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The instant New York Times bestseller. "An instant classic of investigative journalism...'All the President's Men' for the Me Too era." - Carlos Lozada, The Washington Post From the Pulitzer Prize-winning reporters who broke the news of Harvey Weinstein's sexual harassment and abuse for the New York Times, Jodi Kantor and Megan Twohey, the thrilling untold story of their investigation and its consequences for the #MeToo movement For many years, reporters had tried to get to the truth about Harvey Weinstein's treatment of women. Rumors of wrongdoing had long circulated. But in 2017, when Jodi…mehr

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Produktbeschreibung
The instant New York Times bestseller. "An instant classic of investigative journalism...'All the President's Men' for the Me Too era." - Carlos Lozada, The Washington Post From the Pulitzer Prize-winning reporters who broke the news of Harvey Weinstein's sexual harassment and abuse for the New York Times, Jodi Kantor and Megan Twohey, the thrilling untold story of their investigation and its consequences for the #MeToo movement For many years, reporters had tried to get to the truth about Harvey Weinstein's treatment of women. Rumors of wrongdoing had long circulated. But in 2017, when Jodi Kantor and Megan Twohey began their investigation into the prominent Hollywood producer for the New York Times, his name was still synonymous with power. During months of confidential interviews with top actresses, former Weinstein employees, and other sources, many disturbing and long-buried allegations were unearthed, and a web of onerous secret payouts and nondisclosure agreements was revealed. These shadowy settlements had long been used to hide sexual harassment and abuse, but with a breakthrough reporting technique Kantor and Twohey helped to expose it. But Weinstein had evaded scrutiny in the past, and he was not going down without a fight; he employed a team of high-profile lawyers, private investigators, and other allies to thwart the investigation. When Kantor and Twohey were finally able to convince some sources to go on the record, a dramatic final showdown between Weinstein and the New York Times was set in motion. Nothing could have prepared Kantor and Twohey for what followed the publication of their initial Weinstein story on October 5, 2017. Within days, a veritable Pandora's box of sexual harassment and abuse was opened. Women all over the world came forward with their own traumatic stories. Over the next twelve months, hundreds of men from every walk of life and industry were outed following allegations of wrongdoing. But did too much change-or not enough? Those questions hung in the air months later as Brett Kavanaugh was nominated to the Supreme Court, and Christine Blasey Ford came forward to testify that he had assaulted her decades earlier. Kantor and Twohey, who had unique access to Ford and her team, bring to light the odyssey that led her to come forward, the overwhelming forces that came to bear on her, and what happened after she shared her allegation with the world. In the tradition of great investigative journalism, She Said tells a thrilling story about the power of truth, with shocking new information from hidden sources. Kantor and Twohey describe not only the consequences of their reporting for the #MeToo movement, but the inspiring and affecting journeys of the women who spoke up-for the sake of other women, for future generations, and for themselves.

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Autorenporträt
Jodi Kantor and Megan Twohey are investigative reporters at the New York Times. Kantor has focused on the workplace in her reporting, and particularly the treatment of women, covered two presidential campaigns, and is the author of The Obamas. Twohey has focused much of her attention on the treatment of women and children, and, in 2014, as a reporter with Reuters News, was a finalist for the Pulitzer Prize for Investigative Reporting. Kantor and Twohey shared numerous honors for breaking the Harvey Weinstein story, including a George Polk Award, and, along with colleagues, the Pulitzer Prize for Public Service.
Rezensionen

Frankfurter Allgemeine Zeitung - Rezension
Frankfurter Allgemeine Zeitung | Besprechung von 14.09.2019

Wahrheit und Würde statt Knebelverträge

Wozu die Presse gut ist: Das Buch "She Said" zeichnet die Recherche nach, die zum Fall von Harvey Weinstein führte. Ein Lehrstück des investigativen Journalismus.

Die Geschichte lag lange schon in der Luft. Doch die Frauen, die sie erzählten, untereinander und Vertrauten gegenüber, hatten nicht genug Macht, sie tatsächlich ans Licht zu bringen. Dabei hätte spätestens, als Anita Hill in der Senatsanhörung zur Ernennung von Clarence Thomas als Richter am amerikanischen Supreme Court den Vorwurf sexueller Belästigung am Arbeitsplatz erhob und das Ernennungskomitee sich davon weder beeindrucken ließ noch weitere Zeuginnen aufrief, die parat standen, klar gewesen sein müssen: Es gibt hier ein ernsthaftes Problem, auch von Komplizenschaft in Fällen sexualisierter Machtausübung. Das war 1991. Nichts geschah. Selbst 2006, als Tarana Burke den Hashtag MeToo auf ihrer MySpace-Seite ins Leben rief, um erneut auf sexuelle Gewalt in Arbeitsverhältnissen aufmerksam zu machen, wurde daraus keine weltweite Bewegung. Das geschah erst elf Jahre später.

Warum? Darauf gibt das Buch "She Said" der späteren Pulitzerpreisträgerinnen Jodi Kantor und Megan Twohey keine Antwort. Und doch erzählt es eine unbedingt lesenswerte Geschichte. Eine "true crime story", die teilweise so spannend ist, als wüsste niemand, was kommt.

