Justin Bieber's Believe
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Justin Biebers Chance auf Ruhm war eins zu einer Million – bis er von Millionen Fans online entdeckt wurde. Mit Never say Never öffnet er die Tür zu seiner Welt und zeigt die fesselnde und inspirierende Entwicklung vom durchschnittlichen Teenager zum jüngsten Künstler, dem es je gelang, die berühmteste Konzerthalle von New York City restlos zu füllen.
Bonusmaterial
Entfallene und erweiterte Szenen, Trailer
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Produktbeschreibung
Justin Biebers Chance auf Ruhm war eins zu einer Million – bis er von Millionen Fans online entdeckt wurde. Mit Never say Never öffnet er die Tür zu seiner Welt und zeigt die fesselnde und inspirierende Entwicklung vom durchschnittlichen Teenager zum jüngsten Künstler, dem es je gelang, die berühmteste Konzerthalle von New York City restlos zu füllen.

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Entfallene und erweiterte Szenen, Trailer
  • Produktdetails
  • EAN: 4042564151121
  • Best.Nr.: 40457876
  • Artikeltyp: Film
  • Anzahl: 1
  • Datenträger: BLRAY
  • Erscheinungstermin: 11. April 2014
  • Hersteller: AL!VE
  • FSK: Freigegeben ab 6 Jahren gemäß §14 JuSchG
  • Sprachen: Deutsch, Englisch
  • Untertitel: Deutsch
  • Regionalcode: 2
  • Bildformat: 1:2, 35/1080p
  • Tonformat: dts HD 5.1 MA
  • Gesamtlaufzeit: 92 Min.
Rezensionen
Besprechung von 13.03.2014
Zwei auf der Flucht vor sich selbst
Das soll der Renner der amerikanischen Saison sein? Mit "Gravity" gewann Regisseur Alfonso Cuarón einen Oscar, mit "Believe" geht er baden

PHOENIX, 12. März

Mit "Believe" ist im amerikanischen Fernsehen der Hingucker der "Midseason" gestartet: Der allgegenwärtige J. J. Abrams und der eben für seine Weltraum-Oper "Gravity" mit einem Oscar ausgezeichnete Alfonso Cuarón zeichnen hier verantwortlich, und der Sender NBC ließ es sich nicht nehmen, den Mexikaner in allen Werbebannern mit der Statuette in der Hand abzubilden. Aber die Pilotfolge der Serie war alles andere als preisverdächtig, wenn man über die fesselnden ersten zwei Minuten einmal hinausschaut. "Believe" scheint sich selbst nicht über den Weg zu trauen - und Zuschauern, die auch bei den Networks eine hochentwickelte erzählerische Textur gewohnt sind, jeden offensichtlichen Sachverhalt zu buchstabieren lässt große Kunst nicht erwarten.

Die Geschichte dreht sich um ein zehnjähriges Mädchen namens Bo (Johnny Sequoyah als erfrischend natürliche Göre) mit übersinnlichen Fähigkeiten, dem übelmeinende Häscher auf der Spur sind - gleich in den ersten Filmminuten ereilt sie ein Autounfall, bei dem ihre Pflegeeltern das Zeitliche segnen. "Sie waren bloß zwei Wochen meine Eltern, und dabei waren sie so nett!", klagt Bo etwas später, und der Zuschauer weiß: Aha, wer sich ihrer annimmt, lebt gefährlich. Für den zu Unrecht des Mordes verurteilten Tate (Jake McLaughlin als erstaunlich schlechtgelaunter Todeszellen-Überlebender) ist allerdings das Angebot, Bos Leibwächter zu werden, das kleinere von zwei Übeln: Er sieht seiner Hinrichtung entgegen, als der mysteriöse Winter (Delroy Lindo als gutgelaunter Schutzpatron des Mädchens mit dem besonderen Etwas) ihn aus der Todeszelle befreit und mit der Bewachung der jungen Dame betraut, die ihre Fähigkeiten indes zum Wohle anderer Menschen einsetzt.

