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"Familien sind schlagende Verbindungen": Manuela Fuelle erzählt in ihrem ersten Roman die Geschichte einer geteilten, zerstreuten Familie - und sie erzählt insbesondere die Geschichte des Vaters, eines inzwischen alten Mannes, der sich selbst als Aussteiger versteht. Mit seinen Eskapaden und Ideen hält er die Familie beständig in Atem. Niemand weiß, was er gerade anstellt, was er gerade denkt, wo er gerade ist und wann er wieder kommt. Nein, er ist kein Alzheimer, er ist nicht dement. Sondern war schon immer ein verrückter Typ. Er war, er ist ein Vater, um den man sich irgendwann einfach…mehr

Produktbeschreibung
"Familien sind schlagende Verbindungen": Manuela Fuelle erzählt in ihrem ersten Roman die Geschichte einer geteilten, zerstreuten Familie - und sie erzählt insbesondere die Geschichte des Vaters, eines inzwischen alten Mannes, der sich selbst als Aussteiger versteht. Mit seinen Eskapaden und Ideen hält er die Familie beständig in Atem. Niemand weiß, was er gerade anstellt, was er gerade denkt, wo er gerade ist und wann er wieder kommt. Nein, er ist kein Alzheimer, er ist nicht dement. Sondern war schon immer ein verrückter Typ. Er war, er ist ein Vater, um den man sich irgendwann einfach sorgt.

Die Vatersuche der Tochter wird zum Aufbruch und schließlich zur Reise in die Kindheit. Familie? Eine faszinierende "Choreographie des Undurchschaubaren" ...
  • Produktdetails
  • Verlag: Klöpfer & Meyer Verlag
  • Seitenzahl: 256
  • Erscheinungstermin: 22. August 2011
  • Deutsch
  • Abmessung: 212mm x 136mm x 24mm
  • Gewicht: 387g
  • ISBN-13: 9783863510169
  • ISBN-10: 386351016X
  • Artikelnr.: 41575367
Autorenporträt
1963 in Berlin (DDR) geboren, verschiedene Ausbildungen, danach ein Studium der Evangelischen Theologie in Greifswald und Berlin, dem 2003 bis 2006 ein Studium Literarischen Schreibens am Studio Literatur und Theater der Universität Tübingen folgte. Manuela Fuelle lebt in Freiburg und arbeitet heute als Diakonin an der Maria-Magdalena-Kirche. Zahlreiche Veröffentlichungen in Zeitschriften und Anthologien. Sie erhielt mehrere Stipendien, u.a. das Alfred-Döblin-Stipendium der Akademie der Künste (Berlin) und des Förderkreises deutscher Schriftsteller in Baden-Württemberg. Mitglied im VS Baden-Württemberg. "Fenster auf, Fenster zu" ist ihr erster Roman.
Rezensionen
"Mit ausgeprägtem Sinn für Komik und Tragik, feinfühlig und genau porträtiert Manuela Fuelle einen sehr bemerkenswerten Vater und vollbringt dabei das Meisterstück, das feine Gewebe bittersüßer Kindheitswahrnehmungen mitzuspinnen, ohne je zu viel oder zu wenig zu sagen."

die Kirche

"Ein nachdenklicher und heiterer Einblick in eine ungewöhnliche Vater-Tochter-Beziehung."
Ileana Beckmann, Buchprofile/Medienprofile

"Es ist eine wertungsfreie, feinfühlige und zugleich liebevolle Beobachtung. Überwiegend monologisch werden auch Ungereimtheiten der Charaktere herausgestellt, was diesen Tiefen und Spannung verleiht. Eine Tochter-Vater-Geschichte, die viel über Wesen und Wert der Institution Familie zu erzählen vermag."

Ostthüringer Zeitung

"Der Roman wird mehr assoziativ als chronologische erzählt und auf den ersten Blick ist er nicht nur sperrig, sondern auch rätselhaft. Es dauert seine Zeit, bis man mit den Familiengeschichte richtig warm wird, dorch berührt sie am Ende ungemein. Fuelle zeigt das System Familie nach ihrer ganz eigenen Façon, ein bemerkenswerter Spagat zwischen nachdenklichen Erinnerungensfetzen und komischen Ereignissen im Hier und Jetzt."
Allmende

"Sprachlich jedoch ist 'Fenster auf, Fenster zu' eine Herausforderung, auf die man sich einlassen muss. Der Roman bietet wenig Dialog, meist monologisiert die Erzählfigur und gibt so ihr Inneres preis. Die kurzen, teilweise unvollständigen Sätze, die die Leser mühelos selbst vervollständigen können, spiegeln ebenfalls Elas Gefühle wider. So bekommt man den Eindruck, als befände man sich mitten im Kopf der Erzählerin, die eine Flut von hereinbrechenden Erinnerungen verarbeiten muss. Das verleiht dem Buch Tiefe und Authentizität.(...) 'Fenster auf, Fenster zu' ist ein berührender Roman mit einer ganz eigenen Sprache. Hat man sich aber erst einmal eingelesen, stellt sich schnell das Gefühl ein, Teil etwas ganz Einzigartigem zu sein."
Literaturkritik.de

