuer & Witsch 2013. (OT: The Pale King, Little, Brown and Company 2011) Kurzgeschichten• Mr. Costigan in May, in Clarion 1985• Lyndon, in Arrival 1987• Here and There, in Fiction 1987• Other Math, in Western Humanities Review 1987• Say Never, in Florida Review 1987• Solomon Silverfish, in Sonora Review 1987 • John Billy, in Conjunctions 1988• Late Night, in Playboy 1988• Everything is Green, in Puerto del Sol 1988• Little Expressionless Animals, Paris Review 1988• Crash of 69, Between C&D 1989• Luckily the Account Representative Knew CPR, in GWCH 1989• Girl with Curious Hair, in GWCH 1989• Westward the Course of Empire Takes Its Way, in GWCH 1989• Church Not Made With Hands, in Rampike 1991• Forever Overhead, in Fiction International 1991• Order and Flux in Northampton, in Conjunctions 1991• Rabbit Resurrected, in Harper’s 1992• The Awakening of My Interest in Annular Systems, in Harper’s 1993• Several Birds, in The New Yorker 1994• An Interval, in The New Yorker 1995• Death Is Not The End, in Grand Street 1997• A Radically Condensed History of Postindustrial Life, in Ploughshares 1998• Brief Interviews with Hideous Men, in Harper’s 1998• Asset, in The New Yorker 1999• All That, The New Yorker 2009 Essays• Richard Taylor’s ‘Fatalism’ and the Semantics of Physical Modality, Abschlussarbeit 1985• Matters of Sense and Opacity, in New York Times letter 1987• Fictional Futures and the Conspicuously Young, in The Review of Contemporary Fiction 1988• Derivative Sport in Tornado Alley, in ASFTINDA 1990• E Unibus Pluram: Television and U.S. Fiction, in ASFTINDA 1990• Michael Martone’s Fort Wayne is Seventh on Hitler’s List, in Harvard Book Review 1990• The Empty Plenum: David Markson’s Wittgenstein’s Mistress, in The Review of Contemporary Fiction 1990• The Horror of Pretentiousness: ‘The Great and Secret Show’ by Clive Barker, in The Washington Post 1990• Exploring Inner Space: War Fever by J.G. Ballard, in The Washington Post 1991• The Million-Dollar Tattoo: Laura’s Skin by F.J. Fiederspiel, in New York Times Book Review 1991• Tragic Cuban Emigre and a Tale of ‘The Door to Happiness’: The Doorman by Reinaldo Arenas, in The Philadelphia Inquirer Book Review 1991• Presley as Paradigm: Dead Elvis: A Chronicle of Cultural Obsession by Greil Marcus, in Los Angeles Times 1991• Getting Away from Already Being Pretty Much Away from It All, in ASFTINDA 1993• Greatly Exaggerated, in ASFTINDA 1992• Kathy Acker’s Portrait of an Eye: Three Novels, in Harvard Review 1992• Iris' Story: An Inversion of Philosophic Skepticism: The Blindfold by Siri Hustvedt, in The Philadelphia Inquirer 1992• Mr. Cogito, in Spin 1994• Tracy Austin’s ‘Beyond Center Court: My Story’, in The Philadelphia Inquirer 1992• David Lynch Keeps His Head, in ASFTINDA 1995• Tennis Player Michael Joyce’s Professional Artistry as a Paradigm of Certain Stuff about Choice, Freedom, Discipline, Joy, Grotesquerie, and Human Completeness, in ASFTINDA 1995• A Supposedly Fun Thing I’ll Never Do Again, in ASFTINDA 1995• God Bless You, Mr. Franzen, in Harper’s letter 1996• Democracy and Commerce at the US Open, in Tennis 1996• Impediments to Passion, in Might Magazine 1996• Quo Vadis – Introduction, in Review of Contemporary Fiction 1996• Joseph Frank’s Dostoevsky, in CTL 1996• Twilight of the Great Literary Beasts: John Updike, Champion Literary Phallocrat, Drops One; Is This Finally the End for the Magnificent Narcissist?, in New York Observer book review 1997• The