Die Uhren wechselten die Richtung - Sachtouris, Miltos
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Sachtouris' Dichtung ist geschlossen und ohne erkennbare Bezüge auf eine äußere Wirklichkeit, wenn auch er aus einem vertrauten oder gar traditionsbewussten bzw. Symbolbehafteten Fundus schöpft - der Mond, die Vögel, das Messer, der Hund oder das Blut immer wiederkehren. Seine Lyrik ist zuweilen duster und seine Welten wirken oft wie ein schlechter Traum. Die Verwandtschaft seiner Lyrik mit dem Surrealismus ist offensichtlich, jedoch ohne dessen programmatische Aggressivität noch die revolutionäre Ausrichtung aufzunehmen. Miltos Sachtouris (1919-2005) beeinflusste eine ganze Generation von…mehr

Produktbeschreibung
Sachtouris' Dichtung ist geschlossen und ohne erkennbare Bezüge auf eine äußere Wirklichkeit, wenn auch er aus einem vertrauten oder gar traditionsbewussten bzw. Symbolbehafteten Fundus schöpft - der Mond, die Vögel, das Messer, der Hund oder das Blut immer wiederkehren. Seine Lyrik ist zuweilen duster und seine Welten wirken oft wie ein schlechter Traum. Die Verwandtschaft seiner Lyrik mit dem Surrealismus ist offensichtlich, jedoch ohne dessen programmatische Aggressivität noch die revolutionäre Ausrichtung aufzunehmen.
Miltos Sachtouris (1919-2005) beeinflusste eine ganze Generation von Dichtern und wurde für sein Werk mit zahlreichen Preisen geehrt. Der vorliegende Band der Edition Romiosini bringt eine umfassende, repräsentative Auswahl aus seinem Gesamtwerk.
  • Produktdetails
  • Verlag: epubli
  • 2. Aufl.
  • Seitenzahl: 164
  • Deutsch
  • Abmessung: 205mm x 135mm x 10mm
  • Gewicht: 232g
  • ISBN-13: 9783946142546
  • ISBN-10: 3946142540
  • Artikelnr.: 53842260
Autorenporträt
Sachtouris, Miltos
Miltos Sachtouris stammte aus einer alteingesessenen Familie von der Insel Hydra. Geboren wurde er 1919 in Athen. 1937 immatrikulierte er sich an der Juristischen Fakultät seiner Geburtsstadt. Sein literarisches Debüt gab 1938 unter einem Pseudonym. Kurz darauf brach er sein Studium ab und widmete sich ganz der Literatur. Sachtouris' Dichtung ist hermetisch, selbstreflexiv, ohne sogleich erkennbare Bezüge auf die äußere Wirklichkeit. Dennoch schöpft er aus einem vertrauten, Anklänge an die poetische Tradition bewusst suchenden und symbolträchtigen Bildfundus, in dem Motive wie die Sonne, der Mond, die Vögel, das Meer, das Messer, der Hund oder das Blut immer wiederkehren. Dabei ist die evozierte Stimmung zuweilen düster, erinnern die von ihm geschaffenen literarischen Welten an einen Albtraum. Sachtouris' Verwandtschaft zum Surrealismus ist in Vielem offensichtlich. Dessen programmatische Ausrichtung und revolutionären Furor übernimmt er indessen nicht. Sachtouris beeinflusste eine ganze Generation griechischer Dichterinnen und Dichter. Er starb 2005 in Athen.

Israel, Torsten
Torsten Israel wurde 1967 in Leipzig geboren und lebt in Mannheim und Athen. Er studierte Griechische Philologie, Geschichte und Theaterwissenschaften in Berlin und Athen. Er veröffentlicht Literaturkritik und Essays auf Griechisch und Deutsch sowie Übersetzungen griechischer Literatur ins Deutsche.