"Mehr assoziativ als chronologisch beginntdie Erzählerin, über die Charakterisierung ihres Vaters auch von ihrer Kindheit zu berichten - und diese lakonisch, komisch und oft auch nachdenklich klingenden Erinnerungsfetzen fesseln. Anders als die Form des Erzählens es nahelegt - in kurzen, oft genug unvollständigen Sätzen, wenig dialoghaft, dafür überwiegend monologisierend, reflektierend - dringt die Autorin im Lauf ihrer Geschichte sehr tief in das Familiensystem ein und legt die Gefühle ihrer Protagonisten offen. Dabei tritt ein sehr klug konzipierter Roman zutage - und einer, der berührt. Manuela Fuelle bewertet ihre Figuren nicht moralisch, sie lässt sie durch ihre Erzählerin einfach lebendig werden. Dabei scheinen Widersprüche auf, Eigenheiten und Fehler, wie sie jeder kennt. Familie, das ist ein System, das verbindet, das trennt. Vor allem aber ist es ein System, dem man nicht entkommen kann."
Badische Zeitung

"Der mal komische, mal befremdliche Versuch über die Untiefen des Systems Familie macht es seinen Lesern nicht leicht. Es sind aber gerade die Ecken und Kanten des Erzählens, durch die Fuelles eigenwilliger Roman Glaubwürdigkeit erhält."
Frankfurter Allgemeine Zeitung

"Eine liebevoll geschilderte, vielschichtige Vaterfigur, widersprüchlich im besten Sinne, die den Leser nur schwer wieder loslässt."
ekz

"Manuela Fuelle changiert zwischen kurzen, stakkatohaften und längeren, Thomas-Bernhard-ähnlichen eliptischen Sätzen. Ihr beschwörendes, mäanderndes, sich zuweilen Kausalketten verweigerndes Erzählen ist nicht immer nur luftig und die Lockerheit des Anfangs weicht irgendwann einer gewissen, zur (absichtsvollen) Redundanz neigenden Erinnerungs-Verbissenheit. Und doch überwiegt der Eindruck, etwas Schönes und vor allem Einzigartiges gelesen zu haben. Ein so ganz anderes Refugienbürgertum wie das der Familie Hoffmann aus Uwe Tellkamps 'Turm'. (...) 'Fenster auf, Fenster zu' ist ein elegischer, zärtlicher Abgesang auf eine Kin
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Frankfurter Allgemeine Zeitung - Rezension
Frankfurter Allgemeine Zeitung | Besprechung von 12.11.2011

System Familie

"Wohin mit Vater?" lautete der Titel eines vor vier Jahren anonym veröffentlichten Sachbuchs, das zeigte, welche Probleme auftauchen können, wenn ein Elternteil unerwartet zum Pflegefall wird. Auch Manuela Fuelles Romandebüt macht das Altern eines Vaters zum Thema, allerdings auf andere Weise: Eines Tages ist der vierundachtzigjährige Vater der Erzählerin spurlos verschwunden. Sie macht sich auf die Suche. Dabei kreisen ihre Gedanken um die eigene Vergangenheit als Scheidungskind unter der Obhut eines Alleinerziehenden, der sich nie um Konventionen geschert, statt dessen "sein Ding" gemacht hat. Nimmt man den Alten anfangs durch die Brille der Erzählerin als geizigen, womöglich dementen Messie wahr, verändert sich der Eindruck desto mehr, je länger die Suche nach ihm andauert. Die 1963 geborene studierte Theologin, deren literarisches Schreiben unter anderem mit dem Döblin-Stipendium gewürdigt wurde, bildet in oft abreißenden Sätzen die Widersprüchlichkeiten des Erinnerns nach, stellt das Vereindeutigende jedes Erzählens in Frage. In dieser eher versöhnlichen Abrechnung der Tochter mit dem Vater endet manchmal im Nebel, was ins Offene zielte. Der mal komische, mal befremdliche Versuch über die Untiefen des Systems Familie macht es seinen Lesern nicht leicht. Es sind aber gerade die Ecken und Kanten des Erzählens, durch die Fuelles eigenwilliger Roman Glaubwürdigkeit erlangt. (Manuela Fuelle: "Fenster auf, Fenster zu". Roman. Verlag Kloepfer & Meyer, Tübingen 2011. 256 S., geb., 19,90 [Euro].)

btro.

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"Ein überzeugendes Debüt. Eine bemerkenswerte Geschichte von Vater und Tochter. Komisch, lakonisch. Ein etwas anderer Blick auf die Untiefe namens Familie." -- Dagmar Leupold

"Eine Vaterfigur, so vielschichtig und im besten literarischen Sinne widersprüchlich, dass sie einen nur schwer wieder loslässt." -- Martin Gülich, Schriftsteller