Raffael - Thoenes, Christof
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Schon zu seinen Lebzeiten hat die Geschichte dem Maler und Architekten Raffaello Sanzio (1483-1520) das Du angeboten, denn sie meinte es gut mit ihm: Raffael war ein Star der Renaissance, ein begnadeter Künstler und Selbstvermarkter, Herr über eine der renommiertesten Kunstmanufakturen seiner Epoche, ein gefragter Auftragskünstler der weltlichen wie kirchlichen Machtelite, und er hat in seinem kurzen Leben ein Werk geschaffen, das für Jahrhunderte als Maß aller Dinge galt. Allein die Raffael-Rezeption der Goethezeit nebst Sekundärliteratur füllt Bibliotheken. Ohne persönliches Raffael-Erlebnis…mehr

Produktbeschreibung
Schon zu seinen Lebzeiten hat die Geschichte dem Maler und Architekten Raffaello Sanzio (1483-1520) das Du angeboten, denn sie meinte es gut mit ihm: Raffael war ein Star der Renaissance, ein begnadeter Künstler und Selbstvermarkter, Herr über eine der renommiertesten Kunstmanufakturen seiner Epoche, ein gefragter Auftragskünstler der weltlichen wie kirchlichen Machtelite, und er hat in seinem kurzen Leben ein Werk geschaffen, das für Jahrhunderte als Maß aller Dinge galt. Allein die Raffael-Rezeption der Goethezeit nebst Sekundärliteratur füllt Bibliotheken. Ohne persönliches Raffael-Erlebnis und Abarbeitung des Raffael-Kanons galt man bis weit ins 19. Jahrhundert hinein als Parvenü und kaum gesellschaftsfähig.

Von 1500 bis 1508 arbeitete Raffael in ganz Mittelitalien, vor allem aber in Florenz, wo er sich einen Namen als Porträt- und Madonnenmaler machte, der die archetypische Ikone des katholischen Glaubens in einer Weise darstellte, wie sie die Welt noch nicht gesehen hatte,mit furioser Kompositionsgabe und von anrührender Intensität. Als er, gerade 25 Jahre alt, 1508 von Papst Julius II. nach Rom zitiert wurde, war er bereits ein umschwärmtes Idol. Im Dienste des päpstlichen Repräsentationswillens entstanden einige seiner berühmtesten Werke, Meisterwerke der Hochrenaissance wie etwa das Fresko Die Schule von Athen (La scuola di Atene) aus den Stanzen, aber auch die Sixtinische Madonna, von Julius II. 1512 für die Klosterkirche San Pisto in Piacenza in Auftrag gegeben, heute ein Kultbild und Publikumsmagnet in der Gemäldegalerie Alte Meister in Dresden.

Unser Band führt ein in ein Werk, das ungeachtet aller geschmacksgeschichtlichen Wendungen in den Kunstdiskursen der folgenden Jahrhunderte eine zentrale Rolle gespielt und eine Wertschätzung erfahren hat, die bis heute ungebrochen ist. Und dank zweier kleiner Engel am unteren Bildrand der Sixtina fand es sogar Eingang in die Popkultur.
  • Produktdetails
  • Kleine Reihe Kunst
  • Verlag: Taschen Verlag
  • Seitenzahl: 95
  • Erscheinungstermin: Mai 2016
  • Deutsch
  • Abmessung: 265mm x 220mm x 15mm
  • Gewicht: 584g
  • ISBN-13: 9783836532280
  • ISBN-10: 383653228X
  • Artikelnr.: 44308855
Autorenporträt
Christof Thoenes studierte Kunstgeschichte in Berlin sowie Pavia und promovierte und habilitierte in Berlin. Er war als Honorarprofessor an der Universität Hamburg tätig und lebt aktuell als langjähriger Mitarbeiter der Bibliotheca Hertziana (Max-Planck-Institut) in Rom. Zahlreiche Publikationen erschienen zur italienischen Kunst, insbesondere zu Architektur und Architekturtheorie des 15.-18. Jahrhunderts.
Rezensionen

Perlentaucher-Notiz zur Süddeutsche Zeitung-Rezension

Großes Lob hat Andreas Tönnesmann an Christof Thoenes' "brillant bebilderten" und zum "Schnäppchenpreis" angebotenen Band über Raffael zu vergeben. Obwohl Thoenes sich durchaus auch direkt mit den Bildern befasst, lobt der Rezensent vor allem die "rezeptionsgeschichtlichen Fingerzeige", die Raffaels Einfluss auf Darwin bis Manet beschreiben. Die "ebenso präzise wie entspannte, gelegentlich von leiser Ironie gefärbte Prosa" gefällt ihm außerodentlich, ebenso wie Thoenens Umgang mit der aktuellen Forschung, die subtil in den Text eingeflochten wird, ohne je penetrant zu wirken. die Bildbeschreibungen schließlich gewinnen durch ihren "pointierten Zugriff" die Sympathie Tönnesmanns. Die fehlenden Zitatnachweise und dürftigen Quellenangaben - die einzigen Mängel - lastet der Rezensent auch nicht dem Autor, sondern dem schmalen formalen Korsett der Verlagsreihe an.

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