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Ulitzkajas Geschichten zeigen: Alles ist jederzeit möglich - entscheidend ist, wie man damit umgeht.
Alles ist jederzeit möglich - entscheidend ist, wie man damit umgeht. Unglückliche Ehen und glückliche Mesalliancen, falsche Mütter und untergeschobene Söhne, mal heiter, mal wolkig - Ljudmila Ulitzkaja erzählt vom ganz normalen Leben in Russland. Und von Frauen, die ihrem Leben an einem scheinbar aussichtslosen Punkt eine unerwartete Wendung geben. Die Erzählungen bestechen durch scharfe Beobachtungsgabe, verschmitzten Humor, leise Töne und Zwischentöne sowie die liebevolle Sympathie der…mehr

Produktbeschreibung
Ulitzkajas Geschichten zeigen: Alles ist jederzeit möglich - entscheidend ist, wie man damit umgeht.
Alles ist jederzeit möglich - entscheidend ist, wie man damit umgeht. Unglückliche Ehen und glückliche Mesalliancen, falsche Mütter und untergeschobene Söhne, mal heiter, mal wolkig - Ljudmila Ulitzkaja erzählt vom ganz normalen Leben in Russland. Und von Frauen, die ihrem Leben an einem scheinbar aussichtslosen Punkt eine unerwartete Wendung geben. Die Erzählungen bestechen durch scharfe Beobachtungsgabe, verschmitzten Humor, leise Töne und Zwischentöne sowie die liebevolle Sympathie der Autorin für ihre Figuren.»Eine Meisterin der komischen Entlarvung von Lebenslügen.« NZZ
  • Produktdetails
  • dtv Taschenbücher Bd.13809
  • Verlag: DTV
  • Originaltitel: Ljudi nasego zarja
  • Seitenzahl: 237
  • Erscheinungstermin: 1. Oktober 2009
  • Deutsch
  • Abmessung: 190mm x 120mm x 17mm
  • Gewicht: 210g
  • ISBN-13: 9783423138093
  • ISBN-10: 3423138092
  • Artikelnr.: 25581213
Autorenporträt
Ulitzkaja, Ljudmila§Ljudmila Ulitzkaja, geboren 1943 bei Jekaterinburg, wuchs in Moskau auf. Sie schreibt Drehbücher, Hörspiele, Theaterstücke und erzählende Prosa. Ihre Werke wurden in viele Sprachen übersetzt und mit zahlreichen Auszeichnungen bedacht: 1996 erhielt sie den Prix Médicis, 2001 den russischen Booker Prize. 2008 wurde ihr der Aleksandr-Men-Preis für die interkulturelle Vermittlung zwischen Russland und Deutschland verliehen. 2014 erhielt sie den Österreichischen Staatspreis für Europäische Literatur. Ljudmila Ulitzkaja lebt in Moskau.
Rezensionen

Süddeutsche Zeitung - Rezension
Süddeutsche Zeitung | Besprechung von 08.05.2008

KURZKRITIK
Alles löst sich auf
Geheimnislos: Ljudmila Ulitzkajas Erzählband „Maschas Glück”
Ein Kurzschluss, ein Stromausfall, eine existentielle Unterbrechung. Für einen Moment steht alles still in dem russischen Wohnblock. Wie an einem aufgeschnitten Puppenhaus entlang schweift der Blick von Bewohner zu Bewohner, sieht in sie hinein, legt sie Schicht um Schicht bloß. In „erzwungener Muße” denkt etwa Galina Andrejewna an ihr verfehltes Familienglück; ihre Tochter ist missgebildet. „Ihr Leben ist Finsternis. Eine große Düsternis. Weglaufen! Wohin?” Noch bevor das Licht wieder an ist, hat sie sich an der Kleiderstange im Schrank erhängt. Dann geht es zu dem blinden Iwan Kowarski, der in Beethovens Sonate No. 29 Erlösung vom ganzen Dasein findet: „Was bedeuten schon die menschlichen Tragödien? Alles löst sich auf, wird erleuchtet, gereinigt.”
So sind die siebzehn Erzählungen in diesem Band von Ljudmila Ulitzkaja: Ereignisse rauschen vorbei, es wird immerzu geheiratet, geboren, gestritten, verraten, betrogen und gestorben, ganze Lebensläufe finden Platz in halben Sätzen. Nichts Geringeres als ein „geheimnisvolles, fundamentales Gesetz erfüllt” sich in ihnen, das von „Treue und Liebe” handelt. Geheimnisvoll ist das allerdings nicht, weil die Erzählerin keine Fragen offen lässt: „Sie heirateten sehr bald” heißt es am Ende der Titelgeschichte „Maschas Glück”. Und dann: „Alexander erwies sich als der beste Ehemann der Welt.” Diese Erzählungen sind wie Drops, die alle Geschmacksrichtungen des Lebens beinhalten sollen. Das kann nicht gut gehen. JEAN-MICHEL BERG
LJUDMILA ULITZKAJA: Maschas Glück. Erzählungen. Aus dem Russischen von Ganna-Maria Braungardt. Carl Hanser Verlag, München 2007. 239 Seiten, 19,90 Euro.
SZdigital: Alle Rechte vorbehalten – Süddeutsche Zeitung GmbH, München
Eine Dienstleistung der DIZ München GmbH
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Perlentaucher-Notiz zur NZZ-Rezension

Samuel Moser weht aus dem Erzählungsband von Ljudmila Ulitzkaja der Märchenton einer "ironischen Realistin" aus dem 19. Jahrhundert an, was er durchaus nicht als Kritik verstanden wissen will. Er preist die Souveränität, mit der die russische Autorin ihre "auktoriale" Erzählweise pflegt. Ihr Interesse gilt dem "Menschlichen", und sie beweist dabei Empathie, genaue Beobachtungsgabe und eine Portion "selbstironischen Humor", so Moser angetan. Besonders fasziniert hat ihn die Gabe Ulitzkajas, den Tonfall ihrer Geschichten behutsam zu verschieben, so dass aus einer durchaus komischen Ausgangssituation eine tragische Geschichte wird, die aber doch noch in einer Leichtigkeit endet, die dann die "wahre Tragödie" birgt, wie im Fall der Erzählung über einen beinlosen Trinker, der von der eigenen Tochter durchaus in Tötungsabsicht von der Leiter gestoßen wird.

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