Von Kung-Fu bis Ladypower. 33 Übungen in moderner Philosophie

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In diesem Buch gelingt der Gegenwartsphilosophie endlich der Ausgang aus ihrer akademischen Unzugänglichkeit. Ursprünglich veröffentlicht im mittlerweile legendären Philosophie-Blog "The Stone" der New York Times liegen hier erstmals 33 der wichtigsten Essays auf Deutsch vor. Sie durchleuchten immer ansprechend und nie anspruchslos philosophische Probleme aller Art; die Bandbreite der behandelten Themen reicht von "Klassikern" der philosophischen Debatte - wie etwa der Definition von "Wissenschaft", der Frage nach dem menschlichen Bewusstsein oder den Grundlagen der Moral - bis zu den…mehr

Produktbeschreibung
In diesem Buch gelingt der Gegenwartsphilosophie endlich der Ausgang aus ihrer akademischen Unzugänglichkeit. Ursprünglich veröffentlicht im mittlerweile legendären Philosophie-Blog "The Stone" der New York Times liegen hier erstmals 33 der wichtigsten Essays auf Deutsch vor. Sie durchleuchten immer ansprechend und nie anspruchslos philosophische Probleme aller Art; die Bandbreite der behandelten Themen reicht von "Klassikern" der philosophischen Debatte - wie etwa der Definition von "Wissenschaft", der Frage nach dem menschlichen Bewusstsein oder den Grundlagen der Moral - bis zu den konkreten Problemstellungen unserer Gegenwart, etwa wenn es um die Moralität des Drohnenkrieges oder um Fragen der Geschlechtergerechtigkeit geht. Ein faszinierendes Panorama der gegenwärtigen philosophischen Diskussion in fast allen ihren Facetten.
  • Produktdetails
  • Verlag: Metzler; W.W. Norton & Company, Inc.
  • Artikelnr. des Verlages: 978-3-476-04344-3
  • 1. Aufl.
  • Seitenzahl: 247
  • 2017
  • Ausstattung/Bilder: vi, 242 S. 190 mm
  • Deutsch
  • Abmessung: 200mm x 136mm x 22mm
  • Gewicht: 351g
  • ISBN-13: 9783476043443
  • ISBN-10: 3476043444
  • Artikelnr.: 47406345
Autorenporträt
Simon Critchley (geb. 1960 in England) ist Philosoph und lehrt an der New School for Social Research in New York. Sein Interesse kreist um das Verhältnis von Philosophie und Politik, das Problem der Verantwortung und des Handelns sowie den philosophischen Rang von Dichtung und Literatur. Immer wieder beschäftigt er sich mit der von gegenseitigem Mißtrauen beherrschten Kontroverse zwischen »kontinentaleuropäischer« und analytischer »angelsächsischer« Philosophie. Zwischen 1998 und 2004 war er Programmdirektoram Collège International de Philosophie in Paris und zudem mehrmals Humboldt-Stipendiat an der Universität Frankfurt.
Inhaltsangabe
Vorwort.
Die Schwierigkeit der Philosophie.
Kung
Fu für Philosophen.
Mut zur Brücke?.
Kleine Lobrede auf den "Kampf der Kulturen".
Sterben lernen im Anthropozän.
Gefährliche Gewissheit oder Eine Lehre aus Auschwitz.
Das Rätsel der Spezies Mensch.
Schöne neue Neurowelt.
Mary und die Zombies.
Beerdigt die Neurowissenschaft den freien Willen?.
Praktisch
Theoretisch.
Die Blüte des Glücks.
Kant als Feminist.
Sind wir moralische Affen?.
Im Taxi zum Vulkan.
Gibt es natürliche Menschenrechte?.
Bekenntnisse eines Ex
Moralisten.
Sind wir reif für die "Moralpille"?.
Lebendig begraben.
Das Märchen von der Menschheitsliebe.
Drohnen
ein "moralisches Wagnis"?.
Experimente in der Philosophie.
Bootsfahrt ohne Steuermann.
Eine echte Wissenschaft des Geistes.
Weniger ist mehr.
Beweise für ein Mysterium?.
Ist es egal, ob Gott existiert?.
Mal ehrlich: Nach uns die Sintflut?.
Volkswirtschaftslehre
Wissenschaft oder Handwerk?.
Ist Zwangsvaterschaft fair?.
Ladypower.
Das Ich
Evangelium.
Ohne Ironie leben.
Rezensionen
Besprechung von 03.11.2017
Grundsätzliche Erwägungen
So philosophiert die "New York Times": Ein Band mit Texten des Blogs "The Stone"

Einführungen in die Philosophie können schnell mühsam werden, populäre Darstellungen, die dieser Aussicht durch betonte Lockerheit vorbeugen möchten, dagegen leicht läppisch enden. Die nun auf Deutsch erschienene Auswahl aus dem Philosophie-Blog "The Stone" der "New York Times" entgeht beiden Gefahren. Wozu zuerst einmal gehört, dass die Beiträge überhaupt nicht in erster Linie darauf aus sind, philosophische Richtungen oder die Argumente bestimmter Autoren vorzustellen.

Angesetzt wird vielmehr bei konkreten Fragestellungen, die in knappen Essays durchweg schnörkellos verhandelt werden: weder mit dem Anspruch, damit alles zum Gegenstand gesagt zu haben, noch mit dem Gestus, über den Dingen zu schweben, ob es nun um Drohneneinsatz, Menschenrechte, den "Kampf der Kulturen", den Status der Volkswirtschaftslehre oder die sehr alte Frage geht, was es mit der Existenz Gottes auf sich habe. Und warum sollte man sich nicht einer phänomenologisch orientierten Analyse unserer Erfahrung und ihrer Abhängigkeit von Interaktionen mit anderen Menschen nähern, indem man sich Zeugnisse darüber vor Augen führt, wie strikte Isolationshaft, also das Unterbinden fast jeder Interaktion, auf Häftlinge wirkt.

Das führt schneller auf wichtige Einsichten als die Erinnerung an die Ansprüche, die Edmund Husserl an die phänomenologische Methode stellte. Auch solide Einsprüche gegen die "schöne neue Neurowelt" oder die Neigung, Wissenschaft auf plane Weise gegen Religion in Stellung zu bringen - Richard Dawkins und die Folgen -, sind durchaus, wie sich zeigt, auf knappem Raum unterzubringen. Ein paar bekannte Namen stehen unter den Beiträgen, aber Reputation gibt nicht den Ausschlag, sondern die möglichst triftige und zügige Behandlung der gewählten Fragen, Phänomene und aufgegriffenen Thesen oder Meinungen.

Über den Titel sehe man großzügig hinweg, irgendwie muss man einen solche Sammlung halt nennen. Der Inhalt kann sich sehen lassen.

hmay.

"Von Kung-Fu bis Ladypower". 33 Übungen in moderner Philosophie. Hrsg. von Peter Catapano und Simon Critchley.

Aus dem Englischen von Tobias Gabel.

J. B. Metzler Verlag, Stuttgart 2017.

247 S., geb., 19,99 [Euro].

Alle Rechte vorbehalten. © F.A.Z. GmbH, Frankfurt am Main
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