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Wie und wodurch entstehen, gedeihen und zerbrechen - soziologisch gesehen - heute und in unserem Kulturkreis heterosexuelle Paarbeziehungen in ausgewählten Werken der belletristischen Literatur?Die sieben als Untersuchungsmaterial dienenden Romane geben auf diese Ausgangsfrage sehr unterschiedliche Antworten. Insgesamt können sich die 'Theorien' der Romanautoren von der Wirklichkeit aber mit denen der soziologischen Wissenschaft, wie der Autor nachweist, durchaus messen. Das Fazit von Literaten und Soziologen ist nahezu identisch: Anders als früher, als Dritte und übergeordnete Instanzen noch…mehr

Produktbeschreibung
Wie und wodurch entstehen, gedeihen und zerbrechen - soziologisch gesehen - heute und in unserem Kulturkreis heterosexuelle Paarbeziehungen in ausgewählten Werken der belletristischen Literatur?Die sieben als Untersuchungsmaterial dienenden Romane geben auf diese Ausgangsfrage sehr unterschiedliche Antworten. Insgesamt können sich die 'Theorien' der Romanautoren von der Wirklichkeit aber mit denen der soziologischen Wissenschaft, wie der Autor nachweist, durchaus messen. Das Fazit von Literaten und Soziologen ist nahezu identisch: Anders als früher, als Dritte und übergeordnete Instanzen noch mitzureden hatten, befinden heute die Akteure von Liebesbeziehungen weitgehend selber und allein darüber, ob, wie und wie lange sie sich aufeinander einlassen. Gleichwohl spüren die Akteure je nach Herkunft in sich auch mehr oder weniger stark noch "kulturelle Imperative" (Luhmann), die sich aus christlich-jüdischen, bürgerlichen und romantischen Quellen speisen und in den Individuen um Anerkennung und Mitberücksichtigung ringen.So entstehen Beziehungskisten, die je nach Glauben, Herkunft, Schicht, Bildung, Lebensstil, Geschmack und Weltanschauung der Akteure einerseits zwar 'selbst gestrickt' sind, andererseits aber die Beeinflussung durch kulturelle Imperative nicht verleugnen können. Insgesamt begünstigen und erleichtern die Rahmen-bedingungen heute eher das Verlieben und das Entlieben als das auf Dauer angelegte Lieben. Diese Entwicklung ist, wie der Autor zeigt, keineswegs neu. Neu sind nur das Tempo und die Rigorosität, mit denen sie die älteren, eingefahrenen Verhaltensmuster ablöst.