200 Frauen
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Was bewegt Frauen auf der ganzen Welt und was hat sie beeinflusst; wer hat sie unterstützt und gefördert; was würden sie ändern, wenn sie es könnten; was macht sie glücklich oder was stürzt sie in tiefe Verzweiflung, mit welchem Wort würden sie sich selbst beschreiben?
Über 200 Frauen aus Lebensumständen, wie sie nicht unterschiedlicher sein könnten, darunter berühmte und völlig unbekannte, wohlhabende und bitterarme, gebildete und nicht gebildete Frauen wurden fünf immer gleiche Fragen gestellt. Die Antworten waren ebenso erschütternd und berührend wie kämpferisch und versöhnlich. In jedem…mehr

Produktbeschreibung
Was bewegt Frauen auf der ganzen Welt und was hat sie beeinflusst; wer hat sie unterstützt und gefördert; was würden sie ändern, wenn sie es könnten; was macht sie glücklich oder was stürzt sie in tiefe Verzweiflung, mit welchem Wort würden sie sich selbst beschreiben?

Über 200 Frauen aus Lebensumständen, wie sie nicht unterschiedlicher sein könnten, darunter berühmte und völlig unbekannte, wohlhabende und bitterarme, gebildete und nicht gebildete Frauen wurden fünf immer gleiche Fragen gestellt. Die Antworten waren ebenso erschütternd und berührend wie kämpferisch und versöhnlich. In jedem Fall aber stellen sie dabei unser Denken auf den Kopf, ermöglichen einen unerwarteten
Perspektivwechsel und eröffnen einen Blick auf die Welt, wie wir sie bisher nicht gesehen haben.

Die sensiblen Porträtfotos hat Kieran E. Scott aufgenommen.

Mit Chimamanda Ngozi Adichie · Anne-Sophie Mutter · Margaret Atwood · Jane Goodall · Jutta Speidel · Hélène Grimaud · Danielle Brooks · Elif Shafak · Bettina Böttinger · Gillian Anderson · Isabel Allende · Kimbra · Monika Hauser · Mpho Tutu van Furth · Inna Modja · Ruth Bader Ginsburg · Roxane Gay · Alexandra Paul · Zoleka Mandela · Amber Heard · u.v.m.

'Wir sind alle imstande, Wandel herbeizuführen, aber im Zusammenschluss kann der Wandel wirklich groß ausfallen.'
Josefine Cox
  • Produktdetails
  • Verlag: Sandmann, München
  • 3. Aufl.
  • Seitenzahl: 288
  • Erscheinungstermin: 9. Oktober 2017
  • Deutsch
  • Abmessung: 302mm x 243mm x 30mm
  • Gewicht: 1787g
  • ISBN-13: 9783945543412
  • ISBN-10: 394554341X
  • Artikelnr.: 48056287
Autorenporträt
Blackwell, Geoff
Geoff Blackwell ist prämierter Verleger und künstlerischer Leiter von Blackwell & Ruth. Er hat zahlreiche internationale Bestseller über Menschen, Menschlichkeit, Gleichberechtigung und die Umwelt platziert, u. a. gemeinsam mit Nelson Mandela, Desmond Tutu und der Spencer Familie, die den Porträtband von Diana, Prinzessin von Wales, autorisierten. Zudem arbeitet er mit den besten Fotografen der Welt zusammen und entwickelt multimediale Projekte wie beispielsweise M.I.L.K., eine Ausstellung, die durch 14 Länder gereist ist. Seine Bücher haben sich über 30 Millionen Mal in 50 Ländern verkauft. Er lebt in Auckland, Neuseeland.

Hobday, Ruth
Ruth Hobday hat eine beeindruckende Zahl an ausgezeichneten internationalen Titeln entwickelt und begleitet, darunter Nelson Mandelas Bekenntnisse und Dare Not Linger - Wage nicht zu zögern: Die Präsidentenjahre. Autorisierte Biografie; Desmond Tutu: Das autorisierte Porträt sowie die »Great...«-Kochbuchserie, von der insgesamt über eine halbe Millionen Exemplare weltweit verkauft wurden. Sie lebt in Auckland, Neuseeland.

Scott, Kieran E.
Kieran E. Scott ist ein ausgezeichneter Fotograf dessen Arbeiten in Magazinen, Büchern und Kampagnen präsent sind. Er lebt in Neuseeland.
Rezensionen
"Ein bahnbrechendes Buch mit einer Fülle von Inspirationen, um die Welt lebenswerter zu gestalten."
büchermenschen 12.09.2017