Im vergangenen Jahr ist eine ähnlich angelegte Geschichte in der nach zwei Staffeln eingestellten Serie "Touch" mit Kiefer Sutherland als Vater eines autistischen jungen Codeknacker-Genies gescheitert: Was zu Beginn interessant schien, wurde als wöchentliches Ritual bald langweilig. Dass "Believe" einem anderen Schicksal entgegengeht, muss schon deshalb bezweifelt werden, weil schon die erste Folge über allerlei rasante Actionszenen hinaus keine Faszination für den Stoff aufbaut. Es wird viel gekeucht, gerannt und gekämpft, und wer aus dem Geschehen keine Schlüsse ziehen kann, dem hilft Winter auf die Sprünge: "Dieses kleine Mädchen ist sehr wichtig!"

Dummerweise wird die Geschichte dieses wichtigen kleinen Mädchens ungeheuer holzschnittartig erzählt. Als Bos Begleiter Tate unerklärlicherweise Wunden ins Gesicht schminken, um ihn in ein Krankenhaus zu schmuggeln (als würde das Personal in der Notaufnahme bei einem Patienten ohne äußere Verletzungen gleich misstrauisch die Türen zuziehen), entpuppt sich das als Vorlage, um Bos Fähigkeiten unter Beweis zu stellen: "Die Wunden sind nicht echt, ich fühle keinen Schmerz", sagt sie. So, so, das Kind kann Gedanken lesen. Es kann sogar noch mehr, doch gerät das bisweilen unfreiwillig komisch. In einem Schlüsselmoment hetzt Bo einen Taubenschwarm auf eine bewaffnete Angreiferin, was eher eklig als toll ist, weil Tate Minuten zuvor von Taubenscheiße getroffen wurde.

Immerhin fächert die elfjährige Johnny Sequoyah mühelos eine ganze Palette von Emotionen auf, während Jake McLaughlin als Tate darauf beschränkt ist, unwirsch zu sein - Winter, seinen Rettern und dem Mädchen gegenüber. McLaughlin ist ein ehemaliger Soldat, der im ersten Irak-Krieg schwer verletzt und mit mehreren Orden ausgezeichnet wurde. In Paul Haggis' Film "The Valley of Elah", für den der Regisseur Männer mit echter Kriegserfahrung suchte, gab er sein Filmdebüt. Unwirsch sein kann er gut, aber nach der ersten halben Stunde wünscht man sich eine weitere Regung. Bo umreißt seine Figur mit den Worten: "Du bist gemein, du bist doof, und du hast ein Wutproblem!" Bevor man einen genauen Blick auf die komplizierte Beziehung der beiden werfen kann, müssen Bo und Tate schon wieder vor den Häschern flüchten, die an jeder Ecke lauern.

Dass prominente Kinomacher keine Erfolgsgaranten für Fernsehserien sind, ist nicht neu - Jerry Bruckheimer scheiterte mit der Polizeiserie "Chase" und dem Justizdrama "The Whole Truth", Steven Spielbergs unerhört teure Dinosaurierserie "Terra Nova" floppte ebenso wie sein Abenteuerstück "The River". Das mag auch daran liegen, dass solche Superproduzenten noch andere, größere und oft wohl auch prestigeträchtigere Projekte auf dem Tisch liegen haben. J. J. Abrams zum Beispiel ist zurzeit auch mit "Star Wars: Episode VII", "Mission Impossible 5" und "Star Trek 3" beschäftigt. Alfonso Cuarón produziert einen Film seines Sohnes Jonas sowie die Adaption von Roald Dahls "Hexen hexen".

Hinzu kommt, dass sich hinter den Kulissen von "Believe" schon vor dem Start mehrere entscheidende Kreative die Klinke in die Hand gaben: Mark Friedman, der die Serie mit Cuarón zusammen schuf, verabschiedete sich im vergangenen Juli nach nur sechs Monaten, kurz nachdem NBC der Serie grünes Licht gegeben hatte. An seine Stelle trat Dave Erickson, der ebenfalls nur wenige Monate durchhielt, bevor er im Dezember das Handtuch warf. Was bleibt, ist das Gefühl, dass "Believe" nicht weiß, wohin es eigentlich will.

Sollte die Serie nicht darüber hinauskommen, dass Bo und Tate Folge für Folge denkbar knapp ihren Häschern entkommen (im Hintergrund zieht Kyle MacLachlan als Winters einstiger Geschäftspartner die Strippen), während Bo unterwegs die gute Tat der Woche vollbringt, könnten auch die Zuschauer bald vom Glauben abfallen.

NINA REHFELD

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