Gerechtigkeit! (eBook, ePUB) - Herrmann, Günter
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In dieser hochaktuellen und grundlegenden Studie rollt Günter Herrmann wesentliche Fragen auf: Wie kann unser Rechtsleben gerechter und menschlicher werden? Was bedeutet für Richter, Beamte und Spitzenpolitiker der Amtseid »Gerechtigkeit zu üben«? Woher kommt Gerechtigkeit? Aufgrund der geisteswissenschaftlichen Erkenntnis, dass Gerechtigkeit als Urphänomen und Ideal tatsächlich existiert, weist Herrmann den Weg, wie Gerechtigkeit für unser Rechtsleben fruchtbar werden kann: Jeder soll nach Gerechtigkeit streben, sie in sein Bewusstsein aufnehmen und in seine Entscheidungen sowie in den…mehr

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Produktbeschreibung
In dieser hochaktuellen und grundlegenden Studie rollt Günter Herrmann wesentliche Fragen auf: Wie kann unser Rechtsleben gerechter und menschlicher werden? Was bedeutet für Richter, Beamte und Spitzenpolitiker der Amtseid »Gerechtigkeit zu üben«? Woher kommt Gerechtigkeit? Aufgrund der geisteswissenschaftlichen Erkenntnis, dass Gerechtigkeit als Urphänomen und Ideal tatsächlich existiert, weist Herrmann den Weg, wie Gerechtigkeit für unser Rechtsleben fruchtbar werden kann: Jeder soll nach Gerechtigkeit streben, sie in sein Bewusstsein aufnehmen und in seine Entscheidungen sowie in den Diskurs zur Bildung gemeinschaftlicher Gerechtigkeitsvorstellungen einbringen. Dies bedarf aktiven Wollens und Handelns aller Beteiligten – am wirksamsten unter Achtung der klassischen Tugenden. Angesichts der Defizite in unserem Rechtsleben tut Gerechtigkeit not! Deshalb soll dieser Essay des erfahrenen Intendanten und Hochschullehrers auch ein Weckruf für mehr Nächstenliebe und Gerechtigkeit sein.
  • Produktdetails
  • Verlag: Duncker & Humblot
  • Erscheinungstermin: 24. November 2011
  • Deutsch
  • ISBN-13: 9783428380305
  • Artikelnr.: 56546212
Inhaltsangabe
A. Gerechtigkeit tut not! B. Rationale Aspekte der Gerechtigkeit I. Einige Grundgedanken: Gerechtigkeit und Ungerechtigkeit – Macht und Gerechtigkeit – Gerechtigkeit in der Gesellschaft mehrerer Menschen – Amtspflicht oder freier Wille, gerecht zu handeln – Gerechte Preise und Löhne? – Verteilgerechtigkeit – Soziale Gerechtigkeit: Gerechtigkeit bei Knappheit materieller Güter – Rechtssicherheit / Rechtsfrieden – Gerechtigkeit nicht nur Abwesenheit von Ungerechtigkeit II. Zum Entscheidungsprozess: Entscheidungen nur zwischen mehreren praktikablen Alternativen – Rhythmus und Waage – Maßstab? III. Zusammenfassung: Rationale Aspekte der Gerechtigkeit C. Gerechtigkeit: Urphänomen und Ideal in der geistigen Welt I. Wo ist die Wurzel der Gerechtigkeit? II. Wie kann Gerechtigkeit in unserem Leben fruchtbar werden? – Über das Gerechtigkeitsbewusstsein III. Kritische Zwischenfrage: Im 21. Jahrhundert Intuitionen aus der geistigen Welt? D. Der Weg zu gerechten Rechtsordnungen und Entscheidungen I. Ein lebendiger Diskurs kann die individuellen Gerechtigkeitsgedanken zu Gemeinschaftsvorstellungen verschmelzen II. So kann Gerechtigkeit Quellort für das irdische Rechtsleben sein und sich zu Recht verdichten III. »Gerechtigkeit üben«: Pflicht oder freie Tat – Amtspflichten – »Gerechtigkeit üben« als freie Tat IV. Tugenden für das Rechtsleben: Gerechtigkeit und Tugenden – Vier Kardinaltugenden und drei christliche Tugenden V. Sieben Tugenden als Leitsterne auf dem Weg zur Gerechtigkeit und zu einem menschlichen Rechtsleben E. Schlussthesen mit Impulsen für Gegenwart und Zukunft Literatur, Register