Nature of the Fun, in Fiction Writer1998• Big Red Son, in CTL 1998• F/X Porn, in Waterstone’s Magazine 1998• Authority and American Usage (or, ‘Politics and the English Language’ is Redundant), in CTL 1999• Overlooked: Five Direly Underappreciated U.S. Novels >1960, in Salon 1999• 100-word statement, in Rolling Stone 1999• Rhetoric and the Math Melodrama, in Science 2000• The Weasel, Twelve Monkeys, and the Shrub, in Rolling Stone 2000• The Best of the Prose Poem, in Rain Taxi 2001• The View from Mrs. Thompson’s, in CTL 2001• Consider the Lobster, in CTL 2004• Borges on the Couch, in the New York Times Book Review 2004• Twenty-Four Word Notes, als Word Note, in Oxford American Writer’s Thesauraus 2004• Host, in CTL 2005• Federer as Religious Experience, NYTM: PLAY 2006• Deciderization 2007 – a Special Report, Essay als Einleitung in The Best American Essays 2007 • Just Asking, in The Atlantic 2007• It All Gets Quite Tricky, Harper’s 2008 Sachbuch• Signifying Rappers. Warum Rap, den Sie hassen, nicht Ihren Vorstellungen entspricht, sondern scheißinteressant ist und wenn anstößig, dann bei dem, was heute so abgeht, von nützlicher Anstößigkeit, aus dem Amerikanischen von Ulrich Blumenbach, Kiepenheuer & Witsch 2014. (OT: Signifying Rappers Ecco Press 1990) • Schrecklich amüsant – aber in Zukunft ohne mich, aus dem Amerikanischen von Marcus Ingendaay, Marebuch 2008. (OT: A Supposedly Fun Thing I’ll Never Do Again: Essays and Arguments, Little, Brown and Company 1997) • Georg Cantor: Der Jahrhundertmathematiker und die Entdeckung des Unendlichen, aus dem Amerikanischen von Helmut Reuter und Thorsten Schmidt, Piper 2007. (OT: Everything and More: A Compact History of Infinity, W. W. Norton & Company 2003)• Am Beispiel des Hummers, aus dem Amerikanischen von Marcus Ingendaay, Kiepenheuer & Witsch 2010. (OT: Consider the Lobster and Other Essays Little, Brown and Company 2005) • Das hier ist Wasser/ This is water Anstiftung zum Denken, zweisprachige Ausgabe Deutsch – Englisch, aus dem Amerikanischen von Ulrich Blumenbach, Kiepenheuer & Witsch 2012. (OT: This is Water: Some Thoughts, Delivered on a Significant Occasion, about Living a Compassionate Life, Little, Brown and Company 2009) Sonstiges• Fate, Time, and Language: An Essay on Free Will, D.F. Wallaces Bachelor-Abschlussarbeit über Richard Taylor, 2010. Verfilmungen2009 Brief Interviews with Hideous Men2012 Simpsons- Folge A Totally Fun Thing That Bart Will Never Do Again, dt. Im Zeichen der Kreuzfahrt, basiert lose auf dem Essay A Supposedly Fun Thing I’ll Never Do Again2014 The End of the Tour, basiert auf David Lipskys Buch Although of Course You End Up Becoming Yourself: A Road Trip with David Foster Wallace Literatur• Jede Liebesgeschichte ist eine Geistergeschichte: David Foster Wallace. Ein Leben, aus dem Amerikanischen von Eva Kemper, Kiepenheuer & Witsch 2014. (OT: Every Love Story is A Ghost Story: A Life of David Foster Wallace, Granta Publications 2012) • Although of Course You End Up Becoming Yourself: A Road Trip with David Foster Wallace, Broadway Books 2010.
Rezensionen
"Es ist der Charismatiker Wallace, der hier mit schöner Stimme spricht: der leidgeprüfte, sanfte Riese, den drei Jahre später die Nachrufe rühmten. Und so ist Das hier ist Wasser, schriftstellerisch ein Nebenprodukt, zur wichtigen Devotionale im Kult um >St. Dave<, den Heiligen der komplexen Gesellschaft, geworden, den so viele gerne in Wallace sehen." -- Welt Online, 12.05.2012

