17,90 €
versandkostenfrei*

inkl. MwSt.
Sofort lieferbar
0 °P sammeln
    Gebundenes Buch

Seit vielen Jahrzehnten zählt der in Südfrankreich lebende Schweizer Philippe Jaccottet zu den bedeutendsten europäischen Dichtern. Das vorliegende Buch bildet einen ganz persönlichen Querschnitt durch sein Gesamtwerk, von den frühen Gedichten bis hin zu den letzten Prosabüchern. Ein Selbstporträt des Dichters mit zahlreichen zum ersten Mal übersetzten Stücken und mit Auszügen aus Jaccottets berühmten Aufzeichnungen "La Semaison".…mehr

Produktbeschreibung
Seit vielen Jahrzehnten zählt der in Südfrankreich lebende Schweizer Philippe Jaccottet zu den bedeutendsten europäischen Dichtern. Das vorliegende Buch bildet einen ganz persönlichen Querschnitt durch sein Gesamtwerk, von den frühen Gedichten bis hin zu den letzten Prosabüchern. Ein Selbstporträt des Dichters mit zahlreichen zum ersten Mal übersetzten Stücken und mit Auszügen aus Jaccottets berühmten Aufzeichnungen "La Semaison".
  • Produktdetails
  • Verlag: Hanser
  • Originaltitel: _
  • Artikelnr. des Verlages: 505/20274
  • Seitenzahl: 184
  • Erscheinungstermin: 10. März 2003
  • Deutsch
  • Abmessung: 216mm x 151mm x 22mm
  • Gewicht: 390g
  • ISBN-13: 9783446202740
  • ISBN-10: 3446202749
  • Artikelnr.: 11170760
Autorenporträt
Jaccottet, Philippe
Philippe Jaccottet, 1925 in Moudon/Waadtland geboren, lebt seit 1953 im südfranzösischen Grignan/Drôme. Für sein umfangreiches Werk wurde er u.a. mit dem Petrarca-Preis und dem Friedrich-Hölderlin-Preis ausgezeichnet. 2014 wurde sein Gesamtwerk in die Bibliothèque de la Pléiade aufgenommen. Auf Deutsch erschienen zuletzt Der Unwissende (Gedichte und Prosa, 2003), Truinas, 21. April 2001 (2005), die Anthologie Die Lyrik der Romandie (2008), Notizen aus der Tiefe (2009), Sonnenflecken, Schattenflecken (2015) und Gedanken unter den Wolken (2018).

Edl, Elisabeth
Elisabeth Edl, 1956 geboren, lehrte als Germanistin und Romanistin an der Universität Poitiers und arbeitet heute als Literaturwissenschaftlerin und Übersetzerin in München. Sie wurde u. a. mit dem Celan-Preis, Petrarca-Preis, Voß-Preis, dem Österreichischen Staatspreis, dem Romain Rolland-Preis und dem Prix lémanique de la traduction ausgezeichnet. Sie ist Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung und Chevalier de l'Ordre des Arts et des Lettres der Republik Frankreich.
Rezensionen

Frankfurter Allgemeine Zeitung - Rezension
Frankfurter Allgemeine Zeitung | Besprechung von 18.03.2003

Fleißig in den Wind gesät
Leben, ohne etwas zu wollen und schreiben, ohne zu mogeln: Lyrik und Prosa von Philippe Jaccottet / Von Harald Hartung

Es gibt Buchtitel, die ihrem Autor einigen Mut abverlangen. Etwa den Mut zum Unpopulären und zur Bescheidenheit. "L'ignorant" (Der Unwissende), so nannte 1958 der damals dreiunddreißigjährige Welschschweizer Philippe Jaccottet seinen zweiten Gedichtband. Wer ist dieser Unwissende, und was ist der Charakter seiner Unwissenheit? "Je älter ich werde, je mehr nehme ich zu an Unwissenheit", lautet die erste Zeile des Titelgedichts in der Übersetzung Friedhelm Kemps. Keinem aufmerksamen Leser kann die diskrete Paradoxie dieser Aussage entgehen. Fraglich scheint nur, ob man ihren Sinn eher beim aufklärerischen Nichtwissen oder dem durch Gnade belehrten Nichtwissen suchen möchte, bei Sokrates oder Augustinus.