A. Gerechtigkeit tut not!B. Rationale Aspekte der GerechtigkeitI. Einige Grundgedanken: Gerechtigkeit und Ungerechtigkeit - Macht und Gerechtigkeit - Gerechtigkeit in der Gesellschaft mehrerer Menschen - Amtspflicht oder freier Wille, gerecht zu handeln - Gerechte Preise und Löhne? - Verteilgerechtigkeit - Soziale Gerechtigkeit: Gerechtigkeit bei Knappheit materieller Güter - Rechtssicherheit / Rechtsfrieden - Gerechtigkeit nicht nur Abwesenheit von UngerechtigkeitII. Zum Entscheidungsprozess: Entscheidungen nur zwischen mehreren praktikablen Alternativen - Rhythmus und Waage - Maßstab?III. Zusammenfassung: Rationale Aspekte der GerechtigkeitC. Gerechtigkeit: Urphänomen und Ideal in der geistigen WeltI. Wo ist die Wurzel der Gerechtigkeit?II. Wie kann Gerechtigkeit in unserem Leben fruchtbar werden? - Über das GerechtigkeitsbewusstseinIII. Kritische Zwischenfrage: Im 21. Jahrhundert Intuitionen aus der geistigen Welt?D. Der Weg zu gerechten Rechtsordnungen und EntscheidungenI. Ein lebendiger Diskurs kann die individuellen Gerechtigkeitsgedanken zu Gemeinschaftsvorstellungen verschmelzenII. So kann Gerechtigkeit Quellort für das irdische Rechtsleben sein und sich zu Recht verdichtenIII. »Gerechtigkeit üben«: Pflicht oder freie Tat - Amtspflichten - »Gerechtigkeit üben« als freie TatIV. Tugenden für das Rechtsleben: Gerechtigkeit und Tugenden - Vier Kardinaltugenden und drei christliche TugendenV. Sieben Tugenden als Leitsterne auf dem Weg zur Gerechtigkeit und zu einem menschlichen RechtslebenE. Schlussthesen mit Impulsen für Gegenwart und ZukunftLiteratur, Register
Rezensionen

Süddeutsche Zeitung - Rezension
Süddeutsche Zeitung | Besprechung von 26.07.2012

Gerecht handeln
Günter Herrmann erinnert an die
Grundlagen der Jurisprudenz
Fragt man Biologen nach dem Leben, Psychologen nach der Seele oder Ärzte nach der Gesundheit, ist nicht selten eine einigermaßen tragische Beobachtung zu machen: Viele Fachvertreter vergessen ihren aus lebensweltlicher Sicht ureigensten Erkenntnisgegenstand – da sich ihre Disziplin wissenschaftlich in pragmatischer Selbstbeschränkung fortentwickelt. Gleiches gilt für zahlreiche Juristen, zur Gerechtigkeit befragt. Darum jedenfalls sorgt sich der ehemalige Rundfunk-Intendant, Rechtsanwalt und Hochschullehrer Günter Herrmann, der seine Gedanken zu diesem juristisch „wichtigsten Wert“ aufgeschrieben hat.
  Herrmann wendet sich gegen einen Rechtspositivismus, der glaube, „Recht ist, was im Gesetz steht – ohne Rücksicht auf Gerechtigkeit“. Im Gegensatz dazu formuliert Herrmann, dass es „ohne Gerechtigkeit keine echte Rechtsordnung und Rechtsentscheidung gibt“. Als Beispiel dafür dient ihm der Sinneswandel des großen Rechtsphilosophen Gustav Radbruch. Noch Reichsjustizminister der Weimarer Republik, meinte er: „Für den Richter ist es Berufspflicht, den Geltungswillen des Gesetzes zur Geltung zu bringen, das eigene Rechtsgefühl dem autoritativen Rechtsbefehl zu opfern, nur zu fragen was Rechtens ist, und niemals, ob es auch gerecht sei.“ Nach der NS-Diktatur erklärte Radbruch hingegen: „Recht, auch positives Recht, kann man gar nicht anders definieren denn als eine Ordnung und Satzung, die ihrem Sinn nach bestimmt ist, der Gerechtigkeit zu dienen.“
  Herrmann vergisst bei seinen Überlegungen zu Gerechtigkeit als „Urphänomen, Idee und Ideal“ nicht, dass „die wesentliche Aufgabe des Richters und des Beamten die rationale Anwendung der Rechtsordnung ist und bleibt“. Jedoch plädiert er jenseits amtlicher Pflichten und persönlicher Neigungen dafür, immer wieder „Gerechtigkeit zu üben“ – als „freie Tat“. Die paulinischen Tugenden Glaube, Liebe, Hoffnung, aber auch die drei platonischen Kardinaltugenden Besonnenheit, Klugheit, Tapferkeit zielten, so Herrmann, als „Leitsterne und Stützen“ auf die vierte, die Gerechtigkeit, hin.
  Herrmanns Werk ist letztendlich eine kluge, manchmal etwas altkluge Reflexion eines jahrzehntelang um Gerechtigkeit Bemühten; eine persönliche Vergewisserung, die zum größeren Teil aus Fußnotentext besteht – unpassend und selten erhellend bei einem Buch, das auf die Lebens-, nicht auf die akademische Welt hin orientiert ist.
PHILIP KOVCE
Günter Herrmann: Gerechtigkeit! Impulse für ein menschliches Rechtsleben. Verlag Duncker & Humblot, Berlin 2012. 167 Seiten, 28 Euro.
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