Perlentaucher-Notiz zur FR-Rezension

Die Reden, die bei Abschlussfeiern an amerikanischen Colleges gehalten werden, sind ein fester Bestandteil der Tradition und bilden geradezu ein eigenes Genre, weiß Peter Michalzik. Im Jahr 2005 hielt der inzwischen zum Kultautor aufgestiegene David Foster Wallace so eine Rede am Kanyon College in Ohio, die nun in einer zweisprachigen Ausgabe als Buch - oder Büchlein - erschienen ist. Kern dieser Rede, verrät der Rezensent, sei es, die "Standardeinstellung" zu überwinden. Mit diesem Begriff - im englischen Original "default setting" - bezeichne Foster Wallace ein unbewusstes, unwillkürliches Denken, auch eine angeborene Selbstfixierung, die dem eigenen Glück und dem anderer im Wege stehe. Frustration und Verachtung sublimiere Foster Wallace in äußerst unterhaltsame Ironie, so Michalzik. Daher zeige sich erst in der Kenntnis seines späteren Selbstmords die Verzweiflung eines Autors, der hoffte, die Wirklichkeit aushebeln zu können - "die unerträgliche Überheblichkeit des (wenn auch noch so großartigen) Literaten".

© Perlentaucher Medien GmbH
Besprechung von 15.10.2012
Zu lesen vor der Vorlesung
Klar, Bücher gehören zum Alltag an der Uni. Aber hat auch mal jemand etwas über den Alltag dort geschrieben?
Hier sechs Lektürevorschläge, die bei keinem Seminar auf der Liste stehen
Das Seriöse
„Studieren – Eine Gebrauchsanweisung“
von Eduard Augustin, Matthias Edlinger und Philipp von Keisenberg
Darum geht’s: Studienwahl, Wohnungssuche, BAföG, Referate, Erasmus, Stipendien, Nebenjobs. Ganz schön viel für so ein kleines Buch. Besonders interessant: eine Schätzung, wie viel Geld man durchschnittlich im Monat braucht – und wann und wie viel Unterhalt die Eltern zahlen müssen.
Darum geht’s wirklich: Um leichte Panikausbrüche, die man beim Lesen bekommt: Muss ich alles wissen? Nein, nicht alles – und vor allem nicht sofort.
Wer kauft’s: Lehrerelternund -kinder.
Bester Zeitpunkt zum Kauf: nach dem Studium. Klar wäre es stressfreier, wenn man die ganzen Geheimnisse rund ums Prüfungsschreiben und Notenanfechten schon vorher kennen würde. Dann verpasst man allerdings die Leute, die man kennenlernt, wenn man solche Fragen selbst zu klären versucht.
Gelernt: die ideale Lerngruppengröße (drei) und den Schnipo-Index. Angelehnt an den BigMac-Index, der die Kaufkraft einer Währung illustrieren soll, haben die Autoren ein Preis-Ranking für Schnitzel mit Pommes, den Schnipo-Index, erfunden (am günstigsten übrigens in der Mensa der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg mit 1,85 Euro.)
Wo liegt das Buch: Auf der Kommode im WG-Flur. Natürlich vor der bunt gestrichenen Wand.
Unnötig: Die Anleitung, wie man studentisch applaudiert, und der Hinweis darauf, dass man sich im Hörsaal nicht in die letzte Reihe setzen soll (weil da so viel geschwätzt wird).
Status: Möchte gerne Studentenpflichtlektüre werden.
  
Das Praktische
„Käts Studentenküche“ von Katerina Dimitriadis
Darum geht’s: Basic-Rezepte für Chili con Carne, Spaghetti Bolognese und Pizza, aber auch Griechisches, aus der Heimat der Autorin. Katerina Dimitriadis, 22, studiert Buchwissenschaft und arbeitet nebenbei im Restaurant ihrer Mutter.
Darum geht’s wirklich: wie in jedem Kochbuch ums Appetitmachen. In diesem Fall aufs Bekochtwerden zu Hause. Und ein bisschen auch ums Neidischwerden auf das Kitsch-Porzellan auf den Fotos.
Wer kauft’s: Eltern, die nicht mehr jede Woche ein Fresspaket schicken wollen.
Bester Zeitpunkt zum Kauf: Wenn man Heißhunger auf Pfannkuchen hat, der Teig zu fest geworden ist und Mama nicht ans Telefon geht.
Gelernt: Dass man den Wecker wirklich mal früher stellen und frühstücken sollte.
Wo liegt das Buch: neben dem Herd. Irgendwann verdecken es ein paar Pizzaschachteln.
Unnötig: Die QR-Codes, die zu jedem Rezept die Einkaufsliste aufs Handy schicken. Die Basics hat man zu Hause und den Rest kann man sich auch merken.
Status: Hunger!
  
