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Wenn der moderne Könner immer weniger immer besser kann, er aber in einer komplexer werdenden Welt zunehmend inkompetenter wird, dann kommt der Designer ins Spiel. Dieser gibt ihm jenes Zeug zur Hand, das es ihm erlaubt, in der andauernden Kompetenzsteigerungsspirale eine gute Figur zu bewahren. So bezeichnet Peter Sloterdijk Designerzeugnisse auch als Souveränitätszubehör und übersetzt den Designbegriff im Sinne Heideggers mit 'Das Zeug zur Macht'. Im Umgang mit solchem Zeug erwerben die Modernen eine Tugend, die traditionell 'Gelassenheit' heißt. Sloterdijk nennt sie: Passivitätskompetenz.…mehr

Produktbeschreibung
Wenn der moderne Könner immer weniger immer besser kann, er aber in einer komplexer werdenden Welt zunehmend inkompetenter wird, dann kommt der Designer ins Spiel. Dieser gibt ihm jenes Zeug zur Hand, das es ihm erlaubt, in der andauernden Kompetenzsteigerungsspirale eine gute Figur zu bewahren. So bezeichnet Peter Sloterdijk Designerzeugnisse auch als Souveränitätszubehör und übersetzt den Designbegriff im Sinne Heideggers mit 'Das Zeug zur Macht'. Im Umgang mit solchem Zeug erwerben die Modernen eine Tugend, die traditionell 'Gelassenheit' heißt. Sloterdijk nennt sie: Passivitätskompetenz. Sven Voelker stellt in dem vorliegenden Band eine Auswahl von Designprojekten seiner Studenten den philosophischen Überlegungen Peter Sloterdijks gegenüber. Arbeiten, die als Spekulationen über den betagten Diskurs von Form und Funktion hinausgehen und allesamt in den vergangenen sechs Jahren an der HfG Karlsruhe entstanden sind. Es sind Entwürfe, die eine unübersichtliche Welt nicht gerade schöner oder ordentlicher machen, aber dem Nutzer ein angenehmes Gefühl von beidem vermitteln - Souveränitätszubehör eben.
Autorenporträt
Sven Völker, geboren 1974, lebt und arbeitet als Gestalter, Autor und Künstler in Berlin und lehrte als Professor an mehreren Kunsthochschulen in Deutschland. Grafische Zeichen spielen in seinen Arbeiten eine wichtige Rolle, so entwickelte er in seinem Atelier das Erscheinungsbild des japanischen Auto- und Motorradkonzerns Suzuki und arbeitete zugleich an Kunstprojekten weltweit. Er studierte an der Hochschule für Künste in Bremen und der Middlesex University in London.

Peter Sloterdijk, 1947 in Karlsruhe geboren, ist dort seit 1992 Professor für Philosophie und Medientheorie an der Hochschule für Gestaltung und seit 2001 deren Direktor. Seit 2002 leitet er zusammen mit Rüdiger Safranski die ZDF-Sendung "Im Glashaus - Das Philosophische Quartett". 2005 erhielt er den Sigmund-Freud-Preis, 2001 den Christian-Kellerer-Preis für die Zukunft philosophischer Gedanken und 1993 den Ernst-Robert-Curtius-Preis für Essayistik. 2008 wurde Peter Sloterdijk mit dem Cicero Rednerpreis und dem Lessing-Preis für Kritik ausgezeichnet. 2013 erhielt er den Ludwig-Börne-Preis.