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    Buch mit Leinen-Einband

Sehnsuchtsorte sind Sinnbilder unserer Träume, sie sind Projektionsflächen unserer Fantasie. Sie begeistern durch ihre Atmosphäre und ihre Geheimnisse, ihre Schönheit, ihre reiche Geschichte und Kultur lassen uns staunen. Achill Moser hat sie besucht: berühmte Sehnsuchtsorte voller Magie, die seit Jahrtausenden das Fernweh wecken. Die Fotografien und farbenprächtig geschilderten Porträts führen an sagenumwobene Orte, von denen eine ungebrochene Anziehungskraft ausgeht. Moser ist in Kenia, China und im Oman unterwegs, er reist nach Marrakesch, Sansibar, Venedig, Timbuktu und Samarkand.
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Produktbeschreibung
Sehnsuchtsorte sind Sinnbilder unserer Träume, sie sind Projektionsflächen unserer Fantasie. Sie begeistern durch ihre Atmosphäre und ihre Geheimnisse, ihre Schönheit, ihre reiche Geschichte und Kultur lassen uns staunen. Achill Moser hat sie besucht: berühmte Sehnsuchtsorte voller Magie, die seit Jahrtausenden das Fernweh wecken. Die Fotografien und farbenprächtig geschilderten Porträts führen an sagenumwobene Orte, von denen eine ungebrochene Anziehungskraft ausgeht. Moser ist in Kenia, China und im Oman unterwegs, er reist nach Marrakesch, Sansibar, Venedig, Timbuktu und Samarkand.

Der wunderschön gestaltete Halbleinenband ist das ideale Geschenk für alle, denen die Sehnsucht eine wundersame und treue Begleitung im Alltag und auf Reisen ist.
  • Produktdetails
  • Verlag: Atlantik Verlag
  • Artikelnr. des Verlages: .0000054
  • Seitenzahl: 252
  • Erscheinungstermin: 12. September 2017
  • Deutsch
  • Abmessung: 215mm x 136mm x 27mm
  • Gewicht: 367g
  • ISBN-13: 9783455000542
  • ISBN-10: 3455000541
  • Artikelnr.: 48178802
Autorenporträt
Moser, Achill
Achill Moser, geboren 1954, studierte Wirtschaftswissenschaften, Afrikanistik und Arabistik. Lange Zeit lebte er bei nomadisierenden Völkern in Afrika und Asien. Heute lebt er mit seiner Familie in Hamburg als freier Journalist, Fotograf und Vortragsreferent. Bei Hoffmann und Campe erschien zuletzt Zu Fuß hält die Seele Schritt (2016).
Rezensionen
Besprechung von 10.10.2017
Beim nächsten Mal wird alles besser
Sein Vater hat Achill Moser das Daheimsein vergällt. So sucht er in der Ferne nach dem perfekten Ort
Die Sehnsucht ist eine Krankheit. So haben das Jacob und Wilhelm Grimm in ihrem „Deutschen Wörterbuch“ diagnostiziert: eine „Krankheit des schmerzlichen Verlangens“.
Achill Moser, Journalist und Autor aus Hamburg, ist seit seiner Kindheit befallen von diesem schmerzlichen Verlangen. Nach jeder Demütigung, jeder Ohrfeige seines Stiefvaters sei seine Sehnsucht nach verheißungsvollen fernen Orten gewachsen, schreibt er. Es war ein Befreiungsschlag, als er Jahre später dem nagenden Verlangen nachgeben konnte: Das Reisen und das Schreiben darüber wurden fortan zu seinem Beruf. „Im Gepäck hatte ich die Hoffnung“, erinnert er sich, „dass von nun an alles besser werden mochte.“
Auf seinen vielen Reisen kommt der 1954 geborene Moser an Orte, an denen – dem Untertitel seines Buches „Sehnsuchtsorte“ entsprechend – „das Glück unserer Träume greifbar ist“. In der Sahelzone etwa, durch die sich Moser sieben Tage und sieben Nächte lang auf dem Niger treiben lässt. Oder im Hell’s Gate Nationalpark in Kenia, in dem er Kilometer für Kilometer mit Giraffenherden durch die Savanne wandert. „Derartige Erfahrungen färben auf das Leben ab und bereichern es immens“, schreibt Moser.