Doch der Fortgang des Gedichts zielt weder ins Philosophische noch ins Theologische. "Je länger ich lebe, je weniger habe ich, herrsche ich", heißt es da, "All mein Besitz ist, abwechselnd, ein Land / im Flockenfall oder im Licht, doch niemals bewohnt." Der hier wie ein König spricht, ist ein Johann-ohne-Land - eben ein Dichter. Nur ein Dichter kann seinen Stolz in den Besitz imaginärer Reiche setzen. Oder gar in den Verzicht selbst auf diese Herrschaft. Jaccottets entschiedene Bescheidenheit erinnert an Fernando Pessoas "Ästhetik der Abdankung": "Es siegt nur, wer niemals sein Ziel erreicht. Es ist nur stark, wer immer den Mut verliert. Das beste und purpurnste ist es abzudanken."

Was Pessoa immer noch stark instrumentiert, ja pathetisch auflädt, ist bei Jaccottet sotto voce gesagt. Die Diskretion seines Sprechens hat dieser Autor im Lauf eines langen Schreiblebens eher noch gesteigert. Zeugnis dafür ist das Vorwort zu einer eben erschienenen Werkauswahl. "Was habe ich gewollt? Ich habe nie wirklich etwas gewollt", lautet dort der erste, für sich abgesetzte Satz. Die Auswahl selbst, ein Jaccottet-Lesebuch, wenn man von dem Begriff alles Didaktische und Kanonsüchtige abstreicht, trägt ebenjenen Titel wie das eingangs erwähnte Gedicht: "Der Unwissende".

"Ich habe nie wirklich etwas gewollt" - dem Leser, der das kursivierte "gewollt" überlas, gibt der Dichter am Schluß seines Vorworts einen Wink: "Wenn ich doch etwas gewollt habe in diesem Leben, in dieser Arbeit, dann dies: So wenig wie möglich zu mogeln; weder der Versuchung der Eloquenz nachzugeben noch den Verführungen des Traums oder den Reizen des Ornaments; genausowenig den gebieterischen Vereinfachungen des Intellekts oder dem falschen Glanz der Okkultismen, ganz gleich welchen Schlages."

Man darf dies ein poetologisches Bekenntnis nennen. Sein Ernst, auch sein Stolz sind unverkennbar. Jaccottet ist von der französischen Moderne, aber ebenfalls von Hölderlin und Nietzsche geprägt. Doch nicht minder deutlich ist seine Absage an die demiurgische Verführung der Avantgarde. Hier spricht ein Autor, der sich nicht als Schöpfergott, sondern - mit einer Formulierung Peter Handkes - als "Diener des Sichtbaren" versteht. Aber auch als Diener der poetischen Sprache.

Für Jaccottet existiert durchaus eine Hierarchie der poetischen Formen und das Vertrauen darauf, daß sie tragen. Entzieht sich ihm das Gedicht, so schreibt er Prosa oder begnügt sich mit Aufzeichnungen. Das Paradox einer armen Kunst will, daß die geringste Notiz überraschend als Epiphanie aufleuchten kann. Vollendetes und Improvisiertes darf nebeneinander erscheinen. Dem folgt auch die Komposition dieses "Lesebuchs", die der Autor selbst vorgenommen hat. Neben bereits übersetzten Texten steht Neues aus Jaccottets frühester wie jüngster Zeit. Die Anordnung in sechs Abteilungen ist chronologisch. Am Ende eines jeden Kapitels stehen jeweils Aufzeichnungen aus Jaccottets "Carnets". Sie figurieren unter dem schönen Titel "Fliegende Saat".

