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Das Lebenswerk des Hans-Peter Dürr - Träger des Alternativen Nobelpreises Das intellektuelle Vermächtnis eines der bedeutendsten Vordenker unserer Zeit: Hans-Peter Dürr zeigt seinen Lesern, dass die aktuellen Verwerfungen - ob Kriege, Klimawandel oder Wirtschaftskrise - die fatalen Folgen alten Denkens und eines überkommenen Weltbildes sind. Es ist höchste Zeit für einen Paradigmenwechsel! In "Warum es ums Ganze geht" macht Dürr konkrete Handlungsvorschläge zu gesellschaftlichem Wandel und einer neuen Weltsicht - überzeugend, charismatisch und ungemein inspirierend.…mehr

Produktbeschreibung
Das Lebenswerk des Hans-Peter Dürr - Träger des Alternativen Nobelpreises
Das intellektuelle Vermächtnis eines der bedeutendsten Vordenker unserer Zeit: Hans-Peter Dürr zeigt seinen Lesern, dass die aktuellen Verwerfungen - ob Kriege, Klimawandel oder Wirtschaftskrise - die fatalen Folgen alten Denkens und eines überkommenen Weltbildes sind. Es ist höchste Zeit für einen Paradigmenwechsel!
In "Warum es ums Ganze geht" macht Dürr konkrete Handlungsvorschläge zu gesellschaftlichem Wandel und einer neuen Weltsicht - überzeugend, charismatisch und ungemein inspirierend.
  • Produktdetails
  • Fischer Taschenbücher Bd.19276
  • Verlag: Fischer Taschenbuch
  • Originaltitel: Warum es ums Ganze geht
  • Artikelnr. des Verlages: 6932
  • 5. Aufl.
  • Seitenzahl: 192
  • Erscheinungstermin: 11. November 2011
  • Deutsch
  • Abmessung: 216mm x 139mm x 15mm
  • Gewicht: 247g
  • ISBN-13: 9783596192762
  • ISBN-10: 3596192765
  • Artikelnr.: 33376613
Autorenporträt
Dürr, Hans-Peter
Prof. Hans-Peter Dürr, geboren 1929, ist Mitglied des World Future Council und war lange Jahre Direktor des Max-Planck-Instituts für Physik in München. Dort war er von 1958 bis 1976 Mitarbeiter von Werner Heisenberg, dem Mitbegründer der Quantenmechanik und Nobelpreisträger für Physik. Dürr gilt als einer der bedeutendsten Querdenker unserer Zeit und Impulsgeber der internationalen Umwelt- und Friedensbewegung. 1987 erhielt er den Alternativen Nobelpreis und 1995 - als Mitglied von Pugwash International - den Friedensnobelpreis.
Rezensionen

Süddeutsche Zeitung - Rezension
Süddeutsche Zeitung | Besprechung von 10.10.2009

Wirtschaftsbücher
Inakzeptable Katastrophen
Hans-Peter Dürr ist nicht der Einzige, der von Politik und Wirtschaft „neues Denken” verlangt. Er ist aber wohl der Einzige, der diese Forderung mit dem physikalischen Denkgebäude der Quantentheorie begründet. Dürr macht es Lesern nicht leicht, seinen komplizierten und manchmal langatmig erläuterten Gedankenschleifen zu folgen. Wenigstens liefert er einmal eine dankenswerte Ausrede für alle Physik-Laien: „Leider ist unser Gehirn nicht darauf trainiert, die Quantenphysik zu verstehen.”
Wer es trotzdem schafft, sich durch dieses Buch zu kämpfen, hat am Ende viel gewonnen. Hans-Peter Dürr, der am Mittwoch 80 Jahre alt wurde, ist einer der Impulsgeber der internationalen Friedens- und Umweltbewegung. Er gehört dem Club of Rome und dem World Future Council an, ist Träger des Alternativen Nobelpreises (1987) und Autor zahlreicher Bücher und Denkschriften. Mit „Warum es ums Ganze geht” hat er eine kompakte Zusammenfassung seines Lebenswerks und sich selbst eine Festschrift geschrieben. Sie besteht aus drei Teilen, die einzeln gelesen werden können, aber zusammen gelesen ein Ganzes ergeben.
Zunächst schildert er seinen Werdegang zum Naturwissenschaftler und die auf ihn wirkenden Einflüsse, die hauptsächlich von drei Persönlichkeiten ausgingen: dem Physiker und Erfinder der Wasserstoffbombe, Edward Teller, der Philosophin und Politikwissenschaftlerin Hannah Arendt und dem „philosophischen Physiker” Werner Heisenberg. Es folgt ein passagenweise von schwer verstehbarem Fachvokabular wie „Korpuskeln” und „Matritzenkalkül” durchsetzter Ausflug in eine quantenmechanisch begründete Wertephilosophie mit Reflexionen über System und Chaos. Schließlich legt Dürr seine gesellschaftspolitischen Schlussfolgerungen dar, die begriffsklar formuliert sind, auch wenn sie gelegentlich praxisfern wirken.
Seine Gegenwartskritik ist prinzipiell und fällt vernichtend aus: „Die westliche, wachstumsorientierte Wirtschaftsform mit ihrem aufwendigen und verschwenderischen Lebensstil steht in krassem Widerspruch zu den Bedingungen einer sozialen und ökologischen Verträglichkeit", schreibt Dürr. „Sie kann deshalb kein Vorbild für eine zukunftsfähige Weltwirtschaft und Lebenswelt für alle Menschen sein.” Staat und Politik seien mit der Aufgabe, die freie Marktwirtschaft zu steuern, „überfordert”. Dem Staat fehle wegen seiner globalen Einbindung „die dazu notwendige Kompetenz und Souveränität”. Und die Wirtschaft sei von einer „ruinösen Eigendynamik” gekennzeichnet.
„Die menschliche Gesellschaft steht vor der existentiellen Herausforderung, die eskalierenden und brüchig werdenden Wachstumsprozesse . . . umzulenken”, so Dürr. Da Staat und Wirtschaft hierzu aber „kaum geeignet” seien, müsse sich „eine geeignete dritte Kraft, die Zivilgesellschaft”, formieren, deren Aufgabe es sei, „das in der Gesellschaft verborgene intellektuelle, geistige und sittliche Potential . . . zu mobilisieren”.
Neben diesem flammenden Aufruf lehrt uns Dürr Wahrheiten wie die, dass Energieeinsparung nicht „Verzicht” bedeutet, sondern „weniger Verschwendung”. Oder er erinnert daran, dass dezentralisierte Energiequellen sofort „den ganzen Widerstand der Mächtigen” hervorrufen. „Es ist nicht wahr, dass die für uns nötige arbeitsfähige Energie nicht ausreichend durch die Sonne befriedigt werden könnte”. Und die Absicht, die Laufzeiten von Atomreaktoren zu verlängern, kommentiert er mit dem Risiko: „Daher darf niemand eine Technologie in die Welt setzen, die bei einem Fehler im System solche inakzeptablen Katastrophen ermöglicht.” Helmut Lölhöffel
Hans-Peter Dürr: Warum es ums Ganze geht. Neues Denken für eine Welt im Umbruch. oekom Verlag, München 2009. 190 Seiten, zahlreiche Abbildungen. 19,90 Euro.
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