Unterwegs merkt er aber auch immer wieder, wie trügerisch Sehnsucht sein kann. Als er etwa nach Ulan-Bator, in die Hauptstadt der Mongolei, kommt, sieht er riesige Plattenbauten, überfüllte Straßen; eine Stadt, die ihre Tradition zu verlieren droht. Nicht das erhoffte Glück, sondern pure Ernüchterung stellt sich ein. „Einmal mehr hatte ein bloßer Name mich in ein fernes Land gelockt“, räumt Moser ein, „und dieser Name hielt nicht so recht, was er mir an Verlockung versprach.“ Vollständig stillen lässt sich seine Sehnsucht ohnehin nicht: Bereits auf jedem Rückweg plant Moser eine nächste Reise.
„Sehnsucht konfrontiert mich immer wieder mit der Frage nach dem Sinn“, so Moser, „und ist eine Empfindung, die mich ein Leben lang begleitet.“ Bei dieser Definition belässt es der Autor allerdings nicht. Anders als den Brüdern Grimm gelingt es Moser nicht, Sehnsucht in wenige Worte zu fassen. Er beschreibt sie als „belebenden Atem unserer Seele“, als „inspirierenden Impulsgeber“ und „den Motor, der uns zu kleinen oder großen Fluchten verführt“.
Beim unablässigen Grübeln beschäftigt sich Moser auch mit der Frage, wie sich unser Verhältnis zur Sehnsucht im Laufe der Zeit verändert hat. Anders als für die Reisenden der vergangenen Jahrhunderte, die Moser so sehr faszinieren – Marco Polo, Lawrence von Arabien, Mungo Park –, liegen Sehnsuchtsorte wie Timbuktu mittlerweile nur noch wenige Flugstunden von uns entfernt. Ein Fortschritt, könnte man meinen. Moser sieht diese Entwicklung kritisch. Geist und Seele könnten bei diesem Tempo kaum Schritt halten. „Und die Natur oder menschliche Begegnungen lassen sich nun mal nicht im Vorbeifahren – sozusagen ,to go‘ – konsumieren.“ Reisen macht aber nur dann Sinn, behauptet Moser, wenn man sich mit Leib und Seele darauf einlässt: Er wandert mit seinem Sohn 1500 Kilometer von München nach Florenz, fährt mit dem Zug nach Marrakesch, segelt von der Küste Kenias bis nach Sansibar. „Unablässig war ich auf der Suche nach der Intensität des Erlebens und nach mir selbst“, bilanziert Moser, „doch nirgends war ich so richtig zu Hause.“
Die Erkenntnis ist wenig überraschend: Die Heimat Hamburg ist der Ort, den Moser „im Herzen trägt“ und der ihm die Antworten darauf gibt, was ein erfülltes Leben ausmacht. „Dieser Ort, da bin ich mir ganz sicher, ist für mich eine Liebe fürs Leben“, schreibt der Autor, „auch wenn ich Jahrzehnte brauchte, um zu dieser Einsicht zu gelangen.“ So haben Mosers Buch und die meisten Märchen der Brüder Grimm dann doch etwas gemeinsam: ein glückliches Ende.
ANNIKA BROHM
Achill Moser: Sehnsuchtsorte. Wo das Glück unserer Träume greifbar ist.
Atlantik im Hoffmann und Campe Verlag, Hamburg 2017. 256 Seiten, 22 Euro.
E-Book 16,99 Euro.
DIZdigital: Alle Rechte vorbehalten – Süddeutsche Zeitung GmbH, München
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"Unbedingte Empfehlung für alle, die sich an der Schönheit und Vielfalt dieser Welt freuen." Beatrice Anton Reisezeilen, 22.10.2017