Der Damm brach am 5. Oktober 2017. An jenem Tag veröffentlichte die "New York Times" den ersten Artikel der beiden Reporterinnen über den Filmproduzenten Harvey Weinstein. Zahlreiche Frauen, mehrere Generationen ehemaliger Mitarbeiterinnen sowie bekannte und nicht so bekannte Schauspielerinnen, beschuldigten ihn der sexuellen Übergriffe, Nötigung bis hin zu Vergewaltigungsversuchen und Vergewaltigungen. Jodi Kantor und Megan Twohey gingen entsprechenden Tweets, Hinweisen und auch Gerüchten nach und leisteten langwierige Überzeugungs- und Überredungsarbeit, nicht nur bei den betroffenen Frauen, sondern auch etwa bei dem Buchhalter der Weinstein Company, Dokumente zugänglich zu machen, Beweise zu liefern und auszusagen. Fünf Monate brauchten sie, bis sie genügend hieb- und stichfestes Material beisammen hatten, um eine seriöse Geschichte zu publizieren. Zu dieser Geschichte gehörten die Aufdeckung der Verstrickung von Weinsteins Firmen, seiner juristischen Winkelzüge, der Machenschaften der Black-Cube-Manipulatoren, Beweise für die Zahlung von hohen Abfindungen, fast immer gepaart mit Schweigeabkommen. Wie kann das sein? Wie können Abfindungen, die vom Gesetz als Schadenersatz für erlittenes Leid gedacht sind, mit Opferknebelung verbunden werden? Das Rechtssystem favorisiert offenbar die Täter, weil es ihnen ermöglicht, ihre Opfer zum Schweigen zu bringen.

Auf den ersten folgten weitere Artikel mit noch mehr Beschuldigungen, noch mehr Namen in der "New York Times" sowie kurz darauf im Magazin "The New Yorker". Und dann türmte sich eine Flut von Anschuldigungen gegen andere berühmte und auch nicht so berühmte Männer in den sozialen Medien. Tarana Burkes #MeToo wanderte zu Twitter und nahm dort enorme Fahrt auf. In der Film- und Unterhaltungsindustrie verloren Männer ihren Job, viele versorgt mit märchenhaften Abfindungen. Bill Cosby kam als Erster ins Gefängnis. Jeffrey Epstein, dessen kriminelle Energie unter dem Deckmantel philanthropischer Aktivitäten offenbar die der anderen noch einmal in den Schatten stellte, hat sich inzwischen in der Untersuchungshaft das Leben genommen. Harvey Weinstein, mit dem alles anfing, wartet in New York auf seinen Prozess, der im Januar beginnen soll. Eine Erfolgsgeschichte, fraglos. Doch wie weit trägt sie?

"She Said" protokolliert Weinsteins Niedergang. Das Buch ist vor einigen Tagen in den Vereinigten Staaten herausgekommen (bei Penguin). Noch mal diese ekligen Geschichten vom Mann im Bademantel, muss das sein? Ja. Nicht so sehr, weil neue Schweinereien ans Licht kämen, als vielmehr um in vollem Umfang zu ermessen, worum es ging und was daraus geworden ist. Und vor allem auch, weil es eine Geschichte über den seriösen Journalismus ist, über Zweifel, Nachhaken, Ausdauer, Sorgfalt und über allem die Frage: Was könnten die Ergebnisse der Recherche beweisen? Traf auf die recherchierten Fälle die rechtliche Definition des "sexuell harassment" zu? Fällt das, was in Hollywood als "casting couch" Tradition hat, in diese juristische Kategorie? Ist die Alternative "Sei sexuell gefügig, oder riskiere Vergeltung in Form von Arbeitsentzug" bereits Nötigung?

Tausende Interviews und Informationen waren die Grundlage der ersten Artikels der beiden. Sie beruhten nicht auf Geschichten vom Hörensagen, nicht auf übler Nachrede, sondern waren das Ergebnis einer skrupulösen investigativen Anstrengung. Auch der Druck, endlich genügend zweifelsfreies Material, Aussagen mit Namen dahinter zusammenzuhaben, um an die Öffentlichkeit zu gehen, ist hier zu spüren. Denn die "New York Times" wusste ab einem bestimmten Punkt, dass auch der "New Yorker" an der Geschichte dran war. Kurz, "She Said" ist eine Art "All the President's Men" für unsere Zeit. Mit Heldinnen statt Helden. "She Said" - der Titel verspricht, was das Buch hält. Nicht das übliche "She Said - He Said", mit dem Berichte von Opfern, gern von Frauen sofort wieder in Zweifel gezogen werden. Nicht "Aussage gegen Aussage", jenes von Anwälten immer wieder ins Feld geführte Argument, das im Kern bedeutet: besser schweigen. Im Gegensatz dazu: "She Said" - was sie zu sagen hat, in jedem einzelnen Fall, ist das, was hier zählt.