In diesem Titel drückt sich das Irenische, ja Fromme des Dichters aus. Heidnisch-bukolisch ist sein Begriff von Schönheit. Schönheit ist ihm "verloren wie ein Samenkorn, den Winden ausgeliefert, den Gewittern, geräuschlos, oft verloren, stets zerstört; aber beharrlich von neuem blühend, wie es der Zufall will." Diesen Zufall darf man nicht mit surrealistischen Praktiken oder Zufallsgeneratoren verwechseln. Immer ist es ein Zufall, den der Geist des Dichters lenkt, sobald er seinem eigenen Imperativ folgt: "So muß man weitermachen, in den Wind säen." Er vertraut darauf, daß er ernten wird.

Ebendie "Fliegende Saat" ist es, die dem neu hinzutretenden Leser den Zugang zu einem Dichter erleichtert, der als spröde und schwierig gilt. Manchmal sind es flüchtige Blicke, die er notiert. Oder tastende Bewegungen, ein zögerndes Herantreten an Dinge, probeweise Formulierungen. Aber dann leuchtet plötzlich jene Epiphanie auf, in der die gewöhnlichen Objekte strahlen: "Die Ziegen im Gras / sind fromm vergossene Milch."

Solche Weltfrömmigkeit läßt sich nicht begrifflich festlegen. Jaccottet wartet nicht mit Denkresultaten auf. Was Rilke "lyrische Summen" genannt hat, sind bei ihm verstreute Keime, fliegende Samen. Der Leser soll vergessen, wer sie ausstreut. Dennoch ist dem Dichter die Sehnsucht nicht fremd, das Ausgestreute möge ein Erdreich finden. Manchmal erscheint die Hoffnung, es gebe in den Phänomenen von Welt und Natur tiefere Ordnungen. Jaccottet spricht davon im Ton der zartesten Vermutung: "Es scheint uns, als gäbe es, überall verstreut, noch Stellen, noch Spuren von Tempeln." Da riskiert der Dichter die kleine Sentenz: "Diese Orte helfen uns."

Die Weisheit des Dichters mißt uns Hoffnung in homöopathischen Dosen zu. Sie kommt nicht aus dem immer neu erfrischten Blick eines Dichters, dem wir abnehmen, daß nicht im Schreiben die Schwierigkeit liegt, sondern in einem Leben, in dem das zu Schreibende ganz natürlich entsteht. "Etwas heute beinahe Unmögliches", sagt Jaccottet: "aber ich kann mir keinen anderen Weg vorstellen. Dichtung als Entfaltung, Blüte, oder nichts."

Philippe Jaccottet: "Der Unwissende". Gedichte und Prosa 1946 - 1998. Aus dem Französischen übersetzt von Friedhelm Kemp, Sander Ort, Elisabeth Edl und Wolfgang Matz. Hanser Verlag, München 2003. 184 S., geb., 17,90 [Euro].