Die Lebenshilfe
„This is water“ von David Foster Wallace
Darum geht’s: „There are these two young fish swimming along and they happen to meet an older fish swimming the other way. . .“, so begann David Foster Wallace 2005 seine Abschlussrede vor den Absolventen des Kenyon College. Geworden ist daraus ein wunderbar leichter, philosophischer Aufsatz, der auf einer schlichten Parabel basiert. Zwei junge Fische begegnen einem älteren, der fragt: „Morning, boys. How’s the water?“ Die zwei jungen schwimmen weiter, bis einer den anderen fragt: „What the hell is water?“
Darum geht’s wirklich: Eigentlich sagt schon der Buchtitel alles. Dass man offen für alles sein soll, was einen umgibt – wie die Fische das Wasser.
Wer kauft’s: In der Regel kauft man es nicht selbst, es wird einem gekauft. Klassischerweise zum Abi.
Bester Zeitpunkt zum Kauf: Wenn gerade alles schief läuft und man eigentlich von jemandem geschüttelt werden muss, um die Dinge wieder anders zu sehen. Also oft.
Gelernt: Dass man diejenigen, die in der Schlange an der Supermarktkasse zwei Minuten vor Ladenschluss hinter einem warten, bestimmt genauso genervt sind wie man selbst. Und dass 24 Seiten viel zu schnell vorbei sind. Dafür kann man das Buch immer wieder lesen, es wird einem immer wieder etwas Neues auffallen.
Wo liegt das Buch: In der Tasche – es hat dort sein eigenes Fach.
Unnötig: Die deutsche Übersetzung. Zum Glück ist in der deutschen Ausgabe die englische Version dabei.
Status: unantastbar.
  
Die Altersweisheit  
„Wie man eine wissenschaftliche Abschlussarbeit schreibt“ von Umberto Eco
Darum geht’s: Nicht nur um wissenschaftliche Abschlussarbeiten, sondern auch um Seminar- und Hausarbeiten und Referate. Eco, damals Professor an der Universität Bologna, schreibt über Literaturlisten, Materialsuche und -ordnung, Zeitplanung und klärt die Frage, wie viele Bücher man für eine Seminararbeit lesen sollte und für wen man da eigentlich schreibt.
Darum geht’s wirklich: Natürlich ist alles hilfreich, was Eco schreibt, das Buch ist aber auch ein wunderbares Prokrastinationswerkzeug. Es ist leicht verständlich und mit einem Hauch Ironie einfach schön zu lesen. Man darf nur nicht vergessen, anzufangen. Also mit der Abschlussarbeit.
Wer kauft’s: Nostalgiker (wegen der Schreibmaschine), und die, die ein Erasmussemester in Italien planen. Eco bezieht sich oft auf das italienische Hochschulsystem.
Bester Zeitpunkt zum Kauf: Zu Beginn des Studiums. Weil es auch um Referate und Seminararbeiten geht. Und, weil man laut Eco für die Abschlussarbeit mindestens sechs Monate und höchstens drei Jahre brauchen soll (letzteres kann man nur verstehen, wenn man noch weiß, wie ein Studium vor der Vor-Bachelor- & Masterzeit ausgesehen hat.)
Gelernt: Eigentlich logisch, trotzdem muss es vor einer wichtigen Arbeit noch mal gesagt werden: „Je begrenzter das Gebiet, umso besser kann man arbeiten und auf umso sichererem Grund steht man.“
Sehr schön: die vielen Beispiele für „unmachbare“ Arbeiten, die Eco bringt.
Wo liegt das Buch: aufgeklappt auf dem Schreibtisch. Immer.
Unnötig: Alle Kundenrezensionen, die darauf hinweisen, dass es veraltet ist und kein Internet, kein Computer darin vorkommen. Schließlich bekommt man noch einmal vorgeführt, wie man an interessantes Material kommt – und kann sich gegen das abheben, was alle anderen etwas lustlos ergoogeln.
Status: hat immer Recht.
  