Sexuelle Nötigung ist in den Vereinigten Staaten zwar kein krimineller Straftatbestand wie Vergewaltigung. Aber ein Verstoß gegen die Bürgerrechte und damit ein zivilrechtlich relevantes Vergehen ist sie schon. Dennoch sind sexuelle Übergriffe in vielen Branchen offenbar nach wie vor alltäglich. In der "New York Times" liefen parallel zur Entwicklung der Weinstein-Geschichte Recherchen im Silicon Valley, im Hotel- und Gaststättengewerbe, beim Bau, in Minen und Reedereien. Jede Industrie hat offenbar ihre eigene "Soziologie sexueller Nötigung", ihre eigenen Missbrauchsmuster. Hier geht es in erster Linie um jene in Hollywood als Synonym für die Filmindustrie - die Fälle ereigneten sich ebenso in New York, London, Park City oder auch Cannes und Venedig -, aber nicht nur. Ein ganzes Kapitel ist dem Fall von Christine Blasey Ford und ihrer Beschuldigung des damaligen Kandidaten und heutigen Richters am Supreme Court gewidmet. Die Geschichte wurde von der "Washington Post" ans Licht gebracht, und in "She Said" wird sie als Beispiel des Einflusses der #MeToo-Bewegung wie auch der Rückschläge, die den anfänglichen Erfolgen folgten, dargestellt. Hat tatsächlich und nachhaltig eine Veränderung in der Wahrnehmung sexualisierter Macht- und Arbeitsstrukturen stattgefunden? Spricht die Erfahrung von Christine Blasey Ford nicht dagegen? Oder war dies ein Fall, der tatsächlich zu lang zurücklag, und die Beweislage ließ keine andere Entscheidung als die zu, die das Senatskomitee traf, nämlich: die Aussage zu ignorieren? Lässt sich in einer fragmentierten Gesellschaft überhaupt noch ein gesellschaftlicher Konsens über neue Regeln des Zusammenseins und Umgangs miteinander herstellen? Können neue Vereinbarungen, ein neues Bewusstsein überhaupt noch greifen? Die Autorinnen stellen die meisten dieser Fragen. Antworten liegen nicht bei ihnen. Nur eine Hoffnung darauf, dass veränderte Machtverhältnisse tatsächlich irgendwann greifen werden.

Ziemlich sicher dürfte allerdings sein, dass ihr Buch irgendwann verfilmt wird. Allein die Szene, in der Weinstein nach zahlreichen Versuchen endlich Dean Baquet, den Chefredakteur der "Times", ans Telefon bekommt und ihm mit einem Interview in der "Washington Post" droht! Weinstein hatte immer wieder nach einer Aussprache mit Baquet verlangt, statt sich mit den Reporterinnen rumzuschlagen, einem Gespräch von wichtigem Mann zu wichtigem Mann sozusagen. Baquet aber hatte keine Notwendigkeit dafür gesehen. Erst kurz vor der Veröffentlichung, in Erwartung von Weinsteins Stellungnahme zu den geschilderten Ereignissen, schaltet er sich ein. Und hängt Weinstein stilvoll ab, bevor er wieder an seine Mitarbeiterinnen übergibt.

"All the President's Men" wie auch kürzlich Steven Spielbergs Film über die heroische Rolle der "Washington Post"Verlegerin Katherine Graham bei der Veröffentlichung der Pentagon-Papiere lebten auch vom romantisierenden Blick auf die Dynamik der journalistischen Arbeitsabläufe, insgesamt auf die Presse, jene vierte Gewalt, die unter der Präsidentschaft von Donald Trump als Fake News verleumdet wird. Umso wichtiger dieses Buch, selbst wenn es nur von Menschen gelesen werden sollte, für die die "New York Times" nichts anderes ist als jene hart arbeitende moderne Wahrheitsturbine ohne Kollegenneid und Vorgesetztenstress, als die sie bei Jodi Kantor und Megan Twohey erscheint.

Wie jede gute Story hat auch diese eine unerwartete Heldin. Es ist Rebecca Corbett, Leiterin des Investigativressorts der Zeitung. Sie beaufsichtigt, aber sie greift nicht zu früh ein. Sie ist über alle Schritte ihrer Redakteurinnen informiert, an allem, was sie herausfinden, interessiert, macht Vorschläge, gibt Ratschläge. Gegenstand einer Konferenz bei ihr ist zum Beispiel die Frage: Wie könnte der erste Satz lauten, mit dem ein mögliches Opfer davon überzeugt werden könnte, überhaupt zu sprechen? Das Ergebnis war dieser: "Ich kann nicht ändern, was Ihnen in der Vergangenheit zugestoßen ist. Aber gemeinsam sind wir vielleicht in der Lage, Ihre Erfahrung zu benutzen, um andere Menschen zu schützen."

Rebecca Corbett ist es auch, die nächtelang einem Artikel ihrer Leute den letzten Schliff verpasst. Unter all den Heldinnen, die in "She Said" auftreten, ist sie nicht die größte, weil sie nie in Gefahr war. Aber die wichtigste vielleicht als Frau mit Macht, die anderen Frauen den Weg ebnet.

VERENA LUEKEN

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