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Antonio Skarmetas poetischer Roman, der mit großem Erfolg zum zweiten Mal verfilmt wurde, ist eine zärtliche Hommage an Pablo Neruda. Er erzählt die Geschichte der Freundschaft zwischen dem berühmten chilenischen Dichter und seinem Briefträger Mario: Mit Hilfe eines Gedichts, das der junge Mann seinem väterlichen Freund abringt, gewinnt er das Herz seiner Angebeteten.…mehr

Produktbeschreibung
Antonio Skarmetas poetischer Roman, der mit großem Erfolg zum zweiten Mal verfilmt wurde, ist eine zärtliche Hommage an Pablo Neruda. Er erzählt die Geschichte der Freundschaft zwischen dem berühmten chilenischen Dichter und seinem Briefträger Mario: Mit Hilfe eines Gedichts, das der junge Mann seinem väterlichen Freund abringt, gewinnt er das Herz seiner Angebeteten.
  • Produktdetails
  • Piper Taschenbuch Bd.2678
  • Verlag: Piper
  • Originaltitel: El cartero de Neruda
  • Neuausg.
  • Seitenzahl: 149
  • Erscheinungstermin: Oktober 2000
  • Deutsch
  • Abmessung: 185mm x 118mm x 15mm
  • Gewicht: 183g
  • ISBN-13: 9783492226783
  • ISBN-10: 3492226787
  • Artikelnr.: 07282010
Autorenporträt
Skármeta, Antonio
Antonio Skármeta, geboren 1940 in Chile, ist einer der bekanntesten Autoren Südamerikas. 1973 verließ er seine Heimat und lebte viele Jahre im Exil in Berlin. Dorthin kehrte er 2000 als Botschafter seines Landes für drei Jahre zurück. Sein literarischer Welterfolg »Mit brennender Geduld« wurde ebenso als Film (»Il Postino«) zur Legende. Der dafür oscarpreisgekrönte Produzent widmet sich auch der Verfilmung seines auf deutsch erschienenen Romans »Der Dieb und die Tänzerin«, für den Skármeta den hochdotierten spanischen Literaturpreis Premio Planeta erhielt. Der Autor lebt heute in Santiago de Chile. Zuletzt erschien von ihm auf deutsch »Mein Freund Neruda«.
Rezensionen
"Als Autor lebt Skármeta niemals vom eitlen Bezug auf sich selbst, sondern immer von den Stilmitteln der Literatur. Seine Prosa ist glatt, sie verkörpert Neugier und Spiel. Skármeta schafft zauberhafte Figuren und entlässt sie in die Realität. (...) Antonio Skármeta hat dem chilenischen Roman einen Platz in der Weltliteratur gesichert.", Süddeutsche Zeitung, 06.11.2010

Süddeutsche Zeitung - Rezension
Süddeutsche Zeitung | Besprechung von 15.05.2006

DAS HÖRBUCH
Strahlende Hoffnung
Hans Korte liest Skármetas „Mit brennender Geduld”
Hört man einmal zufällig „die alten Lieder”, die der Arbeiterbewegung nämlich, dann versetzt einen der Schwung dieser Melodien in Erstaunen. Überall auf der Welt haben die verschiedenen Formen des Sozialismus mit ihren Verheißungen den Arbeitern und Bauern Hoffungen gemacht, dass sich ihre bescheidenen Sehnsüchte nach einem besseren Leben, ohne Hunger und mit etwas Wohlstand, verwirklichen könnten. Auch viele Fischer in den chilenischen Küstendörfern dachten so. Und überall haben die Funktionäre der sozialistischen Ideen aus Dummheit oder Egoismus oder einer Mischung aus beidem über kurz oder auch lang die Menschen ihrer Aussichten beraubt. Unfreiheit bis zum Völkermord scheint eine Gesetzmäßigkeit des Sozialismus zu sein. Man nannte ihn hierzulande „real existierend”, als schäme sich die Wirklichkeit für ihre Idee und entschuldige sich für sich selbst. Am Ende aller sozialistischen Versuche war aus den Arbeiter-Liedern die Zuversicht geschwunden, sie wurden nur noch pflichtgemäß abgesungen. In Chile kam es nicht soweit, denn Pinochets Militärdiktatur beendete den Versuch vorzeitig und brachial.
Dem Schwung der Zeit kurz vor der Wahl Allendes zum Präsidenten Chiles hat Antonio Skármeta mit seinem Roman „Mit brennender Geduld” ein Denkmal gesetzt, vielleicht stärker diesem schönen Optimismus unter den Fischern und bei den chilenischen Arbeitern als den beiden Hauptfiguren: dem Dichter Pablo Neruda, der im Laufe des Romans den Nobel-Preis bekommt und in seiner Rede in Oslo Rimbaud zitiert: „Im Morgengrauen werden wir, bewaffnet mit brennender Geduld, die strahlenden Städte betreten.” und Nerudas jungem Briefträger, der am Ende des Romans, nach einer glücklichen, aufregenden Jugend und als Freund des eben verstorbenen Dichters, eines der ersten Opfer von Pinochets Diktatur wird.
So wie Hans Korte als über Siebzigjähriger diesen schönen Text liest: einerseits leicht und verträumt, so ernsthaft und so heiter zugleich wie die Tage eines jungen, Metaphern sammelnden Briefträgers, dem vom berühmtesten Dichter des Landes die Ehe vermittelt wird, aber dann auch kraftvoll explodierend, so energisch und weise und voller Ironie, auch etwas kurzatmig - wie ein großer und alter Dichter zu einem Burschen spricht; auf diese Art bekommt der Hörer auch eine Ahnung von der Aufbruchstimmung, die große Teile des chilenischen Volkes erfasst hatte. Freilich nicht eine Frau wie die bodenständige Gastwirtin des Küstenortes, die, anders als sozialistische Funktionäre, rechnen konnte. Auch ihr verleiht Korte Glaubwürdigkeit - ja, er macht auf meisterliche Weise ein ganzes Volk sympathisch, denn in diesem Roman kommen Prototypen aller gesellschaftlichen Gruppen vor, bis Chile sich unter Pinochet teilt in Ehrbare und Widerlinge.
In Hans Korte wurde der richtige Sprecher gefunden für einen Roman, der seinen Leser oder Hörer recht ordentlich durchschüttelt in seiner Art, Witz, Zärtlichkeit und Trauriges durcheinander zu wirbeln. MARTIN Z. SCHRÖDER
ANTONIO SKÁRMETA: Mit brennender Geduld. Gelesen von Hans Korte. Hörbuch Hamburg, Hamburg 2006. 3 CD, 215 min, 9,90 Euro.
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