Das Skandalöse
„Ich bin Charlotte Simmons: Roman“ von Tom Wolfe
Darum geht’s: Die hochbegabte Charlotte erhält ein Stipendium für eine Eliteuniversität. Endlich kommt sie aus ihrem Kaff raus und hofft, dass sie es jetzt nur noch mit Genies zu tun hat. Natürlich kommt alles ganz anders. An der Uni geht es nämlich nicht vordergründig ums Lernen.
Darum geht’s wirklich: Sex. Und Alkohol. Und dass der Umgang damit durchaus als „Soft Skills“ durchgehen kann.
Wer kauft’s: Alle, die sich immer fragen, warum es an ihrer Uni ganz anders zugeht als in den Colleges in Filmen und Serien.
Bester Zeitpunkt zum Kauf: Wenn man gerade die neue Staffel der Lieblingsserie fertig geschaut hat.
Gelernt: Dass der Wunsch dazuzugehören manchmal so stark ist, dass wir uns vor uns selbst fürchten.
Wo liegt das Buch: Klassiker. Typischer Fall fürs Bücherregal.
Unnötig: künstliche Empörung über die böse Jugend. War schon 2004 überflüssig.
Status: „Cruel Intentions“ der Nullerjahre
  
Das Bizarre
„Männer-WG mit Trinkzwang“ von Karsten Hohage
Darum geht’s: Um Karsten, der ein Zimmer sucht und in einer Studentenverbindung landet. Erst will er nur ein paar Wochen bleiben, dann gefällt es ihm doch – oder besser, mit der Zeit findet er alles nicht mehr so schlimm.
Darum geht’s wirklich: Alkohol, obskure Verbindungsrituale und Erfüllung von Pflichten, die sich vor ein paar Jahrhunderten mal jemand ausgedacht hat.
Wer kauft’s: Jungs, die bei der Wohnungssuche verzweifeln und mit dem Gedanken spielen, doch auf eine Verbindungsanzeige zu antworten (die erkennt man z.B. an dem Wunsch nach „katholischen“ Männern oder an den meist recht gediegenen Villen). Und „alte Herren“, als Erinnerung.
Bester Zeitpunkt zum Kauf: Wenn man auf so ’ne Anzeige stößt.
Gelernt: Vor allem Verbindungsvokabeln. Da kommen Sänger-, Burschen- und Landsmannschaften vor, man lernt, was eine Mansur, Pönalen und „aufs Haus gehen“ bedeuten. Auf den letzten Seiten ist auch noch eine Tabelle mit allen Verbindungsformen. Zum Glück hat man das gleich wieder vergessen.
Wo liegt das Buch: Es liegt nicht. Es steht. Unter „gebrauchte Bücher“ auf Amazon.
Unnötig: die Fußnoten. Der Autor weist darauf hin, dass sie „manchmal viel interessanter als der Text sind“. Sind sie nicht. Meistens sind es nur weitere Verbindungsvokabeln. Er schreibt auch, dass er sich nicht rechtfertigen will. Tut er natürlich dauernd.
Status: Opa erzählt von früher (und ohje, warum war der in einer Verbindung?).
  
KATHRIN HOLLMER
Sex, Kochen, Lebenserfahrung: Zum Semesterstart gibt’s eine Bücherauswahl, die alle Aspekte des Studentendaseins abdeckt und dabei in den meisten Fällen noch unterhaltsam zu lesen ist.
MONTAGE: K. BITZL
DIZdigital: Alle Rechte vorbehalten – Süddeutsche Zeitung GmbH, München
Jegliche Veröffentlichung und nicht-private Nutzung exklusiv über www.sz-content.de
…mehr
"Wie der Amerikaner hier erzählerisch in die Fragen des Lebens einführt [...] - das ist in dieser Kürze und Klarheit bestrickend." Augsburger Allgemeine 20130423