Süddeutsche Zeitung - Rezension
Süddeutsche Zeitung | Besprechung von 17.11.2017

Sie organisieren Gesellschaft
Was macht Sie glücklich? Was würden Sie ändern, wenn Sie könnten?
200 Frauen erzählen, was sie bewegt – mit diesem Band fühlt man sich in allerbester Gesellschaft
VON MEREDITH HAAF
Es gibt zwei Lehren, die das Leben als Frau parat hält: Es ist schwer aus der Nummer rauszukommen. Und die Gesellschaft anderer Frauen ist oft unterhaltsamer, entspannter, aufregender, als es die populäre Kultur mitunter suggeriert.
Als die „Stahlträger der Welt“, diejenigen, die den Laden am Laufen halten, die Verantwortung schultern und dabei niemals jammern, beschrieb ein Autor im Tagesspiegel vor Kurzem seine phänotypischen Genossen, die älteren, weißen Männer. Wer den einflussreichen weißen Mann nicht ehre, sei den Fortschritt und den Wohlstand unserer Zivilisation nicht wert, das ist die Botschaft, die von Mitte-links-Beleidigt bis Hart-rechts-Aufgebracht derzeit immer wieder heraustrompetet wird.
Wer den neuen Band „200 Frauen“ studiert, wird zu einem etwas anderen Ergebnis kommen. Hören wir zum Beispiel Julia Leeb, die seit Jahren in Krisenregionen wie Syrien, dem Kongo oder dem Südsudan Dokumentarfilme dreht: „Frauen wird vor allem in Krisensituationen die Stimme entzogen. Das ist doch verwunderlich, denn es sind die Frauen, welche die Gesellschaft organisieren, wenn die Männer an der Front sind. Wenn eine Schule zerstört wird, gibt es immer irgendwo eine Frau, die den Unterricht in ihren Keller verlegt und wie gewohnt weitermacht. Egal wo ich bin, sehe ich Frauen, die Essen kochen, Gute-Nacht-Geschichten erzählen und versuchen, einen Alltag aufzubauen. Es sind die Frauen, die das Leben am Laufen halten. Es sind die Frauen, die als Erste vergeben und sich dann auf die Zukunft konzentrieren. Doch Frauen sitzen nicht mit am Tisch, wenn über die Zukunft des Landes verhandelt wird.“
Leeb ist eine der 200 Interviewpartnerinnen, die den neuseeländischen Autoren Geoff Blackwell und Ruth Hobday fünf Grundsatzfragen beantwortet haben: Was ist Ihnen wirklich wichtig? Was macht Sie glücklich? Was empfinden Sie als tiefstes Leid? Was würden Sie an der Welt verändern, wenn Sie könnten? Wählen Sie ein Wort, das Sie beschreibt.
Das sind Fragen, die in die Falle führen können: Bisschen groß, bisschen allgemein, bisschen betulich vielleicht. Einzelne Statements fallen dann auch entsprechend aus, so wie der Werbetext, den die Verhaltensforscherin Jane Goodall für ihre Organisation veröffentlicht – aber was soll eine Jane Goodall auch erzählen, das man nicht irgendwie schon von ihr gehört hat?
Insgesamt bietet „200 Frauen“ aber trotz der aseptischen Aufmachung etwas sehr Besonderes: Eine sehr genaue Dokumentation des weiblichen Blicks auf die Verhältnisse, in denen wir leben, eine Dokumentation, die weder einen Allgemeinheitsanspruch stellt noch in Partikularismus zerfällt. Der Band ist eine Lektüre, bei der man sich in allerbester Gesellschaft fühlen kann.
Das liegt zum einen sicherlich an der Genauigkeit, mit der die einzelnen Interviews geführt wurden. Und zum anderen aber auch an der Auswahl der Protagonistinnen, die weder alle berühmt noch notwendigerweise frauenbewegt sind. In Nepal haben die Autoren zum Beispiel auch eine Frau namens Shabila gesprochen, die ihre sechs Kinder auf der Straße durchgebracht hat, ausschließlich Not gelitten hat, sich von ihrer Familie ungeliebt fühlt und trotzdem als Wort für sich „Familie“ auswählt.
Weltweit haben sich verschiedene Verlage an dem Projekt beteiligt, das von der BMW Stiftung gefördert wurde. Der Elisabeth Sandmann Verlag hat für Deutschland neben Leeb die Dramatikerin Sasha Marianna Salzmann ausgewählt, die Violinistin Anne-Sophie Mutter oder die Medizinerin und humanitäre Aktivistin Monika Hauser. Nordamerikanische und ozeanische Prominente wie die Sängerin Kimbra oder Gillian Anderson sind auch zur Genüge vertreten, aber eben auch jemand wie die malische Musikerin und Aktivistin Inna Modja, die man im Westen nicht unbedingt kennt, aber sofort kennenlernen möchte. Sie engagiert sich gegen die grausame Praktik der weiblichen Genitalverstümmelung und in einer kleinen Szene beschreibt sie die Perfidie der patriarchalischen Struktur: „Als meine Mutter eines Tages nicht zu Hause war, brachte mich die Schwester meiner Großmutter an einen Ort, an dem ich einer weiblichen Genitalverstümmelung unterzogen wurde. Das geschah ohne das Wissen meiner Eltern. Sie sind beide vehement gegen diese Praktik. Wenn ich heute daran zurückdenke, sehe ich es auf jeden Fall als eine Erfahrung, die mein Leben geformt hat.“
Die weibliche Stimme ist heute so hörbar wie wohl noch nie in der Geschichte der Menschheit und es tut gut in einer Zeit, in der wir jeden Tag von Übergriffen und Belästigungen erfahren, zu hören, was Frauen eigentlich noch so denken und tun. Und es macht ein bisschen traurig, wenn man anfängt zu überlegen, wie lange solche Gedanken und Geschichten nichts zählten. Nichts gegen Stahlträger. Aber eine Welt in der sich alle sicher und aufgehoben fühlen können, besteht aus mehr.
Geoff Blackwell, Ruth Hobday (Hrsg.): 200 Frauen. Was uns bewegt. Frauen, die den Blick auf unsere Welt verändern. Elisabeth Sandmann Verlag, München 2017. 288 Seiten, 35 Euro.
Die US-amerikanische Schauspielerin und Autorin Gillian Anderson, die neuseeländische Singer-Songwriterin Kimbra, die malische Sängerin Inna Modja (von links nach rechts).
Foto: Kieran E. Scott/ Abb. aus dem bespr. Band
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