Feministische Theorie - Trumann, Andrea

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Diese kenntnisreiche und originelle Einführung vermittelt einen fundierten Überblick über die Geschichte der Neuen Frauenbewegung und die wichtigsten Themen, Debatten und Strömungen feministischer Theoriebildung der letzten drei Jahrzehnte. Das Buch spannt einen Bogen von den frühen Auseinandersetzungen im SDS über den Kampf gegen den § 218 bis zur QueerTheorie. Dabei erweist sich die Geschichte der Neuen Frauenbewegung als Prozess der Verinnerlichung des staatlichen Zwangs zur Bevölkerungspolitik unter dem Banner der Selbstbestimmung. Die Autorin setzt sich mit der Kritischen Theorie und der…mehr

Produktbeschreibung
Diese kenntnisreiche und originelle Einführung vermittelt einen fundierten Überblick über die Geschichte der Neuen Frauenbewegung und die wichtigsten Themen, Debatten und Strömungen feministischer Theoriebildung der letzten drei Jahrzehnte. Das Buch spannt einen Bogen von den frühen Auseinandersetzungen im SDS über den Kampf gegen den § 218 bis zur QueerTheorie. Dabei erweist sich die Geschichte der Neuen Frauenbewegung als Prozess der Verinnerlichung des staatlichen Zwangs zur Bevölkerungspolitik unter dem Banner der Selbstbestimmung. Die Autorin setzt sich mit der Kritischen Theorie und der Philosophie Michel Foucaults auseinander und nimmt zur bioethischen Debatte über Pränataldiagnostik, Eugenik und Reprodukionsmedizin Stellung.
  • Produktdetails
  • theorie.org
  • Verlag: Schmetterling Verlag
  • Seitenzahl: 200
  • Erscheinungstermin: Januar 2002
  • Deutsch
  • Abmessung: 193mm x 109mm x 12mm
  • Gewicht: 178g
  • ISBN-13: 9783896575807
  • ISBN-10: 3896575805
  • Artikelnr.: 09835310
Rezensionen

Perlentaucher-Notiz zur FR-Rezension

Dieses Buch ist offenbar vor allem eines: eine Abrechnung mit der Frauenbewegung seit 1968 aus radikal linker Perspektive. Mit ihrem theoretischen Hauptgewährsmann Michel Foucault erklärt Andrea Trumann alles reformistische Streben nach Verbesserungen der Situation der Frauen schlicht zu staatlicher Bevölkerungspolitik mit anderen Mitteln. Das Ziel vor-foucauldianischer Theorie, "Selbstbestimmung" durch "Subjektwerdung", produziere immer weiter nichts als "Biomacht", also - vereinfacht gesagt - strukturelle Unterdrückung und freiwillige Einordnung ins kapitalistische System. Der Rezensent Jens Kastner ist bemüht, die Argumente der Polemik fair wiederzugeben, führt jedoch den standardliberalen Einwand ins Feld, dass die nicht unbeträchtlichen Erfolge aus dieser Perspektive völlig aus dem Blick geraten. Eher dubios findet er zudem das Staatsverständnis der Autorin, denn hier falle sie hinter Foucault zurück. Der Staat erscheine bei ihr in erster Linie wieder als "Repressionsinstitution" und nicht, wie in Foucaults subtilerer Analyse, als "Knotenpunkt verschiedener Herrschaftstechniken".

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