Alle Rechte vorbehalten. © F.A.Z. GmbH, Frankfurt am Main
…mehr

Süddeutsche Zeitung - Rezension
Süddeutsche Zeitung | Besprechung von 05.05.2003

Wenn dem Dichter Flügel wachsen
Passend zum Ligne-Roset-Regal: Philippe Jaccottets Werkauswahl „Der Unwissende”
Auch wenn eine bekannte deutsche Wochenzeitung ihn nicht danach gefragt hatte: Philippe Jaccottet schloss die Augen und hatte einen Traum. Der ging so: „In der Transsibirischen Eisenbahn fahrend, nachts durch endlose, graue, nebelverhangene Ebenen, und dabei zugleich an das denkend, was Sibirien bedeutet (ein Wort wie ein Peitschenhieb, eine eisige Bö, wegen all dem, was man darüber weiß)”, begegnet er „einer jungen unbekannten Frau”. Was machen junge unbekannte Frauen allein in der Transsibirischen Eisenbahn? „Ich höre sie leise weinen. Sie sagt, sie weiß nicht warum. Sie widerspricht, als ich sie frage, ob es nicht meinetwegen sei, der ich zu alt für sie bin, der so etwas wie eine Gefangene aus ihr gemacht hat; sie scheint aufrichtig. In diesem Augenblick, wie sie so gegen die Fensterscheibe gelehnt dasteht, öffne ich ihre Bluse, als wollte ich dem Mond, dessen diffuses Licht die Landschaft – Waldungen, Schnee – erhellt, die Schönheit ihrer Brust und ihres Gesichts zeigen; und, auf Antwort drängend, frage ich sie, warum ihr solche Schönheit verliehen wurde, warum es diese Schönheit gibt, warum sie auch mir zuteil wurde, warum? Ihr Gesicht hellt sich langsam auf. Doch wir fanden keine Antwort”.
Die Episode entstammt nicht etwa Jaccottets Beitrag zu dem Band „Und ewig lockt die Taiga”, in welchem der Bastei-Verlag einige seiner beliebtesten Heftchen zur Kaminlektüre für einsame Winterabende versammelt hat. Dort ist man nämlich anspruchsvoller. Einem Heinz G. Konsalik, Autor von „Ninotschka, Herrin der Taiga” (1973), hätte Bastei den Satz, „wegen all dem, was man darüber weiß”, bedeute Sibirien „eine eisige Bö”, denn doch nicht durchgehen lassen. Dass Jaccottet Verleger gefunden hat, die es da nicht so genau nehmen, mag ihm nicht zugefallen sein. Die vorliegende Werkauswahl, die von 1946 bis 1998 reicht, dokumentiert harte Arbeit, durchgehaltene Anstrengung von beklemmender Monotonie. Ein halbes Jahrhundert lang hat dieser Autor den Anspruch, was er schreibe, sei mehr als Literatur, nämlich große Dichtung, wenngleich gelegentlich gemildert durch einen Bescheidenheits-Kratzfuß vor Leser- und Kollegenschaft, wie eine Monstranz vor sich hergetragen. „Meinen Worten Flügel zu verleihen” – dass ihm im Beschwören seiner poetischen Inspiration gerade die uninspirierteste, abgebrauchteste Wendung eingefallen ist, kann ihn in jenem Anspruch schwerlich irritiert haben.
Nicht um Worte geht’s bekanntlich in großer Dichtung, sondern um etwas hinter ihnen: „Deshalb führt uns das Gedicht wieder an unsere Mitte, an unsere innerste Sorge, an eine metaphysische Frage”. Je dringlicher Jaccottet „das Ursprüngliche” seiner Dichtung bewirbt, desto durchsichtiger empfängt der Leser in ihr Zeitgeist und Jargon der 1950er Jahre aus zweiter und dritter Hand, vom Verlust der Mitte bis zum Hirten des Seins. Abklatsch aus Heidegger soll für ein Programm der Rettung der Phänomene einstehen. Dem Gedicht „Die Arbeit des Dichters” zufolge ist dieser ein „Hirte”. Aber die Schäfchen, die Jaccottet mit großer Geste ins Trockene zu bringen vorgibt, waren keinen Moment in Gefahr, nass zu werden. Außer den ewigen Sorgen und Nöten der Menschheit kennt Jaccottet keine, und diese sind ja bekanntlich schon an sich selbst sattsam poetisch. So ehrlich es der Autor mit seinen Absichten zur Wahrung des je Besonderen meint, in seinem Werk ersäuft jede Einzelheit in einer Sauce aus Altgold. Pfade sind hier grundsätzlich „sanft”, Weiden „friedlich”, Inbrunst „still”, Anmut „jugendlich”, Licht „golden”. So ist es folgerichtig. „Wie fern sind die Leute”, fragt Jaccottet einmal, „und haben sie überhaupt ein Gesicht?”.
Nicht für den, der sie einzig durch die Brille metaphysischer Abstraktionen anzublicken vermag. Kein einziges menschliches Individuum scheint in diesem Buch als ein solches auf. Dinge und Menschen interessieren seinen Autor nämlich gar nicht als das, was sie sind, sondern lediglich als Ausdünstungen eines Höheren, also Tieferen: „Etwas Zentrales, etwas Tiefes geschieht wohl, von dem wir nur die mannigfaltigen Emanationen, die endlosen Projektionen sehen”. Solche Herabsetzung der Wirklichkeit zum metaphysischen Abziehbild bekommt dieser schlecht. „Indem sie sich öffnet, öffnet sie etwas anderes, viel mehr als sich selbst”, heißt es von einer Blume, und schon ist die poetische Aufmerksamkeit von ihr abgeglitten. Aus jenem Altgold, von dem die Rede war, hat der Autor sich selbst eine Ölhaut verpasst, unter die nichts mehr zu dringen vermag.
Niemand vermag zu sagen, ob die alte Apotheosenkunst, von der die Moderne so entschlossen sich abwandte, nicht eines Tages auferstehen könnte. Mit ein paar hochtrabenden Redensarten aber ist ihre Wiederkehr gewiss nicht zu bewerkstelligen. Jaccottet behandelt den Feinsinn als sicheren Besitz – „privilegiert sind wir, zugegeben” –, und verkehrt ihn eben damit in Edelkitsch: „,– O Dominique! / Nie hätt’ ich geglaubt, dich hier zu finden, / bei diesen Leuten...‘ – ,Sei still. Ich bin nicht mehr; / was ich war...‘ Ich sah sie unsere Gastgeber / anmutig grüßen, dann ging sie, wie Wasser verrinnt, / verließ den Park...”. Vermutlich gibt es eine Kundschaft für Waren dieser Art; Villenbesitzer am Genfer See mögen sie häppchenweise zu sich nehmen, wenn das Wetter nicht so recht zum Golfspiel einlädt. Jaccottet stört ihre Kreise nicht und ist überdies vom Verlag in einen recht ansprechenden Umschlag gepackt worden, farblich passend zum Ligne- Roset-Regal. Die übrigen indes haben eine Literatur verdient, die ihr Überschreiten der Wirklichkeit aus etwas näherem Umgang mit ihr vorbereitet.
ANDREAS DORSCHEL
PHILIPPE JACCOTTET: Der Unwissende. Gedichte und Prosa 1946 - 1998. Aus dem Französischen von Friedhelm Kemp, Sander Ort, Elisabeth Edl und Wolfgang Matz. Carl Hanser Verlag, München 2003. 184 Seiten, 17,90 Euro.
SZdigital: Alle Rechte vorbehalten - Süddeutsche Zeitung GmbH, München
Jegliche Veröffentlichung exklusiv über www.diz-muenchen.de
…mehr

Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

"Rezensent Harald Hartung zeigt viel Sympathie für die "Diskretion des Sprechens" die für ihn die Gedichte dieser Werkauswahl auszeichnet. Auch hat die "entschiedene Bescheidenheit" des "welschschweizer" Dichters ihn an Fernando Pessoa erinnert. An den Gedichten des Bandes konnte der Rezensent auch verfolgen, wie sich die bewunderte Diskretion im Laufe des Lebens und Schreibens Jaccottets "eher noch gesteigert" hat. Im titelgebenden Gedicht sieht Hartung das poetologische Bekenntnis des Dichters, den er als von der französische Moderne aber auch von Hölderlin und Nietzsche geprägt findet. Die Komposition des Bandes, den der Rezensent "Lesebuch" nennt, "wenn man von dem Begriff alles Didaktische und Kanonsüchtige abstreift", habe der Dichter selbst vorgenommen. Deren Anordnung in sechs Abteilungen sei chronologisch. Am Ende jedes Kapitels hat der Rezensent Prosaaufzeichnungen aus den "Carnets" des Dichters gefunden und sich an deren schönem Titel "Fliegende Saat" erfreut, die einen hinzutretenden Leser wie ihm den Zugang zu einem Dichter erleichterten, "der als spröde und schwierig" gilt.

© Perlentaucher Medien GmbH"